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Emotion im Werbebrief: Das sind die Verstärker für Ihre Texte

Wie erreicht man mehr Emotionalität im Werbebrief? Diese Emotionsverstärker zeigen, wie’s geht.
Texterclub | 10.01.2018
© Pixabay / WerbeFabrik
 
Es ist ja kein Geheimnis: Wer mit seinen Texten Emotionen weckt, zieht Leser in den Text oder hält sie darin fest. Doch wie erreicht man mehr Emotionalität im Werbebrief? Diese Emotionsverstärker zeigen, wie’s geht.

1. Verstärker für mehr Emotion im Werbebrief: Vorteile statt trockener Fakten



Und das vor allem in der Headline. Früher nannte man diese noch „Betreff“, die Oberzeile in Briefen. Hier wurde meist gesagt, worum es ging. Wer hier Fakten nennt, macht zwar nichts falsch, verpasst aber dennoch eine Chance. Denn Headlines sollen nicht nur sagen, worum es geht, sondern in den Brief ziehen, Gefühle wecken, Vorteile zeigen, einfach Lust auf mehr machen. Zumindest aber den Leser emotional abholen.

Fakten alleine lösen so eine Reaktion nur selten aus. Sie werden nur hingenommen. Kommunizieren statt informieren heißt also die Devise.

Beispiele:

Informativ: Ein neues Bad
Kommunikativ: Freuen Sie sich auf Entspannung in Ihrem neuen Bad

Informativ: Ihre Prämie wird fällig
Kommunikativ: Sie sind am Ziel: Am 12.02. erhalten Sie 100 Euro für Ihre Treue

2. Verstärker für mehr Emotion im Werbebrief: Korrespondenzstil ade



Ein Texter muss ein Kundengespräch voraus denken, wenn er einen Brief schreibt. Denn nichts anderes als ein solches Gespräch muss der Werbebrief sein – eben zeitlich versetzt und über lange Distanz. Deshalb gilt zu bedenken: Welche Fragen hat mein Leser? Wie und wo beantwortet mein Brief diese Fragen?

Klar ist: Es gibt verschiedene Arten von Gesprächen. Wer wie eine Behörde redet oder klingt, wie ein Steuerbescheid vom Finanzamt, macht’s im Werbebrief nicht richtig. Denn der muss lebendig sein. Mit kurzen Sätzen und klarer Sprache. Voller aktiver Verben, die das Kopfkino anknipsen. Denken Sie einfach an ein Gespräch unter Freunden. Schreiben Sie bildhaft und wählen Sie Wörter, die klare Bilder wecken: Lieber „Couchtisch“, „Esstisch“ oder „Tafel“ statt einfach „Tisch“. Lieber „wandern“, „schreiten“, „torkeln“ statt „gehen“.

3. Verstärker für mehr Emotion im Werbebrief: Aufhellen mit positiven Wörtern



Es ist ein einfacher Texter-Trick: Steht der sachliche Inhalt eines Briefes, schaut man noch mal ganz genau hin, ob auch die emotionale Lage passt. Wo kann man noch etwas mehr auflockern? Wo lässt sich ein „gerne“, ein „einfach“ oder ein „auf den Punkt“ einstreuen? Bei diesen Floskeln gilt zwar: Nicht im Übermaß. Aber mit der richtigen Dosierung zeichnen Sie den Brief einfach weicher, machen ihn runder und angenehmer zu lesen.

Überhaupt schreiben Text-Profis positiv, wo es geht. Lieber „einfach“ als „kein Problem“. Lieber „sicher“ als „Keine Gefahr“.


4. Verstärker für mehr Emotion im Werbebrief: Haltung bewahren!



Der Korrespondenzstil bricht meistens besonders am Textende aus dem Schreibenden heraus. Wo man sich einfach mit positiver Floskel verabschieden sollte, wird’s oft schwerfällig und umständlich.

Typisch: „Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung“. Immerhin, ein „gerne“ hat sich eingeschlichen. Ansonsten ist diese Floskel zwar nicht falsch, aber eine der passivsten Formulierungen, die sich uns für den Briefausstieg bietet. Keine Aktivität. Keine Dynamik. Außerdem weiß der Leser gar nicht konkret, was er tun soll. Viel moderner und direkt auf den Kunden zu wäre dieser Ausstieg: „Wir freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen. Einfach anrufen!“. Hier weiß der Leser, was er tun muss. Und auch was ihn dann erwartet.

5. Verstärker für mehr Emotion im Werbebrief: Sagen Sie genau, was Sie wollen



Kontrollieren Sie unbedingt, ob Sie dem Leser auch sagen, was Sie von ihm erwarten. Denn das ist ein wesentliches Element, wenn es um das Grundgerüst eines Briefes geht. Schließlich soll ja irgendwie auf den Brief reagiert werden. Außerdem ist die Aufforderung zur Reaktion manchmal eine sprachliche Herausforderung.

Mehr Tipps rund um Texte und verkaufsstarke Werbung gibt’s hier in den Textertipps: https://www.texterclub.de/textertipp/