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Wie Weltbild Produktdaten den Kanälen zuordnet

Einfachere Produktion spart Kosten und schafft Transparenz.
Petra Kiermeier | 25.02.2016

Kunden schmökern in Katalogen, surfen im Web, stöbern in Onlineshops oder im Laden vor Ort, bevor sie ein Produkt kaufen. Dieses Multichannel-Verhalten fordert es dem Handel und Versandhandel ab, an allen Touchpoints gleichermaßen konsistente Produktinformationen bereitzustellen. Da Produktdaten und Sortimente sich ständig ändern, ist das keine simple Aufgabe, insbesondere bei sehr umfangreichen Produktsortimenten, die zum Großteil von Lieferanten kommen.

Vier Millionen Produkte in Onlineshop, Laden und Katalog

Das Augsburger Unternehmen Weltbild Retail GmbH & Co. KG vertreibt über vier Millionen Fremd- und Eigenprodukte aus den Bereichen Bücher, Musik, DVD, E-Book, Spielwaren, Haushalt, Technikbedarf sowie Geschenkartikel. Print-Kataloge, Onlineshops, Social Media und stationärer Handel spielen eng zusammen bei der Vermarktung der Produkte.

Das Kataloggeschäft ist nach wie vor eine tragende Säule des Vertriebs – auch und gerade um Onlineumsätze zu aktivieren. Sämtliche Werbemittel für drei Marken und jeweils drei Länder produziert Weltbild im eigenen Haus. Zu regelmäßig erscheinenden Katalogen in drei Varianten mit über 300 Seiten Umfang kommen bis zu 2.000 weitere Werbemittel online und gedruckt.

Katalogproduktion in die IT-Systemlandschaft integrieren


Um zukünftige Marktanforderungen zu meistern, war es für Weltbild erforderlich, die Printproduktion um ein Vielfaches effizienter, zeit- und kostensparender umzusetzen. Das nicht mehr zeitgemäße Katalogproduktionssystem wurde deshalb durch eine neue, webbasierte Lösung ersetzt, die vollständig in die bestehende IT-Systemlandschaft integriert wurde.

Mehr Transparenz bei der Werbemittelerstellung


Hunderte Anwender mit unterschiedlichen Aufgaben sollten mit dem System parallel und effizient zusammenarbeiten können. Somit sollten die bisher getrennten Bereiche Produktverplanung und Printerstellung an einer zentralen Stelle stattfinden können. Es sollte Transparenz über jeden Produktdatensatz und jeden einzelnen Schritt in der Werbemittelerstellung geschaffen werden – auch für die Onlinesparte – und Terminsicherheit für die Veröffentlichung gewährleistet sein. Die Kataloge sollten zudem in andere Länderkontexte voll automatisiert überführt werden.

Alles in einem System – immer aktuell

Die Basis des Systems bildet ein medienneutrales Marketinginformations- Management – die Produktionsdatenbank. Darin werden sämtliche Produktinformationen, Bild- und Mediendaten ebenso wie InDesign-Vorlagen für Produktaufbau, Seitenaufbau, Seitenstrecken und Kataloge bereitgestellt und laufend aktualisiert. Alle vermarktungsrelevanten Daten und Werbeobjekte aus den umgebenden Enterprise-Systemen werden ebenso hier verfügbar gemacht.

Ändert sich zum Beispiel der Preis im Enterprise-Resource-Planning-System (einer Software zur Planung der Unternehmensressourcen), wird dies sofort mit dem System synchronisiert.

Von der Seitenplanung bis zur Übergabe an die Druckerei

Mit dem sogenannten Publikationsmanagement erstellen die Marketer den Katalog – angefangen von der Seitenplanung bis hin zur Übergabe an die Druckerei. Die Programmverantwortlichen verplanen hier die Produkte in einer grafischen Seitenplanung. Sie wählen Topseller, Neuheiten und Abverkaufsware aus der Produktionsdatenbank und platzieren sie als einzelne Produkte oder ganze
Sortimente beliebig auf virtuellen Seiten.

Die Verplanungsinformationen werden gleichzeitig an die Dispo- und Controlling- Systeme übertragen, sodass auch hier die vermarkteten Produkte bekannt sind. Jede Datei verweist dabei auf eine Layout-Datei. Wenn die Planung final ist, kann diese auf Knopfdruck mit den hochauflösenden Daten verarbeitet werden und der grafische Feinschliff erfolgen. Das InDesign-Template übernimmt dabei automatisch alle zugewiesenen Produktdaten aus der Datenbank wie Texte, Preise und Abbildungen. Ebenso einfach werden die Druckdaten erzeugt und automatisch an den Druckdienstleister übergeben.

Einfachere Produktion spart Kosten und schafft Transparenz

Weltbild hat alle Produktionsabläufe enorm verschlankt und vereinfacht und auf diese Weise hohe Kosteneinsparungen sowie eine kürzere Produkteinführungszeit erzielt. Es wurde volle Transparenz zwischen den Print-Programmen und den Onlinekampagnen geschaffen. Auch die Onlinekanäle bedienen sich aus den gleichen, zentralen Produktdaten. Hohe Integrationsfähigkeit erlaubt es Weltbild zukünftig, nach Bedarf das System zu erweitern.