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Produktpiraterie: Verbraucher fordern mehr Schutz von Unternehmen

Neue Studie von MarkMonitor zum Thema Online-Shopping
MarkMonitor | 31.01.2019
Konsumenten sagen: Markenunternehmen sollten sie stärker vor Produktfälschungen schützen (Quelle: MarkMonitor) © MarkMonitor
 
Online-Shopping wird immer beliebter. Doch das ruft auch viele Betrüger auf den Plan. Dabei gehen die Produktfälscher so trickreich vor, dass es oft schwerfällt, sie zu enttarnen. 88 Prozent der Verbraucher erwarten deshalb bessere Schutzmaßnahmen von Markenunternehmen – so eine aktuelle MarkMonitor-Studie.

Weltweit haben laut Statista im Jahr 2018 rund 2,8 Milliarden Menschen online eingekauft. Bis im Jahr 2022 werden es voraussichtlich 3,2 Milliarden sein. Verbraucher schätzen am Shopping im Internet vor allem, dass es bequem ist, eine große Auswahl bietet und man dort günstige Angebote findet. Doch die Konsumenten sind sich auch der Gefahren bewusst, die im Netz lauern. So haben 46 Prozent Angst, ihre Kreditkarte beim Online-Shopping zu benutzen, und 45 Prozent befürchten, dass sie im Internet gefälschte Produkte erwerben. Das zeigt eine aktuelle Studie das Online-Markenschutzunternehmens MarkMonitor, für die 2.600 Verbraucher aus Großbritannien, den USA, Deutschland, Frankreich und Italien befragt wurden. Diese Ängste sind durchaus begründet: So haben alleine im vergangenen Jahr fast ein Viertel der Verbraucher bereits versehentlich ein gefälschtes Produkt online gekauft. 14 Prozent von ihnen sind sogar mehr als einmal Opfer von Betrügern geworden.

Markenbetrug ist keine Lappalie, sondern hat erhebliche Folgen sowohl für die betroffenen Marken als auch für ihre Kunden. Unternehmen erleiden dadurch Reputationsverluste und damit verbundene, nachhaltige Schäden an Umsatzzahlen. Es kann Jahre dauern, das Vertrauen von Kunden zurückzuerobern und das Ansehen der Marke wiederherzustellen. Verbraucher wiederum erhalten minderwertige Ware und werden um ihr Geld geprellt. Noch schlimmer aber ist, dass die Fälschungen Leib und Leben gefährden können. Denn schon längst bringen Produktpiraten nicht mehr nur nachgemachte Luxusartikel wie Schuhe, Uhren oder Handtaschen auf den Markt. Auch Fake-Medikamente, -Kinderspielzeug oder -Elektroartikel, die nicht den Sicherheitsvorschriften entsprechen, finden sich zu Hauf im Internet.

Betrug zu erkennen ist schwer

Um sich zu schützen, sind Kunden heute beim Online-Shopping vorsichtig geworden. Fast zwei Drittel der in der MarkMonitor-Studie Befragten lesen zum Beispiel erst Erfahrungsbericht zu einem Webshop, bevor sie dort etwas kaufen. 43 Prozent prüfen, ob die Website über ein SSL-Zertifikat verfügt, und ebenfalls 43 Prozent sehen sich die Rücksendeoptionen an. 39 Prozent der Verbraucher achten außerdem darauf, ob Rechtschreibung und Grammatik auf einer Website korrekt sind. Doch während es früher einfach war, anhand solcher Kriterien betrügerische Shops zu enttarnen, ist das heute schwieriger geworden. Denn die Produktpiraten gehen mittlerweile sehr professionell und gewieft vor und greifen Konsumenten auf allen Online Kanälen an. Dabei haben sie die größte Trefferquote ausgerechnet dort, wo sich Verbraucher am sichersten fühlen: auf Online-Marktplätzen, bei Links in Suchergebnissen und in Smartphone Apps. So halten 88 Prozent der Befragten Online-Marktplätze für vertrauenswürdig. Doch gleichzeitig wurden die meisten Opfer (26 Prozent) gerade dort übers Ohr gehauen.

Unternehmen müssen ihre Markenschutz-Strategie überdenken

Obwohl das Sicherheitsbewusstsein der Verbraucher steigt, wird es für sie immer schwieriger, Betrug zu erkennen. 88 Prozent der Befragten, die Opfer von Fälschern wurden, finden daher, dass Markenunternehmen sie besser vor Online-Betrügern schützen sollten. Dafür ist es nötig, verstärkt auf neue Technologien zu setzen. Viele Unternehmen orientieren sich bereits in diese Richtung, so die MarkMonitor-Studie The Future of Online Brand Protection — Threats, Trends and Business Impact, für die 600 Marketing-Entscheider aus fünf Ländern quer über alle Branchen hinweg befragt wurden. 39 Prozent nutzen bereits künstliche Intelligenz, um die Bedrohungslandschaft besser zu überwachen. 37 Prozent setzen Big Data Analytics für den Markenschutz ein und 33 Prozent Machine Learning.

Doch der Einsatz von neuen Technologien reicht im Kampf gegen Online-Betrüger nicht aus. Vielmehr sollten Unternehmen auch den Rat eines erfahrenen Online-Markenschutz-Experten einholen. Dieser verfügt nicht nur über die notwendigen Mittel, um Produktpiraten aufzuspüren, sondern bietet auch effektive Strategien und Lösungsansätze, um gegen sie vorzugehen. Wichtig ist beispielsweise eine umfassende Domain-Management-Strategie, mit der sich das komplette Domain-Portfolio einer Marke schützen lässt. Auch wenn es daran geht, rechtliche Schritte gegen Betrüger einzuleiten, kann ein Online-Markenschutz-Anbieter wertvolle Hilfestellung leisten.

Fazit

Angesichts der verschärften Bedrohungslage ist es für Markenunternehmen wichtiger denn je, sich selbst und ihre Kunden vor Produktpiraten zu schützen. Denn während Verbraucher beim Online-Shopping zwar sicherheitsbewusster und vorsichtiger geworden sind, agieren Betrüger immer trickreicher und professioneller. Um Kriminellen im Internet Paroli zu bieten, brauchen Unternehmen eine umfassende Markenschutzstrategie, die neue Technologien wie KI und Big Data Analytics einschließt. Zudem ist auch die Expertise von Online-Markenschutz-Anbietern grundlegend, um Betrügereien nicht nur aufzuspüren, sondern auch aktiv zu bekämpfen. Nur so können Unternehmen ihrer Verantwortung den Kunden gegenüber gerecht werden und Schaden vermeiden.

Die vollständige Studie finden Sie hier: https://www.markmonitor.com/brand-protection-domain-management-resources/anticounterfeiting-whitepapers-datasheets/g/holiday-online-shopping-survey-brand-protection-barometer-2018?cid=PR