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Onlineshop erstellen lassen – mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Unternehmer sind oft schockiert wegen der Kosten, die für für einen Onlineshop anfallen. Hier erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.
Christoph Gärtner | 26.04.2019
Onlineshop erstellen © stock.adobe
 
Unternehmer, die einen Onlineshop erstellen lassen möchten, sind oft schockiert über die hohen Kosten, die anfallen können. Ich möchte Ihnen diese Unsicherheit nehmen und erkläre Ihnen in diesem Artikel, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten und wie sich die einzelnen Shopsysteme voneinander unterscheiden.

Den Onlineshop erstellen lassen – überlassen Sie die Arbeit Experten



Die Erstellung eines Onlineshops ist ein komplexer Prozess, der einiges an Fachkenntnissen erfordert. Ich empfehle Ihnen daher dringend eine Agentur mit der Umsetzung zu beauftragen. Diese sorgt nicht nur für eine funktionale Umsetzung, sondern steht Ihnen dank ihrer Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite. So vermeiden Sie langfristig Fehler, die starke Auswirkungen auf Ihre Umsätze haben könnten. Ganz nach dem Motto: Schuster bleib bei deinen Leisten!

Wer einen Onlineshop erstellen lassen möchte, sollte Wert auf Qualität legen. Nur ein hochwertiger, funktionaler und benutzerfreundlicher Onlineshop macht Umsatz. Bei einem hochwertigen Onlineshop sollten Sie mit Kosten um die 20.000 Euro rechnen. Nach oben hin sind dem natürlich keine Grenzen gesetzt, so befinden sich große Onlineshops mit einer komplexen Funktionalität in Millionenhöhe.

Vergleichen Sie das mit einem gut sortierten Geschäft in der Innenstadt. Am Anfang müssen Sie auch viel Geld in die Renovierung und die Ausstattung investieren, damit Kunden gerne Ihren Laden besuchen. Genauso verhält es sich auch bei einem Onlineshop und die Investition lohnt sich! Immer mehr Menschen shoppen mittlerweile bequem von zu Hause aus. Händler sollten E-Commerce also zu ihrem Vorteil nutzen.

Welches Shopsystem ist das Beste?



Das hängt ganz von den Anforderungen des Onlineshops ab. Je nach Shopsystem werden Kunden natürlich die unterschiedlichsten Funktionen geboten – doch die haben auch ihren Preis.

Hier gelangen Sie zu einer übersichtlichen Tabelle mit wichtigen Infos zu gängigen Shopsystemen:

https://pixelwerker.de/wp-content/uploads/2018/06/Shopsysteme.png

Die Website www.votum.de gibt einen tollen Überblick über sechs bekannte Shopsysteme. Den Meisten fällt zunächst die enorme Preisspanne der verschiedenen Anbieter ins Auge. Während die Erstellung eines Shops mit Shopware bei ca. 50.000 Euro liegt, kostet er bei hybris und SPRYKER gleich eine Million Euro oder mehr.

Nicht vom Stuhl kippen, das hat eine einfache Erklärung. Shopware richtet sich an kleine und mittelständige Unternehmen und bietet Website Erstellung nur im B2C Bereich an, während die hochpreisigen sowohl den B2C, als auch den B2B Bereich abdecken und sich vor allem an Großunternehmen richten.

Eine Website, wie Lufthansa beispielsweise, verfügt über ein Höchstmaß an Funktionalität. Fällt das System einmal aus, können keine Flüge mehr gebucht werden und es kommt zu schwerwiegenden Fehlern, die einen Umsatzausfall in Millionenhöhe zur Folge haben könnten. Dementsprechend lohnt es sich hier mehr Geld in den Onlineshop zu investieren.

Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen reicht ein günstigerer Shop normalerweise aus. Dieser verfügt über die gängigen Funktionen und kann dennoch individuell umgesetzt werden.

Mal abgesehen vom Preis, welche Rolle spielen für einen Gründer die einzelnen Faktoren in der Tabelle? Also erstmal ist es wichtig zu wissen, dass Werbeagenturen zumeist mit einer Shopware arbeiten, in der sie dann mittlerweile auch erprobt sind. Da wird die Entscheidung dem Kunden schon abgenommen, beziehungsweise Du als Kunde kannst Dich umfassend beraten lassen, welches Shopsystem das Richtige für Dich ist.

Die Anzahl der Partneragenturen kann ein wichtiges Argument für die Wahl eines Shopsystems sein. So hatte Shopware im August 2017 900 Partneragenturen, während Intershop nur ca. 60 hatte. Es wäre also bei einem Wechsel der Agentur einfacher eine Neue zu finden, die mit dem Onlineshop arbeiten kann, wenn die Website mit Shopware erstellt worden wäre.


Butter bei die Fische – Diese Kosten sollten Sie einplanen


Mittlerweile wissen Sie schon, dass die Kosten von dem Umfang und dem Grad der Funktionalität des Onlineshops abhängen.

Onlineshops werden individuell angepasst. Bei einem kleinen und vergleichsweise einfachen Onlineshop können Sie mit ca. 4.000 Euro rechnen. Ein Onlineshop mit individuell angepassten Funktionen hingegen kostet mindestens 20.000 bis 30.000 Euro. Die Kosten für den Onlineshop hängen natürlich auch von der jeweiligen Online-Marketing-Agentur ab.

Bei einem hochwertigen Shopware Shop mit individuellen Funktionen und einem einzigartigen Designs, können die Kosten schon bei 50.000 bis 120.000 Euro liegen.

Weitere Kosten, die Sie einplanen sollten


Die bisherigen Kosten beziehen sich nur auf die reine Erstellung des Onlineshops. Es kommen allerdings noch ein paar Posten hinzu. Damit Sie am Ende nicht überwältigt von den Kosten sind, habe ich für sie eine kleine Übersicht zusammengestellt:

Lizenzen


Je nach Shopwaresystem fallen unterschiedlich hohe Lizenzkosten an. Bei Shopware werden beispielsweise diverse Editionen angeboten, die jeweils einen spezifischen Leistungsumfang bieten. Die Community Edition ist mit ihren Standardleistungen kostenlos. Für individuelle Funktionen empfiehlt sich die Lizenzierung der Professional Edition für 1.295 Euro – die entsprechende Edition kostet bei OXID 2.990 Euro – oder der Professional Plus Edition für knapp 6.000 Euro.

Zahlungssysteme


Zahlungsanbieter erheben in der Regel eine Grundgebühr je Bestellvorgang. Hinzu kommt eine prozentuale Provision pro Zahlung. Bei inländischer Währung erhält Paypal beispielsweise einen Umsatz von 0,35 Euro zuzüglich 1,9 Prozent bei 5.000 Euro monatlichem Umsatz. Daher lohnt sich Paypal weniger, wenn Sie vorrangig Produkte im 1 Euro-Bereich anbieten.

Allerdings sollten Sie auch immer die Wünsche der Zielgruppe bedenken. Die meisten Internetshopper bevorzugen mittlerweile die Zahlung via Paypal. Sie würden ihnen also entgegenkommen und die Kaufbereitschaft steigern, wenn sie sich dennoch für dieses Zahlungssystem entscheiden.

Die Wahl der Zahlungsmethoden ist also abhängig vom Konzept Ihres Onlineshops und ihrer Zielgruppe.

Das CRM-System



Die meisten Onlineshops bringen direkt ein Warenwirtschaftssystem mit. Dieses verfügt allerdings nur über Standardfunktionen und reicht in vielen Fällen nicht aus. Falls das auf Sie zutrifft, sollten Sie sich nach einem anderen CRM-System umsehen. Einige können kostenlos genutzt werden, wie beispielsweise Bitrix, andere beginnen bei einem Betrag von 30 Euro monatlich.

Weitere Online-Marketing Maßnahmen


Ihr Onlineshop kann noch so hochwertig sein, das bringt leider gar nichts, wenn Sie sich noch nicht auf dem Markt etabliert haben und nicht von Internetnutzern in den Suchergebnissen gefunden werden können. Nach der Erstellung des Onlineshops sollten daher auch diverse Online-Marketing Maßnahmen ergriffen werden, um die Reichweite zu steigern.

Dazu zählen umfassende Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung, denn je höher die Position in den Suchergebnissen, desto mehr Traffic generiert Ihr Onlineshop.

Außerdem kann je nach Zielgruppe eine Bewerbung über Social Media sinnvoll sein.

Weiterhin sollten Sie regelmäßig die wichtigsten KPI’s (Key Performance Indicators) auswerten (lassen), um dauerhaft die User Experience Ihres Onlineshops und damit auch die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Die Investition in einen Onlineshop lohnt sich


Immer mehr Käufe werden mittlerweile im Internet getätigt. Der Onlineshop ist Ihr Marktplatz und er hat 24 Stunden am Tag geöffnet. Daher lohnt es sich, in einen hochwertigen Onlineshop mit einer hohen User Experience und vor allem guter Funktionalität zu investieren. Minderwertige Onlineshops bringen auf Dauer keinen Profit und verhindern auch die langfristige Kundenbindung.

Bei einem Onlineshop sollte man daher nicht am falschen Ende sparen, sondern lieber in eine zukunftsfähige Lösung investieren.