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Warum Marketing auf Cloud-Daten setzen sollte

Um in unserer schnelllebigen Welt zu wissen, ob Kampagnen ankommen und das Budget effektiv genutzt wird, brauchen Marketer Dateneinblicke in Echtzeit.
Hannah Sinden | 17.01.2022
Warum Marketing auf Cloud-Daten setzen sollte © Freepik
 

Unterbrechungen sind die neue Normalität – Pandemien, Störungen der Lieferkette, Unwetterkatastrophen – sie alle verändern das Verbraucherverhalten und die Kaufgewohnheiten von einem Tag auf den anderen. Diese Veränderungen erschweren es den Marketern, zu wissen, ob ihre Botschaften noch immer richtig sind und ankommen, ob sie noch immer die richtigen Kanäle nutzen und das Budget so effektiv wie möglich einsetzen. Die einzige Möglichkeit, dies herauszufinden, sind Dateneinblicke in Echtzeit. Die Nutzung von Cloud-Daten ermöglicht den Marketingverantwortlichen, Conversion- und Akquisitionskosten direkt zu vergleichen. So lässt sich herausfinden, welche Marketingkampagnen oder Anzeigen besser performen, also zum Beispiel bei gleichen oder geringeren Kosten mehr Conversions generieren. 


Die Technologien dahinter

In früheren Phasen der Cloud-Entwicklung mag die Analyse von Cloud-Daten schwierig gewesen sein, aber mit der zunehmenden Verbreitung und Vereinfachung von Technologien hat sich das Sammeln, Verbinden, Abfragen und Nutzen von Daten vereinfacht. Cloud-basierte Lösungen bieten ein benutzerfreundliches Frontend für den Daten-Stack und erleichtern es, die in den Cloud-Daten verborgenen Erkenntnisse freizulegen. So können Informationen in Echtzeit zu Handlungsanweisungen werden. Mit fortschrittlichen Technologien wie Search können Marketingexperten wie bei einer Google-Suche beliebige datenbezogene Fragen stellen, wobei die Antworten sofort generiert und je nach Art der Daten in der am besten geeigneten Visualisierung dargestellt werden. KI-Algorithmen helfen dabei, Anomalien und Ausreißer in Cloud-Daten aufzudecken, Zusammenhänge  zu identifizieren und Aufwärts- oder Abwärtstrends in ungenauen Daten zu finden. Die Nutzer erhalten Antworten auf ihre Anfragen so schnell wie bei einer Google-Suche. Und dank Natural Language Processing (NLP) können sie die Fragen auch in natürlicher Sprache eingeben.

Hier sind Beispiele für fünf verschiedene Anwendungsfälle für diese Art der Live-Analytics, das Marketing durch tiefere Einblicke in Cloud-Daten unterstützt:



Den Customer Lifecycle mit Live-Analytics managen

Für Marketingfachleute ist es wichtig zu verstehen, was funktioniert und was nicht. Herkömmliche Dashboards können zwar eine statische Momentaufnahme der Kundenstimmung und des Kundenverhaltens liefern, doch die vordefinierten Templates machen es unmöglich, mit Veränderungen Schritt zu halten, geschweige denn auf sie zu reagieren. Mit KI- und suchbasierten Cloud-Analysen können Marketingexperten stattdessen einfach den Verlauf und Erfolg der Marketingmaßnahmen tracken.  So kann ein Marketingassistent mit einem solchen Tool zum Beispiel leicht herausfinden, welche Kunden im letzten Monat sechs oder mehr Mal in Bayern eingekauft haben, um Kontakte für eine bevorstehende gemeinsame Aktion mit einer Handelskette in der Region zu sammeln. Durch die Analyse des Kundenverhaltens einschließlich des Engagements und der Kaufaktivitäten über verschiedene Kanäle hinweg, erhält das Marketingteam ein besseres Verständnis dafür, wie, wo und wann es mit einem Kunden interagieren sollte. Dazu gehört auch, auf welche Art von Kommunikation diese Kunden  am besten reagieren sowie Strategien zur Verbesserung des Customer Life Time Values. 



Kundensegmente identifizieren

Ein weiterer Einsatzbereich für die Live-Analyse von Cloud-Daten ist die Identifizierung gut beziehungsweise weniger gut performender  Kundensegmente. Wenn das Marketingteam den Kundenstamm kennt und weiß, wie sich das Verhalten ändert, kann es die Segmente gezielter ansprechen, etwa eine bestimmte Altersklasse innerhalb des Kundenstamms. KI kann helfen, solche Trends oder Anomalien zu erkennen. Ein Beispiel: „In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen ist der Absatz von Produkt X in Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern um 20 Prozent gesunken.“ Auf Basis dieser Erkenntnis lassen sich Marketingkampagnen gezielt anpassen.



Erkenntnisse über Produkte erhalten

Mit demselben Verfahren kann das Marketingteam auch feststellen, welche Produkte, Produktattribute oder Varianten besser abschneiden als andere. Mit diesen Erkenntnissen können sie ihre Kampagnen rechtzeitig verfeinern und die Kundenabwanderung verringern. Eine typische analytische Frage könnte so aussehen: „Welches Umsatzwachstum hatten wir mit Produkt B, dem roten Modell, in der letzten Saison?“



Kundenerlebnisse personalisieren 

Wirksames Marketing war schon immer eine Frage der Überzeugung. Oft gelingt es nicht, eine breite Masse zu überzeugen. Stattdessen wollen Kunden und potenzielle Kunden personalisierte Botschaften und Angebote erhalten. Wenn ein Marketingteam einem Interessenten etwas Unwichtiges schickt, wird dieser die Nachricht ignorieren. Mit Live-Analytics können Marketingspezialisten Leads besser identifizieren und ihre Botschaften in Echtzeit auf das Kundenverhalten und die Marktveränderungen abstimmen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass sie die richtige Botschaft auf dem richtigen Kanal und zur richtigen Zeit übermitteln.



Kampagnenperformance messen

Google Analytics und Google Ads sind im digitalen Marketing allgegenwärtig. Doch vorgefertigte Berichte und die Tool-spezifischen Fachbegriffe machen es für Nicht-Experten schwierig, die für die Performance-Steuerung relevanten Erkenntnisse zu gewinnen und die Marketingausgaben zu optimieren. Live-Analytics in der Cloud vereinfacht es für das Marketingteam, die Leistung ihrer Google Analytics und Google Ad-Kampagnen besser zu verstehen. So können Marketingexperten etwa leicht feststellen, welche Anzeigengruppen einen Null- oder sogar negativen ROI aufweisen, und dieses Budget für Anzeigen mit besserer Performance verwenden. Die KI kann auch helfen, Trends bei steigenden oder sinkenden Absprungraten oder veränderter Verweildauer in bestimmten Regionen zu erkennen, sodass die Vermarkter ihre Aktivitäten entsprechend anpassen können.

Die Arbeit eines modernen Marketers hört nie auf. In der heutigen digitalen Welt kann man ewig an Slogans und Targeting basteln und trotzdem nie herausfinden, warum einige Kampagnen erfolgreich sind und andere nicht. Wenn jedoch alle im Marketingteam in der Lage sind, Daten innerhalb von Minuten zu analysieren und zu erforschen, können Trends und Marktveränderungen in Echtzeit erkannt und die Kampagnen entsprechend angepasst werden. So wird die richtige Botschaft auf dem richtigen Kanal zur richtigen Zeit übermittelt und eine messbare Wirkung erzielt. Daten waren in der Welt des Marketings noch nie so wichtig wie heute. Dank der neuen Technologien und Live-Analytics in der Cloud kann sich niemand mehr hinter dem berühmten Zitat von John Wanamaker verstecken: „Die Hälfte meiner Ausgaben ist verschwendet, ich weiß nur nicht, welche Hälfte“.

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Über Hannah Sinden

Als Director EMEA Marketing bei ThoughtSpot leitet Hannah Sinden das EMEA-Marketing-Team, das sie von Grund auf aufgebaut hat.

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