> Das Dienstleisterverzeichnis für Marketing <        
print logo

Mit dem Luftballon fliegen oder ins schwarze Loch fallen?

Clowns und Abenteurer nutzen Helium für ihre Ballons. Wertvolle Daten sollten nicht unvorsichtig aufs Spiel gesetzt werden.
ACATO GmbH | 28.01.2015

Nicht jedes Abenteuer ist zu rechtfertigen. Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, ob jede neue Erfindung gut durchdacht ist? Niemand fliegt in der Verkehrsluftfahrt noch mit explosiven Luftgemischen. Flugzeuge verwenden heutzutage Kerosin und kein Helium. Unfälle wie das des Zeppelins vor fast 100 Jahren, sollten dazu mahnen manche explosiven Stoffe zu meiden.

Die Füllung von Festplatten mit Edelgas verursacht deutlich weniger Reibung. Helium besitzt nur 14% der Dichte von Luft. Dadurch können Hersteller die Abstände zwischen den einzelnen Magnetscheiben sowie zwischen den Köpfen und den Scheiben extrem verringern. Eine Datenrettung von Festplatten mit Heliumfüllung ist aufwendig aber möglich.

Man fragt sich nur, ob man solche Systeme ernsthaft in empfindlichen Umgebungen einsetzen sollte. Besonders kostenbewusste Einkäufer sollten solche Festplatten meiden, denn die Rettungskosten übersteigen bei weitem den wirtschaftlich vertretbaren Grenzbereich.

Seit langem verwendet die ACATO GmbH maßgefertigte Werkzeuge, um die geringen Abstände zwischen den Lese-/Schreibköpfen beizubehalten. Während der Demontage muss immer ein sicherer Abstand eingehalten werden. Die mit CNC Technologie gefertigten Abstandshalter sind deutlich genauer und haltbarer gegenüber den in Fernost billig hergestellten Bauteilen.

Um ein Auslesen der Kundendaten zu ermöglichen, setzen Techniker bei Bedarf mehrfach neue Komponenten ein. Die an dem "Actuator" angebrachten Köpfe sind fähig zu lesen und zu schreiben, wobei eine Wärmeentwicklung generiert wird, um die Feinheit der Datendichte zu verändern. Professionelle Datenrettung ist eine vielseitige Herausforderung für Mensch und Ausrüstung.

Die Gehäuse müssen unter Zuhilfenahme sehr kostenintensiver Werkzeuge geöffnet werden. Es ist sehr fragwürdig, ob Elektronikversicherungen bereit sind, die Risiken von Heliumgefüllten Festplatten im Falle einer Datenrettung zu tragen. Insbesondere bei den am häufigsten brandverursachten Versicherungsfällen, können die Folgen der Brandeinwirkung auf heliumgefüllte Festplatten problematisch auswirken.

Da Gase wie Helium meist als farb- und geruchlos gelten, muss beim Umgang mit solchen Produkten aus Sicherheitsgründen für ausreichende Belüftung gesorgt werden. In hohen Konzentrationen können entstehende Gasgemische erstickend wirken. Eine der problematischen Eigenschaften von Helium ist, dass es durch kleinste Poren und durch viele Materialien hindurch entweichen kann.

Stattet man ein großes Rechenzentrum mit Helium gefüllten Festplatten, muss das Notfallkonzept entsprechend angepasst werden. Auch die möglichen Folgen der Besonderheit meist verbauter Löschanlagen, muss durch ein Fachbetrieb geklärt werden.

Inwieweit die Entsorgung von Helium gefüllten Festplatten eine besondere Behandlung erfordert, wird sicherlich in den kommenden Jahren eine Klärung erfordern.
Nur am Rand bemerkt: beides (Helium und Argon) sind Edelgase und damit inert, d.h. sie gehen keine chemische Reaktion mit anderen Elementen ein.

Der Transport von Helium gefüllten Behältnissen ist in manchen Ländern bei kleinen Mengen (bis ca. 100 m3) auch ohne eine Deklarationspflicht am Fahrzeugheck möglich. Wesentlich strengere Vorschriften existieren in einigen europäischen Ländern. Ein Entsorgungsbetrieb könnte bei einer unerwartet hohen Menge an Edelgas gefüllten Datenträgern ein Zulassungsproblem erfahren.

Derzeit ist der Marktanteil solcher mit Edelgas gefüllter Datenträger aber gering.

Durch die hohe Entwicklungsgeschwindigkeit moderner Solid State Festplatten, stellt sich die Frage ob dies eine Randerscheinung bleiben wird. Es gibt Grenzen, bei denen ein Überschreiten zu großen Problemen führen könnte.

Datensicherheit ist aber letztendlich immer eine Herausforderung, denn Kosten, Nutzen und sicherheitsbedarf müssen abgewogen werden. Die ACATO GmbH bietet ihre Dienste Europaweit am Hauptsitz in München an.

Kunden kommen aus diversen Regionen der Bundesrepublik: Hessen ( Datenrettung Frankfurt (www.datenrettung-in-frankfurt.de) ), Niedersachsen ( Datenrettung Hannover (www.datenrettung-in-hannover.de) ) als auch aus den Hansestädten ( Datenrettung Hamburg (www.datenrettung-in-hamburg.de) und Bremen).