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Newsletter-Abmeldungen verhindern: So geht's

Mit diesen 6 Tipps können Sie unerwünschte Newsletter-Abmeldungen verhindern und Ihre Abmelderate optimieren.
Newsletter-Abmeldungen verhindern: So geht's © Freepik
 

Newsletter-Abmeldungen sind der Schrecken vieler E-Mail-Marketer. Dabei sind Newsletter-Abmeldungen nicht immer schlecht. Niemand benötigt Empfänger im Verteiler, die keinen Wertbeitrag liefern. Problematisch sind jedoch Newsletter-Abmeldungen von Empfängern, die in der Vergangenheit z.B. regelmäßig Umsätze generiert haben und / oder das Potenzial haben, dies in der Zukunft zu tun. Da Ihr Newsletter diesen Empfängern jedoch wahrscheinlich ebenfalls einen Gegenwert liefert, können diese Abmeldungen teilweise vermieden werden. Mit diesen 6 Tipps können Sie unerwünschte Newsletter-Abmeldungen verhindern und Ihre Abmelderate optimieren.

1. Zweistufige Abmeldung mit Einwandbehandlung

Generell sollte dem Empfänger bei einer Newsletter-Abmeldung kein unnötiger Aufwand entstehen. D.h. er sollte nicht erst ein Passwort eingeben oder sich durch einen komplizierten Abmeldeprozess kämpfen müssen. Es ist jedoch völlig legitim, den Empfänger auf einer Landingpage noch einmal nach der Bestätigung seiner Newsletter-Abmeldung zu fragen, anstatt ihn sofort bei Klick auf den Abmeldelink abzumelden. So werden nicht nur versehentliche oder automatisierte Abmeldungen (z.B. durch Anti-Spam-Tools, die eigenmächtig auf Links klicken) verhindert. Sie erhalten auch eine letzte Möglichkeit, den Empfänger umzustimmen. Zählen Sie ihm noch einmal auf, welche Vorteile er verpasst, wenn er den Newsletter nicht mehr länger erhält. Wichtig: Treten Sie selbstbewusst auf. Zeigen Sie den Mehrwert Ihres Angebots auf. Falls vorhanden, nutzen Sie Social Proof Argumente. Die Königsdisziplin, falls Ihre Datenlage und Ihre Prozesse es ermöglichen: Individualisieren Sie die Einwandbehandlung anhand des Empfänger-Profils. Hat der Empfänger in der Vergangenheit z.B. häufig auf Rabatte reagiert, fokussieren Sie sich darauf.

2. Alternative Inhalte anbieten

Möglicherweise meldet sich der Empfänger ab, weil ihm der Inhalt Ihres Newsletter nicht (mehr) gefällt. Dem lässt sich durch datengestützte Individualisierung verbeugen oder viel einfacher noch, indem der Empfänger selber wählen kann, welche Art von Inhalten / Angeboten er empfangen möchte. Bieten Sie direkt bei der Registrierung zum Newsletter verschiedene Inhalte an. Klickt er auf den Abmeldelink, leiten Sie ihn auf ein Preference Center, wo er die Inhalte noch einmal anpassen kann. Vielleicht interessieren den Empfänger die ursprünglich gewählten Inhalte nicht mehr, dafür aber andere Inhalte. Oder ihm war gar nicht bewusst, dass er sich die Inhalte des Newsletter selbst zusammenstellen (oder verschiedene Newsletter zu unterschiedlichen Themen beziehen) kann. So erhalten Sie mit einer anderen inhaltlichen Ausrichtung anstatt der Newsletter-Abmeldung evtl. noch eine zweite Chance.

Bergfreunde Preference Center


Bergfreunde bietet im Preference Center zahlreiche Optionen, das individuelle Newsletter-Erlebnis anzupassen sowie verschiedene Kommunikations-Typen an- und abzubestellen.

3. Frequenz senken

Vielleicht interessiert sich der Empfänger für Ihren Newsletter, erhält ihn aber zu häufig? Evtl. ist Ihre E-Mail Marketing Technologie in der Lage, dies über ein automatisiertes Frequenzmanagement zu erkennen und selbstständig anzupassen, noch bevor der Empfänger sich zur Newsletter-Abmeldung entschließt. Aber auch wenn er bereits auf den Abmeldelink geklickt hat, können Sie ihm auf der Abmeldeseite bzw. im Preference Center anbieten, seine Frequenz selbstständig anzupassen, z.B. von wöchentlich auf monatlich.

4. Versand pausieren anstatt Newsletter-Abmeldung

Möglicherweise stimmt auch alles an Ihrem Newsletter. Inhalt und Versandfrequenz entsprechen genau den Präferenzen des Empfängers, doch er kann oder möchte Ihren Newsletter temporär nicht mehr erhalten, z.B. weil er in Urlaub fährt, sich auf ein längeres privates Projekt konzentrieren muss oder ein Sabbatical macht. Bieten Sie dem Empfänger an, den Versand Ihres Newsletters zu pausieren. Bonus: Heißen Sie ihn nach seiner Rückkehr willkommen, z.B. mit einer Zusammenstellung der besten Inhalte, die er während seiner Pause verpasst hat.

5. Opt-Down anbieten

Beim Opt-Down hat der Empfänger die Möglichkeit, sein E-Mail Marketing Opt-In so einzuschränken, dass er nur noch einen Teil Ihrer Kommunikation erhält. Beispielsweise könnte er sich entscheiden, nur noch Service-Informationen aber keine Marketing-Inhalte mehr zu erhalten. So trägt der Empfänger zwar nicht mehr (direkt) zur Erfüllung Ihrer Marketingziele bei, Sie haben Ihn jedoch nicht komplett verloren und bekommen ihn mittelfristig vielleicht wieder zurück in den Marketing-Verteiler.

6. E-Mail-Adresse ändern

Vielleicht möchte der Empfänger Ihren Newsletter auch einfach an eine andere E-Mail-Adresse geschickt bekommen. Der Klassiker ist der Wechsel von der Firmen- zur Privatadresse im B2B-Marketing nach einer Kündigung. Aber auch im B2C wechseln Empfänger manchmal ihren E-Mail-Provider oder richten sich eigene Adressen für unterschiedliche Anlässe ein. Empfänger sollten daher die Möglichkeit haben, ihre E-Mail-Adresse zu ändern, ohne sich zuerst ab- und dann wieder anmelden zu müssen.