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Mit dem f:mp. auf einer Reise in die Zukunft

Knapp 150 Teilnehmer - Der „Tag der Medienproduktion“ sorgt wieder einmal für Begeisterung.

Beim „Tag der Medienproduktion“, der in diesem Jahr ein drupa-Trendkongress war, standen natürlich alle wichtigen Leitthemen der Druck- und Medienindustrie auf dem Programm. Dabei standen drei Fragen immer im Mittelpunkt: Wohin wird die Reise gehen? Welche Chancen und Potenziale bieten sich der Medienproduktion? Und welchen Einfluss nimmt die zunehmende Digitalisierung? Von der Packaging Production über die Multichannel-Kommunikation bis zum Industrial oder Functional Printing war in dem Paket alles enthalten, was die Branche bewegt.

Im Dialog zwischen Dieter Beller, Vorstandsvorsitzender des f:mp., und Michael Wietkmap, Geschäftsführer der Ortmeier Medien Gruppe, zeichnete sich ganz zu Beginn der Veranstaltung das Bild des Wandels, welchen die Medienproduktion seit Gutenberg bis Zuckerberg schon hinter sich gebracht hat. Und dieser Wandel ist noch längst nicht abgeschlossen. Wie sieht er aber aus, in einer digitalen Zukunft, der "Medienproduktioner 2020"? Ein Umdenken ist notwendig. Der Medienproduktioner der Zukunft wird sich im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung weiterentwickeln müssen. Mehr Verständnis sowohl für die digitale Welt als auch für die Bedürfnisse der Mediennutzer ist eine Kernforderung. Darin sind sich beide Referenten einig: „Der Medienproduktioner spielt künftig eine Schlüsselrolle. Er übernimmt die zentrale Koordination der Medienproduktion. Gleichzeitig geht die Tendenz zu immer vielfältigerem Spezialistenwissen, denn die Spezialisten komplettieren das Team je nach individueller Anforderung.“

Einen Blick in die Zukunft warf auch Nils Müller, Trendforscher und Geschäftsführer von TRENDONE. Er nahm die Teilnehmer mit auf eine Zeitreise in das Jahr 2025. Bereits jetzt kann man sehen, wie schnell Menschen neue Technologie adaptieren. Ein Blick in die Harvard University zeigt jetzt schon 3D-Drucker, die elektronische Komponenten drucken. So kommen zum Beispiel kleine Roboterdrohnen aus dem 3D-Drucker, die sich selber reproduzieren können. Voice Computing könnte die nächste Innovation sein. So wurde im Juni letzten Jahres in den Vereinigten Staaten Amazon Echo als Medium eingeführt, das allein über die Stimme benutzt wird. „Wie kann man Kunden bei diesem massiven technologischen Wandel, der gerade erst begonnen hat, in Zukunft erreichen?" Nils Müller nennt die "Top 5" der wichtigsten Trends. Diese wird nach wie vor angeführt von Attention Economy. Die Marken müssen weiterhin Aufmerksamkeit generieren. Dann kommt die Konvergenz, da jetzt schon alles zusammenschmilzt. Der dritte Trend ist die Virtualisierung und der vierte Trend führt in das Outernet. Das Digitale wird sich wie ein Nebel über die reale Welt legen. Zum guten Schluss kommt Smart Everything. Alles wird intelligent.

Christian Rommel von Rox Asia legte den Blickwinkel auf die jetzt schon möglichen und existierenden Innovationen. Auch er sieht die Zukunft in der digitalen Welt. Seine Frage lautet: „Wie können wir Papiere mit der digitalen Welt verbinden und dadurch Medien schaffen, die in der Lage sind, mehr zu transportieren als einfach nur Bilder, Texte oder Grafiken?“ Die heutigen Möglichkeiten, multisensorische Innovationen in der Druck- und Verpackungsindustrie umzusetzen, beruhen auf Hybridechnologien. Auf der einen Seite gibt es die Elektronik und auf der andern Seite gibt es den Druck. Aufgabe ist es, diese beiden Welten zusammenzubringen. „Die Auseinandersetzung mit Technologie ist eine Notwendigkeit, um dem Medium Papier zu neuen Höhenflügen zu verhelfen.“

Natürlich gab es noch viele weitere ebenso hochkarätige Einblicke in neue „Chancen, Trends und Potenziale“. Die Teilnehmer waren jedenfalls begeistert. „Eine Vielzahl der Beiträge war sehr gehaltvoll und hat meine Sicht auf die Anforderungen und Herausforderungen von Medienproduktionern in naher Zukunft bestätigt. Ich habe aber auch neue Anregungen und Inspirationen mitgenommen“, erläutert beispielsweise Thomas Schneider, Projektmanager bei der MEHR+ KOMMUNIKATIONSGESELLSCHAFT. „Gut war die Ausgewogenheit zwischen Theorie, teilweise auch `Zukunftsmusik‘, und tatsächlicher Praxis mit anschaulichen Beispielen.“