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DJV-Appell: Praktikanten dürfen Journalisten nicht ersetzen

Der Deutsche Journalisten-Verband appelliert an Verlage und Sender, Praktikanten nicht als vollwertige Arbeitskräfte zum Nulltarif zu missbrauchen.
marketing-BÖRSE | 31.07.2006

&quot;Praktikanten d&uuml;rfen kein Ersatz f&uuml;r Volont&auml;re oder gar Redakteure sein&quot;, forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Ein Praktikum diene der beruflichen Orientierung und solle junge Leute auf den sp&auml;teren Beruf vorbereiten. &quot;Der Trend geht zum Praktikum als Beruf - eine verheerende Entwicklung&quot;, sagte Konken.

Weil gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche praktische Erfahrung f&uuml;r die Vergabe fester Stellen immer wichtiger wird, sind Praktika hei&szlig; begehrt. &quot;Anspruch und Wirklichkeit der Praktika klaffen oft weit auseinander&quot;, kritisierte der DJV-Vorsitzende. &quot;Im Idealfall sollten die Redakteure genug Zeit haben, um ihren Praktikanten den journalistischen Alltag nahe zu bringen. Anleitung, Kontrolle und Kritik erfordern Zeit.&quot; In der Realit&auml;t aber &uuml;bern&auml;hmen viele Praktikanten zum Teil &uuml;ber Monate hinweg Aufgaben von Redakteuren, Volont&auml;ren oder freien Mitarbeitern - zum Nulltarif oder gegen eine Mini-Entsch&auml;digung. Dies sei gerade in der Sommerzeit, wenn die Redaktionen d&uuml;nn besetzt sind, zu beobachten. Konken: &quot;Statt ausreichend feste Stellen und Volont&auml;rspl&auml;tze anzubieten, stellen die Verlage und Sender lieber kosteng&uuml;nstige Praktikanten ein, nicht selten Hochschulabsolventen in der Warteschleife f&uuml;r ein Volontariat.&quot; Nat&uuml;rlich sollten angehende Journalisten den Redaktionsalltag kennen lernen und erste journalistische Gehversuche machen. Dies d&uuml;rfe aber nicht auf Kosten qualifizierter Arbeitspl&auml;tze in den Redaktionen geschehen. Der immer weiter steigende Anteil von Praktikanten am Personalbestand der Redaktionen schade auf Dauer dem journalistischen Qualit&auml;tsanspruch der Medien.

Referat Presse- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Z&ouml;rner

Bei R&uuml;ckfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13
Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter http://www.djv.de