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Was ist eigentlich SEM?

SEO "Suchmaschinenoptimierung" ist nur ein kleiner Teil der Maßnahmen, die für mehr Reichweite und Sichtbarkeit in Suchmaschinen angewandt werden
Reinhard Janning | 18.01.2018
© Reinhard Janning
 

Wofür steht SEM?



SEM ist die Abkürzung für "Search Engine Marketing". Grob gefasst sind damit alle Maßnahmen und Strategien gemeint (SEO inklusive), die eigenen Angebote höher im Suchmaschinen-Ranking platzieren und dadurch mehr Visits auf die eigenen Angebote locken sollen.

Was ist der Unterschied zwischen SEO, SEA und SEM?


Bereits in den Begrifflichkeiten kann man den Unterschied herauslesen. Während SEO vor allem so wirkt, dass man die Inhalte auf der eigenen Webseite so optimiert, dass sie bessere SEO-Werte erzielen (etwa durch klar strukturierte Themen, gute Verlinkungen, eine einfache Navigation, etc.), sorgt SEM auch dafür, dass die Webseite durch externe Maßnahmen (vorwiegend bezahlte Anzeigen) häufiger in den Suchmaschinen auftaucht. Obwohl SEO früher als Teil von SEM angesehen wurde, wird SEM heute vorwiegend für bezahlte Maßnahmen verwendet, so dass SEO und SEM sich ergänzen.
SEM in seiner Form als Search Engine Marketing durch bezahlte Anzeigen und Klicks kann auch unter dem Begriff SEA (Search Engine Advertisement) gefunden werden, dieser wird jedoch insbesondere in Marketing-Kreisen seltener verwendet.

PPC, CPA und CPM: was ist was?



Für die meisten Marketer ist Google AdWords eines der ersten Tools, die im Rahmen von SEM benutzt werden. Da Google die erfolgreichste Suchmaschine auf dem Markt ist, ist es für viele Marketer logisch, dass sie ihre Werbung auch dort platzieren. Doch je nach Zielgruppe und Branche können hier auch andere Suchmaschinen überraschend gute Ergebnisse erzielen.

Wenn es um Kampagnen via Google (oder auch Bing, Yahoo, etc.) geht, ist oft vor allem wichtig, an wen diese gerichtet sind und wie sie verrechnet werden. Der Begriff "PPC" (pay-per-click) ist dabei maßgeblich für die meisten Kampagnen. So wird die Werbung/Anzeige angezeigt, man bezahlt jedoch nur, wenn der Nutzer diese auch angeklickt hat. Noch attraktiver ist CPA (cost-per-acquisition), wo erst eine bestimmte vollzogene Handlung des Nutzers (etwa die Konversion oder das Ausfüllen eines Formulars) berechnet wird.
Auch weit verbreitet, aber weniger populär ist derweil die Bezahlung nach Reichweite, oder auch CPM (cost-per-mille, wobei "mille" für "1000" steht), da dort bei 1000 angezeigten Anzeigen berechnet wird, unabhängig davon, wie viele der Nutzer die Anzeige geklickt haben.

SEM als Teil einer umfassenden Marketingstrategie



Wie so gut wie jede Marketing-Strategie funktioniert SEM nur dann, wenn es als Teil eines in sich stimmigen Ganzen verstanden wird. Wer viel in bezahlte Kampagnen investiert, aber die On-Page-SEO-Maßnahmen ignoriert oder schwachen Content anbietet, der wird langfristig nicht glücklich.
So müssen die Anzeigen auch Links enthalten, die den Nutzer bei Interesse genau das bieten, was er auch erwartet (beispielsweise eine attraktive Landing Page mit allen notwendigen Produktinformationen auf einem Blick). So minimal sie teilweise im AdWords-Bereich sind, müssen also die Texte der Anzeigen gut durchdacht werden und zum Unternehmen und Angebot passen.
Außerdem sollte die Zielseite so konstruiert sein, dass der Nutzer sich intuitiv zurechtfindet und klare Handlungshinweise erhält. Sprich, wenn der Nutzer geklickt hat, sollte er auf einer Seite landen, die zum Recherchieren, Interagieren oder Konvertieren einlädt.

Darüber hinaus sollten natürlich die Ziele einer SEM-Kampagne inklusive KPIs klar definiert werden. "Einfach mal so" Reichweite erzeugen ist oft ein eher schwaches Ziel. Vielmehr machen Kampagnen Sinn, wenn sie auf ein bestimmtes Produkt oder eine neue Veröffentlichung hinweisen bzw. Produkte an verschiedene Zielgruppen zu vermitteln.

Apropos Zielgruppen

Wer sich in SEM-Maßnahmen durch bezahlte Anzeigen einarbeitet, sollte sich vor allem am Anfang darüber bewusst sein, dass Google AdWords und Co sehr fein kalibriert werden müssen, damit sie auch wirklich die richtigen Zielkunden erreichen. Es empfiehlt sich daher insbesondere am Anfang, mit einem kleinen Budget das Tool kennenzulernen und alle Einstellungs- und Filtermöglichkeiten nach und nach anzupassen. Dies gilt übrigens ganz besonders für den B2B-Markt.

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