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Claudia Hilker, Chapter-Leader des Social Media Club Düsseldorf im Interview

Fragen an Claudia Hilker, Inhaberin von Hilker Consulting und Chapter Leader vom Social Media Club Düsseldorf.
Melanie Tamblé | 10.02.2015

Welche Motivation hatten Sie, den Club zu gründen?

Auf meiner San Francisco Reise in 2013 habe ich auf einer internationalen IT-Konferenz erlebt, wie offen andere Nationen mit Social Media umgehen. Die Experimentierfreude und die Neugierde haben mich fasziniert. Als Social-Media-Expertin habe ich mich gefragt: "Wie kann ich diesen Funken nach Düsseldorf transportieren?" Bei meinen Recherchen bin auf den "Social Media Club" mit Sitz in San Francisco gestoßen. Ich habe Kontakt zum Management aufgenommen und Interesse als Chapter-Leader bekundet. Dann habe ich Kontakt zu den deutschen Clubs aufgenommen und war als Speaker auf der Social Media Night in Karlsruhe. Der Mix hat mich begeistert! Nicht so steif und förmlich wie manch" anderer Business-Club, sondern locker und etwas nerdiger, aber trotzdem mit fachlich fundierten Themen mit Mehrwert und Raum für persönliches Networking. Viele gute Gespräche und wertschätzende Beziehungen sind dabei entstanden. So war mein Wunsch geboren, einen Club in Düsseldorf zu gründen. Gesagt, getan! Aber ganz so einfach war es dann doch nicht.

Was waren die Herausforderungen in der Club Gründung?

Es gab vieles zu klären: "Profit- oder Non-Profit-Club?" Auch die juristische Klärung war aufwändig. Es hat mich viel Zeit gekostet, ellenlange englische Verträge zu verstehen, weil ich keine Juristin bin. Die Projektplanung fiel mir leicht, denn das zählt zu meinen Aufgaben im Job. Neben der Stakeholder-Analyse erstellte ich eine Risiko-Analyse, das Agenda Setting mit Themen und Aufgaben- und Themenplanung mit konkreten Anforderungsprofilen an Gründer, Sponsoren und Orga-Mitglieder. Dann machte ich mich an die Aufgabe, Menschen zu finden, die das Projekt ehrenamtlich unterstützen. "Wer kommt als Mitglied im Gründer- oder Orga-Team in Frage?" Es war schwierig, verlässliche, loyale und teamfähige Social-Media-Experten zu finden. Nach einigen Monaten und viele Gesprächen mit persönlichen Treffen war die stürmische Phase des Suchens endlich beendet. Gefunden hat sich nun ein fabelhaftes Gründerteam mit Melanie, Michael und Monika. Ich hätte nie gedacht, dass Gründen im Team so gut funktionieren kann. Das ist wirklich ein positives Erlebnis!

Wie ging es nach der Gründung weiter?

Jeder Gründer bringt wertvolle Kompetenzen für den Club ehrenamtlich ein. Wir ergänzen uns gut, arbeiten super zusammen und haben noch Spaß dabei. Wir haben Regeln und Aufgaben für Projektmanagement vereinbart. Die ersten Events in 2014 sind gut gelaufen. Das Feedback der Sponsoren und das Medien-Echo waren äußerst positiv. Der WDR und andere Medien haben unseren Club berichtet. Die Sponsoren EMBA und IBM haben uns in der Gestaltung der Events tolle Rahmenbedingungen geboten. Auch das Interesse der Teilnehmer ist groß. Das zweite Event war nach wenigen Tagen komplett ausgebucht. Nun arbeiten wir mit Hochdruck am Programm für 2015. Dafür benötigen wir Unternehmen als Sponsoren und ehrenamtliche Mitarbeiter im Orga-Team. Bei Interesse bitte per E-Mail melden.

Was verbindet Sie neben dem Club mit Düsseldorf?

Die Gelassenheit der Rheinländer fasziniert mich, z.B. "Et hätt noch emmer joot jejange" (Es ist bisher noch immer gut gegangen). Ich liebe Spaziergänge und Radtouren am Rhein. Viele nette Menschen habe ich in Düsseldorf kennen gelernt. Und ich mag die Vielfalt der kulturellen Angebote wie die Jazz Rallye und das japanische Feuerwerk.

Welchen Stellenwert haben Social Media für Sie beruflich und persönlich?

Social Media sind seit fünf Jahren Schwerpunkt in meiner Unternehmensberatung. Es ist das Thema für meine Bücher, Lehraufträge, Studien und meiner nebenberuflichen Dissertation. Darin erforsche ich die Wirkungserfolge von Social Media in der Versicherungswirtschaft. Einen Auszug daraus gibt es hier: Zehn Thesen zur Digitalisierung der Finanzwirtschaft.

Beruflich finde ich es spannend, dass immer mehr Unternehmen soziale Netzwerke einsetzen, um Ziele wie Kundenbeziehungen, Akquise oder Reputation zu fördern. Die Erfahrungen, die ich in meiner Beratung mache, sind vielseitig. Dabei entwickle ich Social-Media-Konzepte für Facebook-, Blog- und Video-Marketing und begleite die Umsetzung. Andere Projekte haben das Thema Digitalisierung, was Reifegrad-Messungen und Prozess-Optimierungen betrifft. Führungskräfte trainiere ich dazu, wie man Teams über Distanz führt und eine Experten-Positionierung in Enterprise 2.0 erzielt. Außerdem berate ich zum Krisen-Management mit Online-Reputationsmanagement mit Monitoring.

Es macht mir viel Spaß, die Social-Media-Entwicklung zu erleben und mein Wissen in der Beratung, in Büchern, Lehraufträgen, Seminaren und im Social Media Club zu teilen. Privat nutze ich Social Media, um mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Zwar ist ein persönliches Treffen viel schöner, aber nicht immer reicht die Zeit dazu oder die Distanz ist zu groß. Zur Beziehungspflege eignete sich die schnelle, effiziente und unkomplizierte Art der Online-Kommunikation mit Facebook, Twitter, Xing und Skype gut. Auch im Club-Management spielt es eine wichtige Rolle z.B. für die Event-Vermarktung, wie diese Prezis zeigen.

Mehr über Claudia Hilker (www.smcdus.de/club/gruender/claudia-hilker/)