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Stationärer Handel: Weihnachtsgeschäft hinter Vorjahr

Innenstadthandel leidet unter schwachen Kundenfrequenzen. Gute Geschäfte außerhalb der Zentren. Pro Kopf 472 Euro für Geschenke.
© Fotolia / Jenny Sturm
 

Im Weihnachtsgeschäft gab es auch in der Woche vor dem zweiten Advent Gewinner und Verlierer. Nach einer aktuellen Trendumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) litt
erneut der Innenstadthandel unter schwachen Kundenfrequenzen. Über gute Geschäfte berichten hingegen Einzelhändler außerhalb der Zentren. Der Bekleidungshandel bleibt unter Druck.

Der HDE-Umfrage vom Wochenende zufolge waren insbesondere Einzelhändler in den Stadtteilzentren, Vororten und Gewerbegebieten mit ihren Geschäften zufrieden. Auch Unternehmen, die ihre Waren im Geschäft und im Internet anbieten, sowie größere Betriebe mit über zwei Millionen Euro Jahresumsatz berichten von guten Verkäufen. Verlierer bleibt dagegen der Handel in den Innenstädten. Hier war nur jeder vierte Händler zufrieden. „Auch wenn sich am Samstag dort die Geschäfte belebten, leiden die Citys unter anhaltend schwachen Kundenfrequenzen“, sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE. Besonders internetaffine Branchen wie der Textileinzelhandel, der ein Viertel seines Umsatzes im Netz macht, bekommen diese Entwicklung zu spüren.

Der HDE befragte in dieser Woche rund 350 Einzelhandelsunternehmen aller Branchen, Standorte, Größen und Vertriebsformen nach ihrer Einschätzung zum Geschäftsverlauf. „Insgesamt deuten die Meldungen der Unternehmen darauf hin, dass das Weihnachtsgeschäft bisher leicht schwächer verläuft als im Vorjahr“, so Stefan Genth. Für die verbleibenden Tage bis zum Fest erwartet der HDE weiter anziehende Umsätze. Besonders gern verschenkt werden Kosmetikartikel, Bücher, Uhren und Schmuck sowie Spielwaren. „Immer populärer werden Gutscheine. Sie führen das Ranking der beliebtesten Geschenke an“, so Stefan Genth.

Eine vom HDE unterstützte Verbraucherumfrage des ifes-Instituts der FOM-Hochschule zeigt, dass die Deutschen in diesem Jahr pro Kopf rund 472 Euro für Geschenke ausgeben wollen. Der Verband erwartet für das diesjährige Weihnachtsgeschäft insgesamt ein Umsatz-Plus von zwei Prozent. Das Wachstum im stationären Handel wird dabei bei knapp einem Prozent, im Online-Handel bei knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr liegen.