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Social Media – interaktive Kommunikation für Unternehmen

Die sozialen Medien dürfen heute als der am schnellsten wachsende Trend in der Geschichte der Welt gelten.
Jakob Ruprecht | 29.04.2019
© Jakob Ruprecht
 
Die sozialen Medien haben die Art der zwischenmenschlichen Kommunikation umfassend revolutioniert und sind aus öffentlicher und privater Kommunikation kaum noch wegzudenken. Für viele Menschen gehören Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, LinkedIn oder auch XING zu den regelmäßig genutzten Kommunikationskanälen. Aus diesem Grund spielen diese Plattformen auch für Unternehmen eine zentrale Rolle. Die Größe des Unternehmens ist dabei nicht entscheidend. Soziale Medien sind für den Ein-Mann-Betrieb genauso geeignet wie für den Weltkonzern.

Welche Vorteile haben soziale Medien für Unternehmen?



• Soziale Medien sind wichtige Instrumente, um Interesse beim Publikum zu erzeugen.
• Soziale Medien dienen als Recherche-Tools. Hier können Unternehmen Informationen über die Bedürfnisse und Denkweisen ihrer Zielgruppen einholen.
• Soziale Medien helfen Unternehmen dabei, ein breiteres Publikum außerhalb ihres normalen Kundenstammes zu erreichen.
• Soziale Medien können den Bekanntheitsgrad eines Markennamens steigern.
• Soziale Medien ermöglichen eine direkte Interaktion mit den Kunden.

Der Start ins Social-Media-Marketing



Social-Media-Marketing gehört in den Bereich des Online-Marketings. Dabei werden die Webseiten der sozialen Netzwerke als Marketing-Tools genutzt. Ziel ist die Erstellung von Inhalten, die User in ihren Gruppen und Netzwerken teilen. Die Botschaft verbreitet sich, die Bekanntheit der Marke bzw. des Unternehmens ebenso. Und letztlich erweitert sich der Kreis potenzieller Kunden. So viel zur Theorie. Doch wie sieht der Start ins Social-Media-Marketing aus? Werfen wir einen Blick auf die 4 wichtigsten Plattformen.


1. Facebook



Facebook ist bis heute das größte soziale Netzwerk. Es verbindet nicht nur Freunde und Familienmitglieder in aller Welt, es überbrückt auch die Lücke zwischen einer Marke und ihren Anhängern. Mit Facebook wurde die unmittelbare Online-Interaktion auf eine völlig neue Ebene katapultiert. Heute nutzen rund 2,32 Milliarden Menschen Facebook mindestens einmal im Monat (monthly active user = MAU).

Die Forschung hat herausgefunden, dass die aktiven User bei Facebook sowohl männlich als auch weiblich sind und allen Altersgruppen angehören. Die aktivsten unter ihnen sind allerdings Männer zwischen 25 und 34.

Starten mit Facebook-Marketing



Wenn Sie Facebook als Marketing-Tool nutzen wollen, sollten Sie Folgendes beachten:
• Das erste und wichtigste Marketing-Tool für Unternehmen sind Facebook-Seiten. Eine Seite ist das Informationszentrum für Marken, egal ob es sich um eine Firma, ein Produkt, eine Dienstleistung, einen Experten oder eine berühmte Person handelt.
• Markiert ein User eine Seite mit „Gefällt mir“ oder „Folgen“, erscheint jede Aktualisierung dieser Seite automatisch in seinem Verlauf. Ein aussagekräftiges Profil der Marke oder des Unternehmens auf der Seite ist daher extrem wichtig. Das Unternehmens- oder Markenlogo als Profilbild sowie ein informativer „Über uns“-Bereich sind schon mal ein guter Anfang.
• Posten Sie regelmäßig nützliche Informationen in Ihrem Verlauf, mit denen die User etwas anfangen können. So folgt man Ihnen gerne.
• Sie haben auch die Möglichkeit, Anzeigen via Facebook zu schalten. Wenn Sie Ihre Zielgruppe in Bezug auf Alter, geografische Region, Hobbys oder genutztes Endgerät definieren, spielt Facebook Ihre Anzeigen genau dort aus. Facebook hat angeblich eines der am meisten zielgerichteten Online-Anzeigenprogramme.
• Facebook stellt verschiedene Anzeigenformate, wie Bilder, Videos, Leads Ads, Kataloge, Karusselle oder Stories, zur Verfügung. Jedes Format hat seine eigenen Vorteile, der Einsatz richtet sich nach dem jeweiligen Marketingziel.
• Nutzen Sie die Auswertungsfunktionen Ihrer Facebook-Seiten um zu sehen, wer Ihre Kunden sind, wo sie sich befinden und wie sie mit Ihrer Seite und einzelnen Einträgen umgehen.


2. Instagram



Instagram ist die beliebteste Plattform, um Fotos zu teilen. Hier können User ihre Bilder direkt einstellen und mit Freunden und Followern in ihrem Netzwerk teilen. Im Juni 2018 hatte Instagram weltweit eine Milliarde MAUs (monthly active users) und 500 Millionen DAUs (daily active users). Die 18- bis 34-Jährigen stellen die größte Nutzergruppe. Etwa 72 % aller Teenager nutzen diese Plattform.

Instagram gilt als „neue Heimat für Marken“, da hier die Anhänger ihrer Marke gegenüber loyal sind, die Beteiligungsrate hoch ist und Geschäftsziele erreicht werden können.

Starten mit Instagram-Marketing:



Wenn Sie Instagram als Marketing-Tool nutzen wollen, sollten Sie Folgendes beachten:
• Beginnen Sie mit der Erstellung eines Instagram-Geschäftskontos und geben Sie alle wichtigen Informationen zum Unternehmen wie Kontaktdaten, Biografie und Adresse ein.
• Bevor Sie darüber nachdenken, welche Inhalte Sie posten, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wer diese lesen soll. Bestimmen Sie also Ihre Zielgruppe so exakt wie möglich.
• Legen Sie möglichst konkrete Gesamt- und Teilziele für Ihre Kommunikation fest und bleiben Sie diesen treu.
• Sobald sich die Seite auf Instagram verfolgen lässt, werden die Follower regelmäßig neue Einträge erwarten. Sie müssen deren Bewusstsein für Ihre Marke permanent aufrechterhalten und sie durch interessante Inhalte bei der Stange halten. Allerdings sollten Sie die Follower nicht mit einem Zuviel überfordern, so dass sie sich von Ihrer Seite abmelden.
• In der Interaktion mit den Followern sind zwei Maße wichtig, die im Blick behalten werden sollten. Erstens das Bewusstseinsmaß: Hierzu gehören Markenbewusstsein, Follower-Zuwachsrate und Eintragsreichweite. Das zweite ist das Beteiligungsmaß. Hierzu gehören die Beteiligungsrate (basierend auf „Gefällt mir”) und die Verbreitungsrate (basierend auf „Teilen“).
• Bei Instagram dreht sich alles um das Teilen von interessanten Inhalten. Daher ist eine hochwertige ästhetische Visualisierung wichtig, die zu Ihrem Unternehmen passt.
• Auch auf Instagram können Sie werben. Man unterscheidet vier Arten von Werbung:
1. Bilder von Ihren Produkten
2. Videos mit einer Dauer von bis zu 60 Sekunden
3. Karussell-Werbung, d.h. bis zu 10 Bilder oder Videos, durch die sich der User durchklickt oder -wischt, wobei jedes mit einer Handlungsaufforderung (CTA = call to action) und einer Kontaktmöglichkeit zur Firmenwebseite versehen ist
4. Instagram Stories, also bildschirmfüllende Fotos oder Videos, die für 24 Stunden online sind und geteilt werden können
• Instagram bietet diverse Analyse-Tools, mit denen Sie die Reichweite Ihrer Einträge, den Umgang mit den Einträgen und die Profilbesuche nachvollziehen können. So können Sie jederzeit und schnell die Leistung Ihres Profils kontrollieren.


3. LinkedIn



LinkedIn ist ein soziales Netzwerk, das sich auf den internationalen Geschäftsbereich konzentriert und Experten diverser Branchen miteinander verbindet. Nach aktuellem Stand sind bei LinkedIn ca. 240 Millionen User aktiv. Der Vorteil für Unternehmen: Sie können in passende, bereits bestehende Verbindungen eintreten und so ihren Markennamen verbreiten.

LinkedIn ist der Kanal, über den B2B-Marketingfachleute Inhalte weitergeben. Es wird von 93 % dieser Zielgruppe als die effektivste Seite zur Lead-Erstellung angesehen.

Starten mit LinkedIn-Marketing:



• Wichtiger erster Schritt ist die Erstellung eines aussagekräftigen Firmenprofils.
• Danach sollten für die vernetzten Experten wertvolle Inhalte eingestellt werden. Je besser nützlicher bzw. relevanter diese Inhalte sind, desto besser werden bestehende Follower gehalten und neue gewonnen. LinkedIn empfiehlt mindestens einen Eintrag pro Wochentag.
• Da es sich bei LinkedIn um eine Plattform für Profis handelt, sollte diese auch professionell genutzt werden. Teilen Sie informative Blogs, Zeitungsartikel oder anregende Bilder und halten Sie das Interesse Ihres Publikums mit aktuellen Pressemeldungen aus Ihrem Unternehmen oder neuesten Stellenanzeigen aufrecht.
• Werden Sie Mitglied in LinkedIn-Gruppen oder erstellen Sie eine eigene Gruppe. So können Sie sich mit anderen Experten oder Unternehmen aus derselben Branche verbinden. Zudem werden durch wertvolle Interaktionen und Gruppendiskussionen neue Follower auf die Unternehmensseite gelockt.
• Auch LinkedIn stellt Analyse-Tools zur Verfügung, mit denen Sie sich darüber informieren können, wer Ihre Unternehmensseite besucht und wie Ihre Inhalte genutzt werden. Auf diese Weise können Sie die Effektivität Ihres LinkedIn-Marketings optimieren.


4. YouTube



YouTube ist die gängigste Webseite, um Videos zu teilen. Registrierte User können Videos hochladen und mit jedem teilen, der Zugang zur Webseite hat. Die Videos können auch auf anderen Seiten geteilt werden. Aktuell besuchen jeden Monat rund 1,9 Milliarden eingeloggte Mitglieder YouTube.

Starten mit YouTube-Marketing:



• Erstellen Sie zuerst einen YouTube-Kanal für Ihr Unternehmen und entwerfen Sie ein attraktives Kanalprofil.
• Wie bei allen anderen Social-Media-Plattformen ist es wichtig, seine Zielgruppe zu kennen. Definieren Sie also Ihr Zielpublikum.
• Erstellen Sie im Anschluss Videos mit aussagekräftigen Inhalten. Sie sollten einen interessanten Titel haben, der die passenden Schlagwörter enthält, um die Zielgruppe zu erreichen. Verwenden Sie trendige Hashtags in der Videobeschreibung sowie ansprechende Thumbnails, um die Aufmerksamkeit eines großen Publikums auf sich zu ziehen.
• Eine weitere Möglichkeit sind YouTube-Werbeformen wie überspringbare Videos, nicht-überspringbare Videos, Bumper-Werbungen und ähnliches.
• YouTube verfügt zudem über eine Gemeinschaftsseite, die Ihnen dabei hilft, sich über Ihr Publikum zu informieren. Über diese können Sie direkt mit den Abonnenten Ihres Kanals interagieren. Sie können Fragen einstellen oder Umfragen erstellen, um noch mehr Erkenntnisse über Ihr Publikum zu gewinnen.
• Über die YouTubeAnalyse-Tools können Sie sich über signifikante Veränderungen bei der Abonnentenzahl, eine sich verändernde Nutzerdemografie und genutzte Endgeräte (Handy, Computer, Smart TV, etc.) informieren.