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5 Tipps wie hybrides Arbeiten gelingt

Hybrid Work kann unsere Arbeitswelt positiv beeinflussen, wenn alle Kollegen einbezogen werden und eine Zweiklassengesellschaft vermieden wird.
Ulrike Seminati | 29.03.2022
Homeoffice vs. Hybrid Work: 5 Tipps wie hybrides Arbeiten gelingt © Freepik / pressfoto
 

Der Ausbruch der Corona-Krise war nicht nur dafür verantwortlich, dass wir neue Regeln wie Social Distancing oder das Tragen eines Mundschutzes akzeptieren mussten. Corona hat auch unsere Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Viele Angestellte mussten ihren Arbeitsplatz im Büro gegen das Homeoffice eintauschen. Einige möchten jetzt so schnell wie möglich wieder zurück. Andere wissen die Vorzüge zu schätzen, die ihnen das Arbeiten in den eigenen vier Wänden bringt. Für Betriebsinhaber und Führungskräfte stellt sich deshalb die Frage, ob sich aus der Kombination von Büroarbeit und der Tätigkeit im Homeoffice (Hybrid Work) ein neues Arbeitsmodell entwickeln kann.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Um die tägliche Arbeit zu organisieren oder sich abzustimmen, führen sie regelmäßige Meetings durch, an denen alle Kollegen teilnehmen. Damit Sie die Meetings so effizient wie möglich gestalten können, müssen alle Teilnehmer im Vorfeld ausreichend informiert sein und wissen, was von ihnen erwartet wird.

Optimal ist es z. B., wenn Sie als Veranstalter den Kollegen nicht nur das Thema des Treffens nennen, sondern diese auch erfahren, was am Ende dabei herauskommen soll. Stellen Sie Ihren Kollegen rechtzeitig die notwendigen Informationen zur Verfügung, können diese sich auf das Meeting vorbereiten und jeder seinen Beitrag leisten.

Gemeinsam oder doch nicht

Bei einem Hybrid-Meeting kommen die Mitarbeiter im Büro und die Kollegen im Homeoffice zu einer gemeinsamen Besprechung zusammen. Für Sie als Organisator stellt sich die Frage, wo dieses Treffen stattfinden soll. Wählen sie hierfür einen Raum, in dem die Mitarbeiter aus dem Büro Platz nehmen. Die Kollegen, die sich im Homeoffice befinden, werden per Videokonferenz zugeschaltet. Um physische Barrieren zu vermeiden, läuft die Videokonferenz im Büro über einen Bildschirm. Alle Kollegen haben nur Papier und Stift zu Hand, um sich Notizen zu machen.

Hybrid Work darf nicht zur Zweiklassen-Gesellschaft führen

Nehmen alle Kollegen an dem Meeting teil, ist es wichtig, dass keine Zweiklassengesellschaft entsteht. Dies bezieht sich hauptsächlich auf die Mitarbeiter, die online zugeschaltet werden. Diese könnten schnell ins Hintertreffen geraten, weil Sie als Meeting Leiter die Kollegen nicht immer im Blick haben. Damit diese trotzdem zu Wort kommen, müssen Sie alle Kollegen in die Besprechung einbeziehen. Praktisch lässt sich dies z. B. dadurch umsetzen, dass Sie einen Kollegen vor seinem heimischen Bildschirm um seine Meinung bitten oder ihn zu einer Stellungnahme auffordern.

Werden Sie als einzelne Person online hinzugeschaltet, bestimmen Sie einen Kollegen im Raum, der die Moderation übernimmt.

Mikro-Botschaften können Schaden anrichten

Achten Sie darauf, dass in dem Raum ein offener Konversationston geführt wird. Gespräche im Flüsterton sind nicht nur störend. Sie erzeugen Misstrauen und können weiteren Schaden anrichten.

Kommt jeder mit seinem eigenen Laptop zur Besprechung, besteht das Problem, dass sich jemand nach hinten umdreht, wenn er angesprochen wird. Passiert dies zu häufig, können die Kollegen im Homeoffice sich ausgegrenzt fühlen. Ein Lösungsansatz wäre es, wenn für die Videokonferenz ein Bildschirm gewählt wird, auf den jeder direkt drauf schaut.

Das Ende muss stimmen

Der Mensch ist so konzipiert, dass ihm das Ende einer Diskussion stärker in Erinnerung bleibt als der Anfang. Dies gilt auch für eine Präsentation oder ein Meeting im Büro. Ihre Kollegen erinnern sich hauptsächlich daran, mit welchem Gefühl sie den Besprechungsraum verlassen haben. Dieses Gefühl wird verstärkt, wenn es mit einem positiven oder negativen Ereignis verbunden ist. Fragen Sie Ihre Kollegen deshalb, ob das Meeting für sie positiv oder negativ war und welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt. Beziehen Sie auch die Kollegen im in die Analyse ein. So schaffen Sie es, alle Kollegen zusätzlich zu motivieren.

Fazit

Dass das Homeoffice auch nach Corona nicht mehr aus der Arbeitswelt wegzudenken ist, erkennen Betriebsinhaber und Führungskräfte daran, dass viele Kollegen nicht mehr an den Arbeitsplatz im Büro zurückkehren möchten. Hybrid Work funktioniert, wenn alle Kollegen einbezogen werden und Sie eine Zweiklassengesellschaft vermeiden.