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Mach den Stress zu Deinem Top-Mitarbeiter

Der Stress ist nicht nur ein „Flop-Mitarbeiter“, der unsere Gesundheit ruiniert. Er hat auch das Potential zum unterstützenden „Top-Mitarbeiter“.
Markus Frey | 06.05.2014

Stress(hormone) damals
Die eigentliche Aufgabe des Stresses und seiner Werkzeuge, der Stresshormone, ist es, unsere Kräfte zu bündeln. Das Programm war im Menschen schon von Anfang an angelegt. Wenn in grauer Vorzeit plötzlich ein Säbelzahntiger um die Ecke kam, haben die Stresshormone dafür gesorgt, dass der angegriffene Steinzeitmensch seine Kräfte auf das einzige konzentrieren konnte, was in diesem Moment gezählt hat: sein Überleben. Die Wahlmöglichkeiten Kampf oder Flucht hatten dabei einen großen Vorteil: die zuvor ausgeschütteten Stresshormone wurden gleich wieder abgebaut. Stressbedingte Gesundheitsprobleme hatte unser Steinzeitmensch dadurch kaum welche, auch wenn er viel häufiger in Lebensgefahr war, als wir das normalerweise sind.

Stress(hormone) heute
Klar, grundsätzlich funktionieren die Stresshormone heute genauso wie damals. Doch wenn Otto-Durchschnittsmanager völlig gestresst aus einer Vertragsverhandlung kommt, ist seine Reaktion nur in den seltensten Fällen Bewegung, was auch heute noch die bei weitem effektivste Wahl wäre, um den überhöhten Stresshormonspiegel schnell wieder abzubauen. Stattdessen geht er in sein Büro zurück und lässt sich erschöpft in seinen Sessel plumpsen. Bis zur nächsten Stress-Situation. Und der besagte Stresshormonspiegel steigt und steigt. Der Blutdruck auch und irgendwann fragt sich unser Manager besorgt, wie lange das wohl noch gut gehen wird. Relativ präzise kann ihm das u.a. sein Hausarzt sagen, wenn er bei diesem einen Check und möglichst auch ein sogenanntes großes Blutbild erstellen lässt.

Den Stress zum Top-Mitarbeiter machen
Doch auch schon ohne Arztbesuch können Sie eine Menge tun, um den Stress vom „Flop-Mitarbeiter“ zum „Top-Mitarbeiter“ zu machen, der einem wieder hilft, seine Kräfte zu konzentrieren und seine Ziele zu erreichen. Der Weg dahin führt vor allem über die folgenden vier Aspekte der Führung dieses besonderen Mitarbeiters:

Ausreichende Erholung
Sie sorgt, neben vielem anderem, dafür, dass der Stresshormonspiegel immer wieder abgebaut wird und wir unsere Leistungsfähigkeit auch langfristig erhalten. Den alten Sportlerspruch „Wer nicht regeneriert, verliert“ können Sie ohne Einschränkung auch für alle anderen Leistungsbereiche übernehmen.

Bewegung;
ebenfalls wichtig, wenn es um den regelmäßigen Abbau des Stresshormonspiegels geht. Nichts ist diesbezüglich effektiver.

Ernährung;
wenn wir unter hoher Belastung stehen, benötigen wir von bestimmten Vitalstoffen mehr, um starke Nerven zu bekommen bzw. zu erhalten. Wenn Sie diesbezüglich gar unter einem Mangel leiden, ist es unmöglich, den Stress als „Top-Mitarbeiter“ zu erleben.

Denken;
mit Ihrem Denken können Sie die Produktion Ihrer Stresshormone entscheidend steuern. Unterschiedliche Techniken aus dem weiten Feld des mentalen Trainings sind hier äußerst wirksam. Übrigens sind es längst nicht nur Hochleistungssportler, die mental trainieren, sondern auch Spitzenleister aus vielen anderen Bereichen. Zum Beispiel Chirurgen, Piloten, Musiker… und zunehmend auch Manager und Führungskräfte aller Ebenen.

Wichtig ist dabei zu erkennen, dass keiner dieser vier Aspekte missachtet werden darf. Es funktioniert auch nicht, einem Bereich eine überdurchschnittliche Aufmerksamkeit zu schenken und dafür einen anderen zu vernachlässigen. Wer andererseits umfassend investiert, zum Beispiel mit einem Seminar durch einen entsprechend qualifizierten Trainer, kann beim Umsetzen des Gelernten Zinsen in Form von neuer Leistungs- und Belastungsfähigkeit erwirtschaften, die er jetzt vielleicht noch gar nicht für möglich hält.

Markus Frey