> Das Dienstleisterverzeichnis für Marketing <        
print logo

Heute ist Welttag des Designs

Heute ist Welttag des Designs
Sebastian Weber | 27.04.2017

Medienmitteilung der Namics AG

World Design Day: Fünf Kreationtrends von Namics
Das erwartet in diesem Jahr die Branche

Frankfurt / Zürich, 27. April 2017

Am 27. April 2017 ist Welttag des Designs. Höchste Zeit, einen Blick auf aktuelle und kommende Entwicklungen in der Kreativbranche zu werfen. Für Namics, die führende Fullservice-Digitalagentur aus der Schweiz, gibt es fünf Trends, die Marken in Zukunft vor grosse Herausforderungen stellen. Treiber dafür sind die Konsumenten, die im digitalen Wandel neue Anforderungen an Produkte und Prozesse stellen. Welche Entwicklungen es gibt, verrät Yaël Kölliker, Konzepterin bei Namics.


(1) Butt-in-Brands – Wie Kreation Glaubwürdigkeit herstellt
Marken, die auf soziale Dialoge oder aktuelle Ereignisse in Echtzeit reagieren, bleiben relevant und gewinnen das Vertrauen der Konsumenten. In Zukunft jedoch reichen Botschaften über Tweets und GIFs nicht mehr aus. Was Marken brauchen, ist eine schnellere Online-Reaktionsfähigkeit kombiniert mit Offline-Initiativen. Voraussetzung dafür ist allerdings mehr Kreativität in der Konzeption von kanalübergreifenden Kampagnen – und das in kurzer Zeit.

Ein richtungsweisendes Beispiel: Im Mai 2016 wurden Teile Sri Lankas überflutet. Dabei gerieten Hunderttausende Menschen in Not. In Zusammenarbeit mit Colombo Municipal Council und dem Roten Kreuz ermöglichte der Fahrdienst Uber, Kleidungsstücke an die Flutopfer zu spenden. Interessierte konnten UberCARE in der App auswählen und eine Tasche mit Spenden packen. Ein Uber-Fahrer holte diese dann ab und brachte sie in die Büros des Roten Kreuz von Sri Lanka.

(2) Kulturelle Silos – Wie Kreation Grenzen überwindet
Die digitale Verknüpfung hat die Welt kleiner werden lassen. Viele Menschen stecken aber immer noch in nationalen und kulturellen Silos. Unternehmen müssen sich daher in Zukunft die Frage stellen, wie sie ihren Kunden helfen, neue Verbindungen ausserhalb der eigenen Blase zu knüpfen. Die Kreation steht daher vor der grossen Aufgabe, die soziale Interaktion sowie die globale Gleichheit zu fördern. Designteams müssen Marken wandlungsfähiger aufstellen und ihnen beibringen, stärker auf die individuellen Kundenidentitäten einzugehen.

Ein richtungsweisendes Beispiel: Im Januar 2017 reagierte das Sharing-Portal Airbnb mit #WEACCEPT auf die von Donald Trump verordneten Reisebeschränkungen, indem es kostenlose Unterkünfte für Betroffene anbot. Das Unternehmen forderte Betroffene auf, direkt mit dem CEO auf Twitter in Kontakt zu treten. Die eindringliche Botschaft: „Egal wer du bist, woher du kommst, wen du liebst oder anbetest, wir gehören alle dazu. Die Welt ist umso schöner, je mehr wir das akzeptieren.“

(3) Nachhaltigkeit – Wie Kreation Mehrwerte schafft
Die wachsende Sharing-Economy lässt die Konsumentenerwartungen an die soziale Verantwortung von Unternehmen steigen. Einige Marken haben bereits erkannt, dass Nachhaltigkeit in Zukunft nicht nur in den CSR-Statuten eine Rolle spielt, sondern aktiv und glaubhaft gelebt werden muss. Ein Ansatz besteht darin, Mehrwerte für den Kunden zu integrieren, etwa in den Lebensdauerzyklus bestehender Produkte. Dafür gilt es, die Designer in den ganzen Produktionsprozess einzubinden. Nur so lässt sich der Kreationsprozess ganzheitlich anpassen.

Ein richtungsweisendes Beispiel: Seit Februar 2017 bietet Patagonia an, alte Kleidung zurückzukaufen. Ziel ist, gebrauchte Teile zu erneuern und sie dann wieder zum Verkauf anzubieten. Wer seine Sachen zurückgibt, erhält dafür im Gegenzug einen Warengutschein. Die recycelte Kleidung ist dann wieder auf der Website erhältlich.

(4) Stalk your Stuff – Wie Kreation Transparenz erzeugt
Im Zeitalter der Online-Bewertungen erwarten Kunden absolute Transparenz. Das gilt für Produkte, aber auch Unternehmen. Viele Marken haben schon darauf reagiert und kommunizieren sehr offen über Produkte und Prozesse. So ist es heute normal, in Echtzeit zu verfolgen, wo mein Taxi gerade steckt. Designer müssen künftig noch stärker darauf achten, dass die damit verbundene Transparenz auch auf allen Endgeräten gleichermassen gut “erlebbar” ist.

Ein richtungsweisendes Beispiel: In China auf der Naomaohu Lake Farm können Kunden ihre Früchte, bevor sie gesät werden, kaufen. Danach erhalten sie einen individuellen Code, mit dem die gekauften Früchten online beobachtet werden können: Vom Säen, über das Heranwachsen bis zur Ernte. Bewerkstelligt wird das mit dutzenden Überwachungskameras auf dem Feld.

(5) Empowerment – Wie Kreation zu mehr Selbstbestimmung beiträgt
Der Wunsch nach Dienstleistungen und Produkten, die Menschen zu mehr Selbstkontrolle über ihr Leben befähigen, wird immer stärker. Diese Entwicklung stellt viele Marken vor neue Herausforderung. Sie müssen noch intensiver kommunizieren, wofür sie stehen und wie sie die Zukunft besser machen wollen. Dabei nimmt das Design eine prominente Position ein. Es muss die Bedürfnisse der Unternehmen und deren Kunden gestalten und ihnen dabei helfen, ihren Alltag eigenbestimmt zu gestalten.

Ein richtungsweisendes Beispiel: Im November 2016 ist Uber eine Partnerschaft mit Maven eingegangen. Das zu General Motors gehörende Car-Sharing-Programm startete ein Pilot-Projekt in San Francisco, das es Personen ermöglicht, Autos zu leihen, um als Uber-Fahrer Geld zu verdienen. Der wöchentliche Preis für die Autos startete bei 179 US-Dollar. Damit unterstützt das Unternehmen aktiv die Existenzgründung von Menschen und damit die Selbstständigkeit.