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Domain-Management: Tipps für Markenunternehmen

Domain-Sicherheit ist zunehmend ein Thema für Markenunternehmen, das zeigt eine aktuelle Studie von MarkMonitor.
MarkMonitor | 08.07.2019
Die Umfrage untersucht, welche die größten Herausforderungen beim Domain-Management für Markeninhabern sind und leitet wertvolle Tipps ab, wie sie ihre Domains besser schützen können.

Domains sind wichtiger Bestandteil einer Markenstrategie. Dabei reicht es nicht, eine passende Domain zu registrieren. Stattdessen müssen Unternehmen Markenvarianten, Kampagnen- und Regionaldomains im Rahmen einer individuellen Strategie berücksichtigen, Domains sicher verwalten und kontinuierlich überwachen. Das macht Domain-Management zu einer komplexen Aufgabe, die vielfach unterschätzt wird.

Die aktuelle Studie erhebt die größten Herausforderungen, denen Markenunternehmen bei ihrer Domain-Verwaltung begegnen. Die Ergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: Unternehmen fühlen sich mit ihrem Domain-Management häufig überfordert. So gaben 34 Prozent an, dass sie es schwierig finden, den Überblick über ihre Domains zu behalten. 40 Prozent haben zudem Probleme damit, die damit verbundenen Kosten zu stemmen und 56 Prozent plagen Sicherheitsfragen.

Wie Unternehmen diesen Herausforderungen begegnen sollten, erklärt Stefan Moritz, Regional Director Central Europe, MarkMonitor anhand der folgenden Tipps:

1. Domain-Portfolio sichten

Markenunternehmen haben heute viele verschiedene Domains und Sub-Domains registriert. Laut der MarkMonitor-Studie besitzen 39 Prozent der Befragten mehr als 100 Domains – bei sieben Prozent davon sind es sogar mehr als 1.000. Sorgfältige Aufzeichnungen über alle Domain-Namen relevanter Marken sind ein Grundstein für den Domain-Schutz – über alle lokalen Büros und globalen Standorte eines Unternehmens hinweg. Ein spezialisierter, global tätiger Registrar sowie versierte Online-Markenschutz-Experten können helfen, Licht ins Dunkel zu bringen und das Domain-Portfolio umfassend zu sichten, zu optimieren und zu schützen.

2. Geeigneten Registrar finden

Ein guter Registrar gehört zum kleinen Einmaleins des Domain-Schutzes. Er sollte robuste Security-Maßnahmen nutzen, Know-how über die Bedrohungslandschaft und notwendige Sicherheitspraktiken besitzen und beispielsweise auch keine automatisierten E-Mails als primäres Kommunikationsmittel einsetzen. Zwei-Faktor-Authentifizierung und ein starkes Passwort-Management, das regelmäßige Änderungen erzwingt, sprechen ebenfalls für den Registrar. Er sollte zudem bei der Überwachung von Domains und anderen Online-Risiken unterstützen.

3. Budget bereitstellen

Lediglich 44 Prozent der Befragten haben ein dediziertes Budget für Online-Markenschutz. Aus dieser Gruppe investieren 43 Prozent ein Viertel bis die Hälfte dieses Budgets für Domain Management. 44 Prozent setzen denselben Anteil für Domain-Sicherheit ein. 49 Prozent der Unternehmen haben gar kein Budget für Online-Markenschutz vorgesehen. Das kann schwere Konsequenzen haben, denn werden Domains für kriminelle Zwecke missbraucht, drohen Umsatzeinbußen oder gar der Vertrauensverlust der Kunden. Trifft ein Hacker beispielsweise die Domain des Onlineshops der Marke, geht diese offline und alle Verkäufe werden gestoppt. Unternehmen müssen ausreichend Mittel für ihre Online-Markenschutz-Strategie aufwenden, wollen sie sich ausreichend schützen.

4. Ballast abwerfen

Um mehr Ressourcen für den Domain-Schutz zur Verfügung zu haben, sollten Unternehmen ungenutzte Webadressen aufgeben oder verkaufen. Auf diese Weise verschaffen sie sich mehr Kapital, um ihre wirklich wichtigen Domains abzusichern. Viele der Befragten betreiben dementgegen keine effektive Portfolio-Optimierung. 32 Prozent monitoren den Wert ihrer Domains nicht. Das heißt, sie zahlen für Domains, die sie vielleicht gar nicht mehr nutzen oder die ihnen keinen Nutzen bringen. Bei über einem Drittel der Unternehmen (36 Prozent), wird die Hälfte bis drei Viertel des Domain-Portfolios aktiv genutzt, bei 28 Prozent lediglich ein Viertel bis die Hälfte und bei 18 Prozent nur bis zu einem Viertel.

5. Silo-Ansatz durch Abteilungsmix ersetzen

Das Domain-Management liegt oftmals in den Händen von nur einer Abteilung – meistens IT und IT-Sicherheit (46 Prozent), Recht (16 Prozent) oder Marketing (13 Prozent). Beim Prozess der Domain-Verlängerung ist teilweise sogar nur eine Einzelperson zuständig (21 Prozent). Angesichts der immer ausgefeilteren Angriffsmethoden von Cyber-Kriminellen ist dieser isolierte Ansatz jedoch riskant. Vielmehr ist Know-how aus verschiedenen Abteilungen gefragt, um das Domain-Portfolio unternehmensweit zu schützen. Eine solche übergreifende Strategie verfolgen allerdings erst 13 Prozent der Befragten.

Fazit

Domains sind ein wertvolles Gut von Markenunternehmen. Sie dürfen daher ihr Domain-Management nicht vernachlässigen, sondern müssen die Weichen für eine effektive Online-Markenschutz-Strategie stellen. Um keine wertvollen Ressourcen zu vergeuden oder sich angreifbar zu machen, müssen sie ihr Domain-Management professionalisieren und ihr Portfolio grundlegend überarbeiten. Zudem ist ein abteilungsübergreifender Ansatz gefragt: IT-, Rechts- und Marketing-Abteilungen müssen gemeinsam versuchen, den bestmöglichen Markenschutz zu erreichen. Ein Online-Markenschutz-Experte kann Unternehmen bei dieser komplexen Aufgabe mit Know-how und Erfahrungswerten zur Seite stehen und mit modernen Domain-Management-Lösungen unterstützen.


Zur Studie:
In der aktuellen Studie von MarkMonitor gaben die Befragten Auskunft über ihre Erfahrungen mit Domain-Management und -Sicherheit sowie weiteren Online-Markenschutz-Maßnahmen ihres Unternehmens. Es nahmen 700 Entscheider aus Marketing-, Rechts- und IT-Abteilungen aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien teil. Die Interviews wurden im April 2019 online durchgeführt. Den Studienreport finden Sie hier: https://www.markmonitor.com/brand-protection-domain-management-resources/anticounterfeiting-whitepapers-datasheets/g/global-online-protection-business-survey-q1-2019?campaignname=2019_Digital_Defender_Campaign_MM&campaignid=7010d000001PiKI&utm_campaign=barometer_h12019_pr&utm_source=trade_publication&utm_medium=email