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Think mobile! - Teil 2: Die mobile Website

Wollen Sie Ihre Angebote auf mobile Endgeräte bringen, dann ist zunächst zu klären, wie diese auf das entsprechende Device gelangen: als App (nativ oder hybrid) oder als mobile Website?
Oliver Schmitt | 24.04.2012

Hierüber lässt sich trefflich streiten. Ich persönlich bin der Meinung, dass Sie um eine mobile Version Ihrer Angebote bald nicht mehr herumkommen. Für einige Angebote kann es jedoch sinnvoll sein, diese als App anzubieten. Hilfestellung können in den allermeisten Fällen zwei einfache Fragen geben:

- Sollen Ihre Angebote zwingend offline zur Verfügung stehen?
- Benötigen Sie Geräte-Zusatzfunktionen wie GPS, Kamera, Neigungssensor o.ä.?

Wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen direkt über eine Shop- oder Bestellfunktion verkaufen möchten, dann gibt es für Sie noch eine Zusatzfrage:

- Ist es für Sie in Ordnung, dass Apple an Ihrem Verkauf 30% mitverdient (Stichwort „In-App Purchase“)?

Haben Sie alle Fragen mit „Nein“ beantwortet, dann sollten Sie eine mobile Website anbieten.

Sollten Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, dann ist wahrscheinlich eine App das Richtige für Ihre Kunden. Welche Art von App für Ihre Anforderungen passend ist, das erfahren Sie übrigens in der nächsten Folge unserer Serie, in der ich Sie noch detaillierter über die Vorteile von Apps (und auch des Apple AppStores) informieren werde.

Mobile Website?
Wie Sie in unserem ersten Ausgabe „Die Bedeutung von ‚Mobile‘ für Ihr Unternehmen“ schon erfahren haben, nutzen Ihre Kunden nicht mehr nur ein einziges Gerät für das Surfen im Internet. Sie nutzen, je nachdem welches Gerät bzw. welcher Kanal gerade am bequemsten oder am geeignetsten erscheint, unterschiedliche Geräte. Insofern muss eigentlich von multidevicefähigen Websites gesprochen werden, die sowohl auf einem Smartphone, einem Tablet, dem Desktop oder Notebook und vielleicht sogar einem TV-Gerät funktionieren.

Content is king
Wenn Sie Ihr Angebot auch für Smartphones und Tablets optimieren möchten, dann geht es meist um mehr als nur dafür zu sorgen, dass die Inhalte irgendwie in den kleineren Displays Platz finden. Sie sollten Ihre Inhalte speziell für die situativen Bedürfnisse Ihrer Zielgruppen aufbereiten.

Mobile Commerce vs. Couch Commerce: Es macht einen Unterschied, ob Ihre Kunden Informationen per Smartphone oder per Tablet ansehen. Geht es unterwegs darum rasch auf Informationen zuzugreifen, wird auf dem Sofa gerne auch in Ruhe durch Detailinformationen geschlendert.

Die mobile Smartphone-Version Ihrer Website sollte deshalb auf die wesentlichen Inhalte und Services reduziert werden. Alles andere ist wertloser Ballast, der von den wirklich wichtigen Inhalten ablenkt. Denn: Mobil muss es schnell gehen und das gleich in doppelter Hinsicht. Ihre Kunden müssen schnell inhaltlich zum Punkt – sprich zur gesuchten Information – gelangen und die Website sollte schnell übertragen werden. Letzteres bedeutet, dass Ihre Website-Performance in jeglicher Hinsicht (Code, Bildgrößen, Downloads, Caching,…) zu optimieren ist.

Denken Sie von Beginn an mobil und für mehrere Endgeräte. Manche gehen gar so weit zu sagen: Mobile first. Dies bedeutet, dass zunächst die mobile Website mit den wesentlichen Informationen und Services ausgearbeitet wird. Erst im nächsten Schritt wird konzipiert, welche Zusatzinformationen und Plusinhalte die Tablet- oder Desktop/Notebook-Versionen wertvoller machen.

Stärken der mobilen Endgeräte nutzen
Die Usability Ihres Angebots ist dann am besten, wenn die spezifischen Merkmale und Besonderheiten mobiler Endgeräte genutzt werden.

So können Sie mit der Touchsteuerung ganz neue Erlebnisse und User Experiences schaffen. Die Information wird schnell zum Infotainment und das im positiven Sinne: Die Nutzung wird intuitiv und macht Spaß. Ihre Marke wird das freuen. Gleichzeitig ist aber auch darauf zu achten, dass Geräte ohne Touch (z.B. die im B2B gängigen BlackBerry-Smartphones) nicht außen vor bleiben.

Auch die Mobilität von Smartphones ist eine besondere Stärke, die speziell bei ortsbezogenen Inhalten und Services („Location based Services“) sichtbar wird: Wann fährt der nächste Bus? Wo finde ich die nächsten Servicepoint oder die nächste Verkaufsstelle? Welche Seminare finden in meiner Nähe statt? Hiermit generieren Sie auf einfache Weise echten, mobilen Mehrwert.


Zum Schluss noch eine Bitte: Lassen Sie sich nicht vom „me too“ leiten, sondern sorgen Sie dafür, dass Ihre mobilen Dienste wertvoll und relevant sind. Ihre Nutzer werden es Ihnen danken.

In der nächsten Ausgabe erwartet Sie das Thema „Apps“. Seien Sie gespannt.

Weitere Informationen zum Thema Mobile und passende Beispiele finden Sie auf unserer Website.