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Professionelle Unternehmensführung für Mittelständler

Viele Geschäftsführer und Inhaber von mittelständischen Unternehmen sind viel zu aktiv in das Tagesgeschäft eingebunden.
Walter Eisele | 19.06.2013

Gerade in mittelständischen Unternehmen sollte die Unternehmensführung systematischer durchgeführt werden. Doch dazu bedarf es einer erprobten Vorgehensweise. Diese wird hier aufgezeigt.

Hat das Unternehmen eine langfristige Vision?
Eine schriftliche Vision sollte vorhanden sein, damit alle Entscheidungen an dieser ausgerichtet werden können. Dazu muss dann die Vision in kurze, mittel- und langfristige Ziele umgewandelt werden.

Analyse der aktuellen Situation
Hier beginnt jetzt der zweite Teil der Unternehmensführung. Zunächst werden die wichtigsten Bereiche des Unternehmens einer Analyse unterzogen: Service, Personalführung, Planung & Strategie, Verkaufsmanagement, Produktivität, Hohe Gewinne, selbstständige Führungstätigkeit,
Tendenzen & Kennziffern, persönliche Bilanz Unternehmer, Rechnungswesen und Steuern.

Dazu verwendet man am besten einen Fragenkatalog ähnlich wie beim TÜV für das Auto. Man erkennt so die größten Engpassbereiche im Unternehmen und hat alle wichtigen Bereiche im Blick. Nun geht es darum die zentralen Engpässe zu ermitteln und Lösungen zu erarbeiten. Das ist ein ganz zentraler Punkt, an dem die Führungskräfte schon öfters waren und trotzdem nicht weiter gekommen sind.

Flasche Überzeugungen und Glaubenssätze hindern am Unternehmenserfolg
Jetzt müssen sie sich folgenden Fragen stellen, damit das Unternehmen noch viel schneller in der Erfolgsspur fährt: 1. Was sind die möglichen Konsequenzen wenn in diesem Bereich nicht gegengesteuert wird? 2. Welche Verhaltensweise hat zu diesem Engpass geführt (strategische, operative und finanzielle Ebene)? 3. Welche praktikablen Lösungen gibt es? 4. Welche Folgewirkungen haben diese Lösungen? Wenn diese Fragen alle beantwortet sind, müssen die Verantwortlichen für die Umsetzung festgelegt und Termine gesetzt werden.

Professionelle Projektplanung / Wochenplanung
Suchen Sie aufgrund Ihrer Erkenntnisse aus der Firmenanalyse die Bereiche heraus, die für Sie aktuell und mittelfristig am wichtigsten sind (z. B. Verkauf, Marketing oder Liquidität etc.). Legen Sie jetzt Ihre Ziele schriftlich fest (1, 3, 6, 9, 12 Monate). Im nächsten Schritt legen Sie Ihre Aktionen fest, mit denen Sie Ihre Ziele erreichen wollen Beispiel: Sie wollen ein neues Produkt besser verkaufen; Was: Werbeanzeigen schalten; Grund: Bekanntheit erhöhen; Ergebnis: Mindestens X-Anfragen oder X-Verkäufe oder X-Umsatz; Hebel: (Das ist die Person oder Firma, die Sie jetzt weiter bringt); Termin: Wann erscheint z. Bsp. eine Anzeige; Zeit / Kosten: Wie viel Zeit wird benötigt und was wird es kosten; Priorität: sehr wichtig, wichtig, unwichtig

Nachdem die Aktionen für das Projekt festgelegt und in die Wege geleitet wurden, muss nun wöchentlich der Fortschritt überprüft werden.
Stellen Sie sich selbst oder im Team die erste Frage: Die wichtigsten Dinge, die ich/wir diese Woche gelernt haben. (Das motiviert). Daraus ergibt sich: Als Konsequenz werde/n ich/wir diese Dinge tun und zwar bis zum..........................(Hier wird wieder ein Termin gesetzt).

Dann machen Sie sich bitte schon im Vorfeld Gedanken über mögliche Schwierigkeiten und wie Sie diese überwinden werden. Das ist sehr wichtig, weil es immer irgendwelche Schwierigkeiten gibt. Dadurch halten Sie die Schwierigkeiten bei der Zielerreichung nicht mehr so stark auf.

Machen Sie sich jetzt Gedanken, woran Sie erkennen werden, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

Ein ganz wichtiger Punkt ist, sich Hilfe von anderen Personen oder aus dem Internet zu holen. Überlegen Sie, wer Ihnen helfen könnte, notieren Sie die Namen und kontaktieren Sie diese Personen.

Die Quartalsplanung als Teil zur Umsetzung der langfristigen Vision
Folgende Vorgehensweise führt bei parktischer Umsetzung zwangsweise zum Erfolg:

1. Planen Sie einen fixen Zeitpunkt alle 3 Monate für die Quartalsplanung ein und legen Sie den Teilnehmerkreis fest.

2. Gehen Sie bei diesem Termin immer gleich vor und besprechen Sie folgende Fragen:
- Was haben wir in den vergangenen 3 Monaten in unseren Bereichen erreicht?
- Welche Gesetzmäßigkeiten haben wir erkannt?
- Welche Erkenntnisse ergeben sich daraus?

- Was haben wir in den vergangenen 3 Monaten in unseren Bereichen nicht erreicht?
- Welche Gesetzmäßigkeiten stecken dahinter?
- Welche Erkenntnisse ergeben sich daraus?

3. Was waren die wichtigsten Entscheidungen / Aktivitäten der vergangenen 3 Monate?

4. Legen Sie dann die wichtigsten Entscheidungen / Aktivitäten für die nächsten 3 Monate fest.

5. Legen Sie außerdem die wichtigsten Entscheidungen für dieses und das nächste Quartal fest.

Danach überprüfen sie Ihre Entscheidungen / Maßnahmen, ob sie mit ihrer Unternehmensvision übereinstimmen.
Gewöhnen sie sich diese Vorgehensweise an und machen sie wöchentlich kleine Besprechungen und arbeiten Sie an der Umsetzung ihrer Projektentwicklungspläne und ein mal pro Quartal eine große Besprechung zur Quartalsplanung.
Fazit
Durch die Arbeit mit Checklisten und Strukturierung der Besprechungen kann sich jeder Teilnehmer optimal vorbereiten, es wird viel Zeit gespart und die Ziele werden zwangsweise erreicht.

Weitere Informationen zur professionellen Unternehmensführung erhalten Sie im Video auf http://www.unternehmer-mentor.eu