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Rüdiger Nehberg

Großenseer Straße 1a

22929 Rausdorf

Deutschland


"Sir Vival", Abenteurer, Speaker, Autor


Rüdiger Nehberg steht für Survival, die Rettung der Yanomami Indianer und den Einsatz gegen die Verstümmelung von Frauen. Sein Thema: wie man Selbs

Neugier auf die Welt, Freude am Risiko

Dies beschreibt den abenteuerlichen Teil meines Lebens - den der Neugier auf die Welt, den der Freude am Risiko bis hin zu dem Moment, wo ich Augenzeuge des drohenden Völkermordes an den Yanomami-Indianern in Brasilien wurde und mein Abenteuer unerwartet Sinn erhielt. Plötzlich waren die Reisen nicht mehr reiner Selbstzweck, sondern Engagement für Bedrohte, für solche, die zu schwach sind, sich gegen politische Willkür und Mord zur Wehr zu setzen. Solche, die auf Hilfe von außen angewiesen sind. Wie die Deutschen, als die alliierten Streitkräfte sie 1945 von den Nazis befreiten.

Es war die 18 Jahre währende Begegnung mit den Yanomami-Indianern, die mein Reise- und Konditorleben umkrempelten. Weg von den Torten, hin zu den Torturen. Ich verkaufte die Konditorei und versuchte mit wechselnden Kampfgefährten und immer neuen spektakulären Aktionen, die internationale Lobby für die Indianer ausreichend stark zu machen. Das gelang. 2000 erhielten die Yanomami einen akzeptablen Frieden.

Dieser Sieg lehrte mich, dass niemand sich für zu gering halten sollte, etwas zu verändern, das ihn stört. Es bedarf nur der richtigen Strategie, der richtigen Partner, der Geduld und des Glücks. Denn letztlich entstand alles Menschgemachte auf dieser Erde zunächst im Kopf einer einzigen Person. Ungeachtet ihrer Herkunft und Bildung. Diesen Optimismus möchte ich auf meine Leser übertragen.

Nach dem Frieden für die Yanomami war ich frei für eine neue Herausforderung. Das wurde der Kampf gegen das Verbrechen der Weiblichen Genitalverstümmelung. Von Anfang an war meine Strategie die, diesen Feldzug unkonventionell und wider den Zeitgeist mit einem ganz besonderen Partner zu führen: dem Islam! Islam aus drei Gründen: die meisten Opfer sind Musliminnen, der Brauch wird meist unrichtig mit dem Koran begründet, und ich kenne den Islam. Dass ich noch lebe, verdanke ich islamischer Gastfreundschaft. Das verpflichtet.

Als ich für die Islam-Strategie statt Verbündeter vor allem Vorurteile und Angst fand („Der Islam ist nicht dialogfähig!“), gründete ich, zusammen mit meiner Lebenspartnerin Annette, die eigene Menschenrechtsorganisation „TARGET“. Sie macht uns unabhängig von solchen Bedenkenträgern. Und inzwischen geben uns die Erfolge Recht.

Focus

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