> Das Dienstleisterverzeichnis für Marketing <        
print logo

Tarifvertrag Tageszeitungen ist unter Dach und Fach

Gehaltssteigerungen von 1,0 Prozent zum 1. August 2006 und von 1,5 Prozent zum 1. August 2007
marketing-BÖRSE | 10.09.2006

&Uuml;ber 13 Monate nach Auslaufen des alten Gehaltstarifvertrags f&uuml;r die rund 14.000 deutschen Tageszeitungsredakteurinnen und -redakteure haben die Tarifparteien DJV, ver.di und BDZV am heutigen Freitag in Frankfurt einen Tarifabschluss erzielt. Der neue Gehaltstarifvertrag, der r&uuml;ckwirkend zum 1. August in Kraft tritt und eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2008 hat, sieht Gehaltssteigerungen von 1,0 Prozent zum 1. August 2006 und von 1,5 Prozent zum 1. August 2007 vor. Dar&uuml;ber hinaus ist jetzt eine Einmalzahlung von 350 Euro f&auml;llig.


Ebenfalls r&uuml;ckwirkend zum 1. August tritt die neue Berufsjahrstaffel in Kraft. Sie sieht folgende Berufsjahrstufen und Verg&uuml;tungen vor:


1. bis 3. Berufsjahr: 2.829 €
4. bis 6. Berufsjahr: 3.283 €
7. bis 10. Berufsjahr: 3.788 €
ab 11. Berufsjahr: 4.167 €


Die bisherige Stufe ab dem 15. Berufsjahr entf&auml;llt, die ersten drei Stufen der alten Staffel wurden zu zwei Gruppen zusammengefasst. Die einprozentige Gehaltserh&ouml;hung ist bereits eingerechnet.


Der neue Tarifvertrag sieht zudem Fristen f&uuml;r den &Uuml;bergang in die n&auml;chst h&ouml;heren Stufen der alten Berufsjahrstaffel vor. Redakteure, die am 1. August noch 12 Monate bis zum Sprung in die n&auml;chst h&ouml;here Stufe der alten Berufsjahrstaffel hatten, erreichen diese Stufe. F&uuml;r Redakteure vor der Stufe 15. bis 19. Berufsjahr gilt eine 18-monatige &Uuml;bergangsfrist. Bei Berufseinsteigern wird das Hochschulstudium mit zwei Jahren angerechnet. F&uuml;r diejenigen Redakteure, die sich bereits in der weggefallenen letzten Stufe ab dem 15. Berufsjahr befinden, gilt Bestandsschutz.


Der Mantel- und der Altersversorgungstarifvertrag bleiben auf jeden Fall bis Ende 2008 unver&auml;ndert in Kraft.


„Dieser Tarifabschluss war notwendig, um den Fortbestand des Fl&auml;chentarifvertrags zu sichern“, erkl&auml;rte DJV-Verhandlungsf&uuml;hrer Hubert Engeroff. „Die Alternative w&auml;ren tariflose Zust&auml;nde in den Verlagsh&auml;usern gewesen.“ Der DJV erhofft sich von dem Tarifabschluss die Abkehr der Tageszeitungsverlage von den um sich greifenden Outsourcing- und Leiharbeitsmodellen.


Die Tarifparteien vereinbarten f&uuml;r den 14. September Verhandlungen &uuml;ber den so genannten 12a-Tarifvertrag, der f&uuml;r arbeitnehmer&auml;hnliche freie Journalisten gilt.



Referat Presse- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Z&ouml;rner

Bei R&uuml;ckfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13
Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de