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Das richtige Design für den Facebook Boost

Wenn ein Facebook-Post zur Anzeige werden soll, kommt es auf die Bildauswahl an.
Shutterstock | 28.10.2020
Über originelle Postings Aufmerksamkeit generieren @Sasha Ka / Shutterstock © Shutterstock
 

Wer Facebook für sein Business benutzt, kennt sicherlich die Option „Beitrag bewerben“ – im englischen „Boost Post“. Damit bietet Facebook Unternehmen die Möglichkeit, wertvolle Reichweite zu generieren – und zwar über die Follower hinaus, die die Unternehmensseite bereits abonniert haben. Die Funktion erlaubt es, Beiträge ganz gezielt an eine demographische Wunsch-Zielgruppe auszuspielen: zum Beispiel an Frauen in Deutschland im Alter von 20 bis 30 Jahren, die sich für Outdoor-Sportarten interessieren. Grundsätzlich kann jegliche Art von Beiträgen „geboostet“ werden – seien es Bilder, Videos, Texte oder Links zu Artikeln und Websites. Mit dem Facebook Boost richtet sich die Plattform vor allem an kleinere Unternehmen und Marken, hinter denen keine großen Werbeagenturen stecken. In Eigenregie kann hier einfach und schnell Werbung kreiert werden. Damit ein Beitrag aber wirklich die volle Aufmerksamkeit der Zielgruppe erhält, ist es wichtig, bei der Kreation gewisse designtechnische Aspekte zu berücksichtigen. Wir geben hierzu im Folgenden einige Insights.

Wie gestaltet man also einen Facebook-Post, der die Betrachter in ihren Bann zieht? Zunächst einmal muss das Ziel des Postings so spezifisch wie möglich definiert werden und auch messbar sein. Beispielsweise könnte der Beitrag darauf abzielen, den Absatz eines neu gelaunchten Produkts zu steigern oder die Anzahl der Follower um einen bestimmten Prozentsatz zu erhöhen. Mit dem konkreten Business-Ziel im Kopf kann die Gestaltung Form annehmen.

 

Die richtige Bildauswahl

Bei einem visuellen Medium wie Facebook ist die Wahl des richtigen Bildes, das die Botschaft begleitet, von entscheidender Bedeutung. Studien zeigen, dass fotobasierte Facebook-Posts wirksamer als Textbeiträge und Links sind, wenn es darum geht, die Betrachter zu fesseln. Drei mögliche Bild-Kategorien sind dabei besonders erfolgsversprechend: außergewöhnliche Produktaufnahmen, Fotos von Menschen mit Emotionen oder in Interaktion sowie eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen.

Bei der Auswahl des Bildes sind noch weitere Kriterien entscheidend:

- Das Bild sollte zur bereits „gelernten“ Ästhetik des Unternehmens passen. Es sollte die Werte der Marke widerspiegeln und die Gefühle ausdrücken, die Kunden für die Marke empfinden – von frisch und verspielt bis hin zu traditionell oder minimalistisch.

- Ebenso sollte das Bild die Farbpalette aufgreifen, dir zur Marke passt und eine gewünschte Stimmung transportiert. Dies kann auch durch Filtereffekte erzielt werden. Wenn die Bildsprache des Unternehmens, zum Beispiel auf der Unternehmens-Website, typischerweise eher warm als kühl ist, sollten sich auch einzelne Facebook-Beiträge darin einfügen, um ein einheitliches, zusammenhängendes Erscheinungsbild zu schaffen.

- Wenn ein Bild über einen klaren und zentralen Punkt verfügt, der den Blick auf sich lenkt, hilft das dem Betrachter beim Scrollen zu fokussieren. Dieser Punkt kann zum Beispiel ein Gesicht oder ein auffälliges Objekt in einer Landschaft sein. Bei einer Größen- und Formatänderung des Bildes sollte dieses Objekt erhalten bleiben.

- Kurze prägnante Texte in einem modernen Font oder das Logo des Unternehmens auf dem Foto können dabei helfen, Aufmerksamkeit zu erregen. Mit einfachen Bildbearbeitungstools wie dem Shutterstock Editor (https://www.shutterstock.com/de/editor/) kann man Schriften, Formen und Logos auf eigene Fotos oder auf lizensierte Bilder aus der Shutterstock Kollektion setzen. Die Bilder können hier mit Effekten sowie Filtern versehen und direkt in das gewünschte Format gebracht werden.

- Das Bild sollte originell, qualitativ hochwertig und gestochen scharf sein. Durch die API-Integration von Shutterstock in den Facebook Ads Manager können Unternehmen auf die Bilder der Kollektion zugreifen und sie direkt für ihre Kampagnen verwenden. Ein altes Foto aus dem Unternehmensarchiv, das schon mehrfach im Web verwendet wurde, erzielt nicht den gewünschten Effekt. Produkte können zum Beispiel durch die Wahl eines kreativen Hintergrunds neu in Szene gesetzt werden.

 

Viele dieser Regeln gelten nicht nur für statische Bilder, sondern auch für Videos oder animierte Grafiken. Bewegtbild hat tatsächlich noch einmal eine stärkere Anziehungskraft im Social Web. Untersuchungen zeigen, dass 84 Prozent der Verbraucher schon einmal ein Produkt oder eine Dienstleistung gekauft haben, nachdem sie ein Video einer Marke betrachtet haben. Auf Facebook können Video-Posts bis zu 59 Prozent mehr Engagement erzeugen als alle anderen Arten von Beiträgen.

Die Bilder oder Videos werden als Beitrag immer von einem Text begleitet – dieser sollte aber möglichst kurzgehalten werden. Ein einfacher Claim in Verbindung mit einem Call-to-Action, also einer direkten Aufforderung für den User, sind dabei am erfolgversprechendsten. Ein Anhaltspunkt ist den Text auf etwa 40 Zeichen zu beschränken.

Die Option des Boosts fließt idealerweise von vorne herein in die Facebook-Strategie einer Marke ein. Es ist sinnvoll alle Beiträge regelmäßig auf diese Option hin zu untersuchen und deren Performance nachzuhalten. So können Unternehmen nach und nach immer erfolgreichere (beworbene) Beiträge erstellen und auf diese Weise ihrer Social Media-Strategie einen echten „Boost“ verleihen.

 

Autorin: Flo Lau, Creative Director bei Shutterstock