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3 Punkte die Online-Händler vor einer Expansion beachten sollten

Paymill GmbH | 20.10.2015

Nach einer Studie des britischen Centre for Retail Research schreitet der weltweite Online-Handel unaufhaltsam voran. Bis Ende 2015 erwartet man in Deutschland eine Verdopplung der Online- Umsa&#776;tze u&#776;ber die letzten 4 Jahre hinweg, auf 50 Milliarden Euro. Imeuropa&#776;ischen Gesamtmarkt wird gar ein Wachstum von 67 %, auf 182 Milliarden Euro gescha&#776;tzt. Rosige Zeiten fu&#776;r Online- Ha&#776;ndler, in denen viele bereits an ihre Umsatz- und Landesgrenzen stoßen. Gegenu&#776;ber dem stationa&#776;ren Handel haben Online-Shops jedoch den großen Vorteil, auf geringere Markt- Eintrittsbarrieren zu treffen, wenn es um eine Expansion in neue Ma&#776;rkte und somit ins Ausland geht. Dennoch gibt es einige Punkte, die man auch im Online-Umfeld beachten sollte. Der in 34 La&#776;ndern agierende Payment-Service-Provider Paymill, nennt Online-Ha&#776;ndlern 3 wichtige Punkte, die in Expansionspla&#776;nen beru&#776;cksichtigt werden mu&#776;ssen:

1. Translation vs. Localisation


Eine einfache U&#776;bersetzung in die jeweilige Landessprache ist heute nicht mehr genug. In Zeiten der Digitalisierung erwarten Kunden einen auf ihre Bedu&#776;rfnisse und kulturellen Normen optimierten Webshop. Neben der Landessprache,geht es um den richtigen Sprachgebrauch, Einsatz von beliebten und ga&#776;ngigen Design- und Farbelementen sowie eine angepasste Produktauswahl. Letzteres kann den Kunden besonders irritieren, wenn das Produkt nicht zum Markt passt. Auch die bevorzugten Bezahlmethoden unterscheiden sich von Land zu Land. Hier lohnt es sich einen Blick in aktuelle Studien zu werfen. Der Webshop als Gesamtpaket sollte sich demnach stets and den Bedu&#776;rfnissen der potenziellen Konsumenten orientieren.

2. Herausforderungen im Vertrieb

Im europa&#776;ischen Handel unterliegen nicht alle Warengruppen den gleichen Gesetzen. Besonderheiten gibt es beispielsweise beim Verkauf von Digitalprodukten: Bis 2015 wurden Steuer-Angelegenheiten dieser Waren wie gewo&#776;hnlich am Standort des Verka&#776;ufers abgewickelt. Seit diesem Jahr mu&#776;ssen die Steuersa&#776;tze jedoch im jeweiligen Ka&#776;uferland angewendet werden. Unter dem Namen VAT MOSS (Mini one stop shop), ko&#776;nnten Online-Ha&#776;ndler theoretisch bis zu 28 Steuersa&#776;tzen gegenu&#776;ber stehen. Ihnen wird daher empfohlen, sich fu&#776;r das VAT MOSS zu registrieren, um die Umsatzsteuerabwicklungen nicht in jedem Land durchfu&#776;hren zu mu&#776;ssen.

Auch der Versand unterliegt unterschiedlichen Regulierungen. Bei außereuropa&#776;ischen Paketen selbstversta&#776;ndlich, gibt es auch innerhalb der EU Zollpflicht. Monaco und Zypern beispielsweise verlangen Zollgebu&#776;hren. Vor der Expansion ins Ausland wird Online-Ha&#776;ndlern eine ausfu&#776;hrliche Recherche empfohlen, um den Kostenaufwand fu&#776;r Versand und ggf. Zo&#776;lle in die Preisstrategie mit einfließen zu lassen und den Kunden transparent daru&#776;ber informieren zu ko&#776;nnen.

3. Human Ressources

Welche Auswirkungen haben Sprachbarrieren auf das Personal? Wird eventuell sogar Personal in den jeweiligen La&#776;ndern vor Ort beno&#776;tigt? Diese fragen bescha&#776;ftigen nicht nur Start Ups, sondern auch mittelsta&#776;ndische Unternehmen. Bezogen auf den Kundensupport ist die Sprache ein besonders wichtiger Punkt, da Englisch nicht in allen La&#776;ndern und Regionen selbstversta&#776;ndlich oder die bevorzugte Sprache ist. Auch bezu&#776;glich ihrer internationalen Marketing-Aktivita&#776;ten sollten Online-Ha&#776;ndler bereits vorab planen, welche Ma&#776;rkte Material in Landessprache beno&#776;tigen, da U&#776;bersetzungen und Umgestaltung von Werbe- und Marketingmaterialien schnell ins Geld gehen ko&#776;nnen und viel Zeit beno&#776;tigen. Letzteres ist auch ein wichtiger Faktor in der Support-Strategie. Um Kunden in Betrugsfa&#776;llen oder Lieferschwierigkeiten die notwendigen Kommunikationskana&#776;le zu bieten, mu&#776;ssen Zeitverschiebungen in der Personalplanung dringend beru&#776;cksichtigt werden.

Paymill empfiehlt

Die Planungsphase einer Expansion beginnt mit einer ausfu&#776;hrlichen Analyse des Marktes, nach Volumen, Chancen und den Konkurrenten. Anschließend mu&#776;ssen klare Zielma&#776;rkte definiert werden, die sich nach Landessprache, Kundenbedu&#776;rfnisse oder einer zeitlichen Planung abgrenzen. Fu&#776;r die operativen Ta&#776;tigkeiten empfiehlt es sich besonders fu&#776;r kleine und mittelsta&#776;ndische Ha&#776;ndler auf die Expertise von Partnern zu vertrauen, die mit komplexen Themen, wie internationalen Steuern und der Adaption des Shops sprachlich und gestalterisch an neue Ma&#776;rkte, vertraut sind. Expansionen ins Ausland mu&#776;ssen von langer Hand geplant und gut durchdacht werden. Nicht selten empfiehlt es sich, langsam und maßvoll, aber umso sta&#776;rker zu wachsen.