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Onlinekommunikation wird im Kommunikationsmix immer wichtiger

Den meisten Konsumentscheidungen geht heute eine Google-Abfrage voraus
Aufgesang GmbH | 17.09.2010

Suchphrasen mitzudenken wird daher in wenigen Jahren PR-Standard sein. Die Folge? Ein Kompetenzgerangel zwischen PR, Werbung und SEO um die auffindbaren Online-Inhalte. Um eine Qualitätssteigerung beim Suchmaschinenmarketing kommen Unternehmen allerdings aus unserer Sicht ohnehin nicht herum.



Nicht nur Google kann heute längst vorgetäuschte von echter Relevanz unterscheiden und misst auch gleich noch die Verweildauer der User. Die Nutzer selbst entscheiden grundsätzlich nach Relevanz. Deswegen ist eine gute Suchmaschinenposition ist auch kein Selbstzweck, sondern wird erst durch eine gute Klickrate wertvoll. Hier ist in den kommenden Jahren noch viel zu tun.



Transparenz entscheidet

Den großen Unterschied machen zukünftig gute Inhalte: Das heute schon stark verbreitete googeln nach Tests, Erfahrungsberichten und Bewertungen zur Produkt- oder Anbieterwahl wird weiter zunehmen. Es wird stärker über den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen mitentscheiden und Unternehmer zu mehr Qualität bei Service und Produkten zwingen. Um im transparenten Social Web gut dazustehen, werden potenzielle Kritikpunkte zukünftig nicht nur offener diskutiert, sondern schon in frühen Entwicklungsstadien antizipiert werden.



Kunden gezielt einbinden

Offene Crowdsourcing-Kommunikation bei der Produktentwicklung wird nicht nur die Kritikwahrscheinlichkeit verringern, sondern eine Gruppe von beteiligten „Mitentwicklern“ erzeugen, die sich schützend vor das Unternehmen und sein Produkt stellen. Nämlich dort, wo Unternehmen es selbst kaum können: In Blogs, Foren und Kommentaren, auf Bewertungsplattformen, Facebook und Twitter. Die Unternehmen müssen daher lernen, ihren Kunden besser zuzuhören, sie einzubinden und schnell zu reagieren.



Dinosaurierstrategien ablegen

Die Kommunikation mit den Stakeholdern wird kleinteiliger – bis hin zum direkten 1:1-Dialog. Mit der bisherigen Infrastruktur und langwierigen Kommunikationsfreigaben kommt man da nicht weit. PR, Marketing und Vertrieb müssen sich annähern; gefragt sind größere interdisziplinäre Teams aus Kundenservice, Marketing und PR, die die Kommunikation gemeinsam stemmen. Den Mitarbeitern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Hierarchisch abgenickte Entscheidungen sind im Social Web eine Dinosaurierstrategie. Erfolg hat, wer mit guten Mitarbeitern smart kommuniziert.



Dahin, wo die Zielgruppe ist

Die PRler der Zukunft bewegen sich ansonsten lieber auf bereits eingelaufenen Wegen: Anstatt teure eigene Communities aufzubauen, wird man sich an etablierte Special Interest Communities oder große Social Networks wie Facebook, StudiVZ oder Xing andocken und diese für Aktionen, Support und Direktkommunikation nutzen: Geh dahin wo Deine Zielgruppe ist, lautet das Motto. Der andere Weg hat zu viele Misserfolge gesehen.



Neue Strategie in der Verbreitung

Dass bei zunehmender Netznutzung Printmedien kontinuierlich Leser und damit Bedeutung verlieren, spiegelt sich auch in den Nachrichten-Verbreitungswegen der Zukunft. Neben klassischen Verteilern werden zunehmend Newsdienste zum Einsatz kommen: Auch unter SEO-Aspekten eine gute Wahl.
Zudem werden Blogger, Autoren relevanter Websites und Newsletterschreiber nicht weniger wichtig sein, als Journalisten es heute sind. Im Gegenteil: Während man in die Zeitung von gestern heute den Biomüll einwickelt, wird ein Keyword-optimierter Artikel im Netz noch lange Zeit Long-tail-Publikum interessieren und SEO-Zwecken dienen.

Der Vorteil für die PR liegt auf der Hand: Die eigenen Inhalte ließen sich nie leichter in die Öffentlichkeit tragen als heute und morgen. Unternehmen haben allerdings in der Online-Kommunikation noch einigen Nachholbedarf. Noch etwas dürfte klar sein: Weniger Arbeit hat die Kommunikation auch in den nächsten Jahren nicht.