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Namics: Fünf Digitaltrends für Life Science

Fünf Digitaltrends für Life Science. Das erwartet die Branche in diesem Jahr.
Namics GmbH | 13.01.2017

Namics: Fünf Digitaltrends für Life Science
Das erwartet die Branche in diesem Jahr

2017 ist endlich da. Höchste Zeit, einen Blick auf die künftige Entwicklung der Life-Science-Branche und damit in die Disziplinen Gesundheitswesen, Medizintechnik und Pharma zu werfen. Für Namics, die führende Fullservice-Digitalagentur aus der Schweiz, gibt es fünf Trends, an denen in diesem Jahr kaum ein Unternehmen vorbei kommt. Welche das sind, verrät Jens Reufsteck, Senior Principal Consultant und Branchenexperte bei Namics.

(1) Kenne deinen Kunden
Die digitale Transformation verändert die Erwartungshaltung der Kunden. Zugriff auf Informationen zu jeder Zeit und in nutzerfreundlicher Form ist mittlerweile der normale Anspruch. Ärzte, Kliniken, aber auch Patienten bilden da keine Ausnahme. Essenzielle Erkenntnisse über die Informationsbedarfe und -wege (Customer Insights) bilden die Basis für eine massgeschneiderte Bespielung der zahlreichen digitalen Kanäle wie etwa Social Media, Apps, Websites. Dabei werden in einem Closed-Loop-Marketingansatz alle Phasen des Kundenzyklus betrachtet und weiterhin bestehende Offline-Kanäle integriert. Notwendig sind dafür zentrale Kundenprofile, ausgereifte Digital-Analytics-Konzepte und -Lösungen sowie auf dieser Basis personalisierte Informationsangebote. Nur so wird es in diesem Jahr und zukünftig gelingen, die vorhandenen Marketing-Budgets möglichst wirksam auf die zahlreichen Kanäle zu verteilen.

(2) Aufholjagd Digital Content hat begonnen
Content Marketing war das Schlagwort des vergangenen Jahres. Kaum eine Industrie konnte sich dem Trend, mehrwertige und spannende Inhalte für Kunden zu erstellen, entziehen. Kein Wunder, ist es doch ein massgeblicher Bestandteil der Digitalen Transformation. Die Health-Branche, momentan eher Nachzügler, wird im kommenden Jahr aufholen. Hintergrund ist das veränderte Nutzerverhalten: Immer mehr Patienten, aber auch Ärzte und andere Entscheidungsträger informieren sich im Internet über Portale oder Communities. Wer hier nicht die richtigen Inhalte bereitstellt, wird schnell übersehen. Damit das nicht passiert, müssen Life-Science-Unternehmen die Informationshoheit über die Wirkung ihrer Produkte zurückerlangen und ihre Informationen digital zur Verfügung stellen. Die Herausforderung dabei ist, die Vielzahl der Interaktionsmöglichkeiten mit dem Kunden und die damit verbundenen eigenen sowie fremden Kanäle zu orchestrieren. Hinzu kommen die gesetzlichen Regularien, die es einzuhalten gilt.

(3) Digitalisierung des Point of Care
Alle Daten an einem Ort – das ist die Vision der digitalen Patientenakte. Hier können beispielsweise behandelnde Ärzte und beauftragte Labore ihre Daten eintragen. Mehr noch: Selbst Patienten können über Schrittzähler und Messgeräte für Blutdruck, Fieber oder Gewicht Informationen liefern. Im Idealfall geschieht das automatisch, indem die Geräte intelligent vernetzt sind – Schlagwort Internet der Dinge – und direkt alle Werte weitergeben. Auch in diesemJahr wird die Anzahl der mit dem Internet verbundenen Geräte weiter steigen; das gilt vor allem für den medizinischen Bereich. Nimmt die Entwicklung weiter Fahrt auf, rückt das 360-Grad-Patientenbild in greifbare Nähe. Das würde sowohl dem Patienten als auch Ärzten und Krankenhäusern helfen, Zeit und Kosten zu sparen. Dabei dürfen allerdings die berechtigten Bedenken rund um das Thema Datenschutz nicht vernachlässigt werden.

(4) Big Data als Grundlage für neue Geschäftsmodelle
Was in der Financial Industry schon längst Realität ist, wird auch die Life-Science-Branche immer stärker betreffen: Disruption. Unzählige Start-Ups, aber auch branchenfremde Unternehmen wie Apple oder IBM erobern den Markt und zwingen etablierte Firmen, ihr Geschäftsmodell zu überdenken. Das bedeutet in erster Linie, “digitalisieren” und durch die Analyse von Patientendaten mit Analytics und Big Data neue Lösungen zu erarbeiten. Damit sind Informationen auch im Gesundheitswesen das neue Gold. Die Frage, wie man sie sammelt und anschliessend nutzbringend sowie wertstiftend verwendet, wird folglich die Branche noch länger beschäftigen.

(5) Persönliche digitale Gesundheitsassistenten
Unternehmen unterschiedlicher Branchen werden künftig mit Life-Science-Unternehmen darum konkurrieren, Kunden persönliche Mobile Services zu bieten, die beim Tracking und bei der Optimierung der Gesundheit helfen. Ein Beispiel dafür könnte ein digitaler Assistent sein, der mit konkreten täglichen Tipps unterstützt, das eigene Gewicht zu reduzieren. Dank solcher Services besteht die Möglichkeit, eigene Produkte und Dienstleistungen zu platzieren und die eigene Marke mit dem Thema Gesundheit positiv aufzuladen. Für eine dem Arztbesuch vorgelagerte erste Anamnese werden auch Online-Angebote über Chatbots möglich. Sie können auf Basis von semantischen Analysen und Rückgriff auf bestehende CRM-Daten über Smartphone gestellte Fragen individualisiert beantworten – quasi der persönliche Doktor in der Hosentasche.