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Experten-Interview: So funktioniert Marketing über ein Mitarbeitermagazin

Interview mit Kerstin Neuber, Head of Corporate Communications bei PUMA SE auf dem Matchpoint Corporate Publishing & Content Communication in Berlin
Sandrina Hipp | 11.04.2017

PUMA hat vor kurzem das eigene Mitarbeitermagazin vom Print in das digitale Format umgewandelt, um sich den wandelnden Herausforderungen anzupassen, die die junge Generation an das Marketing stellt. Denn auch das Durchschnittsalter der Belegschaft von PUMA beträgt 30 Jahre. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die Inhalte des Magazins an das Alter dieses Publikums anzupassen.

Worüber berichten Sie in Ihrem Mitarbeitermagazin?
Der Inhalt setzt sich aus Themen zusammen, bei denen wir davon ausgehen, dass sie die Mitarbeiter interessieren. Ein Bereich sind unsere Produkte. Wir beleuchten ihre Hintergründe: Wie entsteht ein Schuh? Was war die Idee hinter dem Design? Weiterhin geben wir Interviews mit unseren Athleten wieder. Wir bilden Mitarbeiterporträts ab, die wir anhand von eigenen Fragebögen erstellen, anstatt sie nur anhand einer Pressepersonalie vorzustellen. Unter anderem thematisieren wir auch Nachhaltigkeitsinitiativen.
Was ist das Ziel des Magazins und warum richten Sie es gerade an die Mitarbeiter?
PUMA ist seit 2013 dabei, sich neu zu positionieren. Wir wollen wieder mehr Sport werden und das natürlich auch in den Mitarbeiterköpfen verankern. Und wir wollen es so darstellen, dass das Management glaubhaft daran arbeitet. Das heißt alle Schritte des Managements aufzeigen, die es unternimmt, um dieses Ziel zu erreichen. Diese Schritte legen wir durch Strategieupdates dar, zum Beispiel welche Athleten wir unter Vertrag genommen haben. Außerdem wollen wir mit dem Mitarbeitermagazin auch die Interessenlage der Belegschaft selbst widerspiegeln und ihnen die Möglichkeit bieten daran zu partizipieren und selbst Ideen für Stories zu liefern.
Was ist wichtig im Content von PUMA, gerade wegen der jungen Zielgruppe?
Ich glaube besonders wichtig ist, dass das Magazin nicht geschrieben, sondern digital ist und dass man ein bisschen flippig bleibt, sich also an jungen Medien orientiert. Weiterhin sollten die Geschichten nicht lang sein, denn lange Geschichten werden nicht gern gelesen. Und zuletzt zieht das Einbinden von viel Bildmaterial und Videos viele Leser an.

(Das Interview wurde von project networks GmbH auf der Veranstaltung Matchpoint Corporate Publishing & Content Communication am 28. März 2017 in Berlin geführt.)