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Handelsverband fordert Sonntagsöffnung

HDE-Präsident Sanktjohanser fordert wegen schwacher Umsätze des Fachhandels in der ersten Adventwoche Sonntagsöffnungen für den stationären Handel.

Die Umsätze im Einzelhandel lagen in der Woche vor dem zweiten Advent unter denen der Vorwoche. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Trendumfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) bei 400 Unternehmen aller Größen, Standorte und Branchen.

Demnach lagen die Umsätze in der abgelaufenen Woche auch unter denen des Vorjahreszeitraums. Zwar verzeichneten Händler in den Branchen Haushaltswaren und Spielwaren gute Geschäfte. Doch insbesondere der Fachhandel in den Innenstädten, vor allem Händler mit Bekleidung sowie Uhren und Schmuck, leidet unter schwachen Besucherfrequenzen und berichtet von einem sehr verhaltenen Verlauf des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts. HDE-Präsident Josef Sanktjohanser fordert deshalb von Politik, Kommunen und Gewerkschaften, sich gemeinsam für attraktive Citys einzusetzen und dem Innenstadt- die gleichen Chancen einzuräumen wie dem Online- Handel. „Das anhaltende Gezerre um die Sonntagsöffnungen schadet dem Wirtschaftsstandort Innenstadt massiv“, so Sanktjohanser. Verlierer sind vor allem die Unternehmen und die Beschäftigten des Einzelhandels.

Die Branche erwartet in den kommenden zwei Wochen den Endspurt im Weihnachtsgeschäft. Erfahrungsgemäß greifen die Kunden kurz vor dem Fest noch einmal kräftig zu. Für November und Dezember hat der HDE einen Umsatz von 94,5 Milliarden Euro im Einzelhandel prognostiziert. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von drei Prozent. Mehr als zwölf Milliarden Euro davon entfallen auf den Online-Handel, der seine Umsätze im Weihnachtsgeschäft laut HDE-Prognose um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern wird.