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So sorgt Social Media-Automatisierung für massive Effizienzsteigerung

„Woher die Zeit für die Betreuung der Social Media-Kanäle nehmen, wenn nicht stehlen?“, sinnieren viele – und halten Ausschau nach einer Abkürzung.
Reto Stuber | 17.11.2011
Dieser Fachartikel erschien im Leitfaden Online-Marketing Band 2:
http://TopOnlineExperten.de



„Ich habe keine Zeit!“ Ist Ihnen dieser Spruch heute auch schon über die Lippen gekommen? Sie pflegen Ihre Social Media-Identität mit Hingabe – doch je aktiver Sie sind, desto mehr merken Sie auch, dass ein beachtlicher Zeitaufwand damit verbunden ist.

„Woher die Zeit für die Betreuung der Social Media-Kanäle nehmen, wenn nicht stehlen?“, sinnieren viele – und halten Ausschau nach einer Abkürzung. Wie wäre es, wenn man Ihnen Mittel und Wege aufzeigen kann, wie Sie Ihren Zeitbedarf um Faktoren reduzieren können?


Time Management – Ist Social Media ein Zeitdieb?

Zuerst ein Blick auf die aktuellen Zahlen. Im „Social Media Marketing Report 2011“ des Social Media-Examiner (http://www.socialmediaexaminer.com) wurden Social Media-Marketer zu ihren Nutzungsgewohnheiten befragt.

Daraus geht hervor,

dass mehr als die Hälfte sechs Stunden oder mehr pro Woche für die Pflege ihrer Präsenz aufwenden,

ein Drittel der Befragten gar elf Stunden oder mehr,

und dass 15 Prozent gar mehr als zwanzig Stunden pro Woche investieren – zum Vergleich, im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei zehn Prozent gelegen!


Prozessautomation als Schlüssel zum Erfolg?

Diese Zahlen bestätigen, dass die Herausforderung beim Einsatz der sozialen Medien darin besteht, repetitive Prozesse effizienter und effektiver zu gestalten. Dabei sollte man aber in jedem Fall authentisch, relevant und persönlich mit der Community interagieren. Natürlich wollen Sie die eigene Produktivität steigern, aber gleichzeitig ist auch eine emotionale Verbindung mit Ihrer Community zentral.

Dabei kommt es auch immer auf die eigenen Ziele beim Einsatz der Medien an. Sie wollen sich nur mit ein paar Freunden auf Facebook austauschen? Dann haben Sie ganz andere Anforderungen als ein multinationales Unternehmen. Dieses muss vielleicht in mehreren Sprachen, über verschiedene Zeitzonen und Produkte hinweg, den Kundendienst auf den wichtigsten sozialen Plattformen adressieren!

Dass es bei den sozialen Medien um Menschen geht, ist uns allen klar und darf in der ganzen Betrachtung nicht vergessen werden. Es ist ein Spagat zwischen authentischer Partizipation und Automation zum eigenen Zeitgewinn, aber wir sprechen hier schließlich von „Social Media“ und nicht „Roboter Media“.

Automation zur Effizienzsteigerung: Es gibt verschiedene Aspekte im Spannungsfeld der Automation, welche der Effizienzsteigerung dienen.

Publikation: Sie können Inhalte terminieren und dann zeitlich gestaffelt einmalig oder mehrfach publizieren. Blogbeiträge oder Status-Updates lassen sich damit über die Zeit verteilt veröffentlichen, um möglichst viele Empfänger aus der relevanten Zielgruppe anzusprechen.

Distribution: Sie können denselben Inhalt auch direkt auf mehrere Plattformen verteilen. Wenn Sie Inhalte auf Ihrer eigenen Webseite veröffentlichen, dann ist es ein Leichtes, den Link dazu auch direkt auf allen Ihren Social Media-Plattformen zu verteilen.

Community-Aufbau: Auch den Aufbau Ihrer Zielgruppe können Sie nach bestimmten Kriterien vorantreiben. Dabei können Sie die Suchkriterien vorgeben (zum Beispiel Stichworte, Region, Sprache, Interessen, Demografie), nach denen Sie neue Kontakte aufbauen wollen.

Interaktion: Es ist sogar möglich, Teile der Interaktion zu automatisieren. Ein Beispiel ist eine standardisierte Willkommensnachricht, sobald sich jemand mit Ihnen vernetzt.

Publikation und Distribution lassen sich relativ einfach automatisieren. Beim Community-Aufbau wird es schon sensitiver, und bei der Interaktion richtig komplex. Eine automatisierte Willkommensnachricht ist zum Beispiel in weiten Kreisen verpönt.

Wer also zu viele Aktivitäten automatisiert, kann damit seine Person oder Marke in Mitleidenschaft ziehen und auch rasch mit einem Spam-Stempel gebrandmarkt werden. Sie kennen das bestimmt aus eigener Erfahrung: Wenn Sie auf eine Social Media-Präsenz treffen, wo Sie nur Nachrichten und keinen Funken menschlicher Interaktion sehen, werden Sie nicht viel Vertrauen dazu aufbauen.


Praxis: Netzwerke und Automatisierungsansätze

Nachdem wir uns einleitend die Pros und Kontras angesehen haben, geht es jetzt in die konkrete Umsetzung. Nun picken wir die wichtigsten Netzwerke heraus und sehen uns an, mit welchen Tools sich dabei eine Automatisierung und Effizienzsteigerung realisieren lässt.

Bitte beachten Sie, dass diese Übersicht keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat und viele der Tools nur in Englisch verfügbar sind. Unter http://www.socialmediabuch.com/ automation finden Sie jeweils eine aktuelle Übersicht und weitere Informationen.

Facebook: Status-Updates und RSS-Newsfeeds Bei Facebook werden vor allem Publikation und Distribution automatisiert. Es gibt verschiedene Anbieter von Drittapplikationen, mit denen Sie Status-Updates Ihres persönlichen Profils oder Ihrer Seite auf Facebook aktualisieren können.

Auf Facebook haben sich folgende Möglichkeiten bewährt:

Eine komfortable und einfach zu bedienende Lösung ist die Seite http://www.laterbro.com, auf der Sie Facebook und Twitter-Updates für eine spätere Publikation erfassen können.

Unter http://www.facebook.com/twitter können Sie Ihre Seite(n) mit dem zugehörigen Twitter-Account verbinden.

Beachten Sie dabei, dass andere Netzwerke wie zum Beispiel XING und LinkedIn auch die Möglichkeit bieten, direkt etwas auf Twitter zu publizieren. Somit würden solche Meldungen dann von XING oder LinkedIn via Twitter auch nach Facebook publiziert werden.

Es gibt zudem die Applikation http://apps.facebook.com/selectivetwitter, mit welcher Sie nur bestimmte Tweets auch auf Ihrem persönlichen Profil oder Ihren Seiten auf Facebook darstellen können, indem Sie diese auf Twitter mit dem Hashtag #fb kennzeichnen.

Einbinden von RSS-Newsfeeds (zum Beispiel vom eigenen Blog) ist über die Applikation „RSS-Graffiti“ unter http://apps.facebook.com/rssgraffiti möglich. Diese bietet komfortable Konfigurationsmöglichkeiten und lässt Sie eine beliebige Anzahl RSS-Newsfeeds auf Ihr Profil oder Ihre Seite(n) publizieren.

Die Alternative dazu ist die Facebook eigene Importfunktion für RSS-Newsfeeds, welche dann als Notizen auf Ihrem Profil oder Ihrer Seite dargestellt werden. Sie finden die Importfunktion unter http://www.facebook.com/notes.php für das persönliche Profil oder bei einer Seite links unten im Bereich der „Notizen“.

Facebook EdgeRank entscheidet über Top oder Flop
Aber auch wenn Sie alle diese Möglichkeiten nutzen, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Beiträge dann auch beim Nutzer effektiv dargestellt werden! Entscheidend dafür ist der „EdgeRank”, eine Formel zur Bewertung Ihrer Beiträge. Automatisierte Einträge stehen dabei gegenüber händisch erfassten schon mal schlechter da, weil Facebook diese als qualitativ weniger wertvoll einstuft.

Generell werden Videos und Bilder gegenüber Links bevorzugt, und Links haben Vorrang vor reinem Text. Laden Sie deshalb wenn immer möglich eine Grafik, einen Screenshot, ein kurzes Video et cetera mit Ihrem Inhalt zusammen hoch. Je mehr Klicks und „Gefällt mir“ Sie auf einen Inhalt erhalten, desto besser. Sorgen Sie für relevante Inhalte mit attraktiven Beschreibungen, die den Benutzer neugierig machen!

Im Hintergrund läuft bei Facebook natürlich bare Mathematik ab, damit der Nutzer nur Beiträge angezeigt erhält, die für ihn potenziell relevant sind. Die Formel basiert dabei auf folgenden Komponenten. Je höher die Summe, desto eher wird der Beitrag bei Ihren Freunden angezeigt.

Affinität des Nutzers zum Ersteller des Beitrags: Je mehr Sie mit jemandem über Nachrichten, Kommentare oder Profilbesuche interagieren, desto höher ist der „Affinity-Score“.

Gewichtung der Interaktion: Ein Kommentar wird zum Beispiel höher gewichtet als ein Klick auf „Gefällt mir“.

Alter: Ältere Beiträge haben einen niedrigeren Wert als aktuelle.

Halten Sie also immer ein Auge auf Ihre Statistiken, damit Sie auch wissen, ob Ihre Beiträge die gewünschten Empfänger erreichen!

Twitter zu einhundert Prozent automatisiert – macht das Sinn?
Twitter ist eine Community, in der Sie sich als Mitglied aktiv an einem Dialog beteiligen können anstatt nur Ihre News zu „broadcasten”. Twitter ist aber auch ein Kanal, der sich vollumfänglich automatisieren lässt, von der Nachrichtenpublikation über die Verteilung auf andere Netzwerke bis hin zum Following-Aufbau und der Interaktion! Doch damit vergeben Sie sich die Chance, spannende neue Kontakte wirklich kennen zu lernen. Es kommt deshalb auf die richtige Mischung zwischen Interaktion und Automation an.

Eine mächtige Applikation für das Twitter-Management ist http://www.socialoomph.com. Damit können Sie Ihre Tweets zeitlich gestaffelt planen und erhalten auf Wunsch auch eine tägliche Zusammenfassung zu Ihren Accounts. Sie können ihre neuen Follower auch automatisch mit einer Nachricht begrüßen. Beachten Sie dabei aber, dass dies von vielen Leuten nicht gern gesehen wird und überlegen Sie sich, ob Sie für den Empfänger einen echten Mehrwert schaffen können.

Das Tool bietet weitere Möglichkeiten und hat auch einen kostenpflichtige „Professional“-Version im Angebot, mit der Sie unter anderem auch Facebook verwalten können.

Ebenfalls sehr praktisch ist die Applikation http://www.twaitter.com. Diese kann die Tweets direkt an weitere Plattformen verteilen und bietet zudem eine Integration zu http://www.ping.fm an. Ping.fm ist eine Plattform, die Dutzende anderer Netzwerke unterstützt. Sie können somit bei Twaiter.com eine Nachricht erfassen, und zum gewünschten Zeitpunkt wird diese an Dutzende verschiedene Netzwerke publiziert. Zudem bietet Twaitter weitere Möglichkeiten wie zum Beispiel die Einbindung mehrerer Accounts, einen Team-Workflow, eine Übersetzungsfunktion sowie die sehr praktische Publikation von wiederkehrenden Tweets (dies können sein: alle x Tage, jede Woche)!

So bauen Sie sich auf Twitter viele Follower auf
Um auf Twitter mehr Follower zu gewinnen, wird oft folgendes Vorgehen gewählt: Man publiziert hochwertige Inhalte und folgt dann anhand von passenden Stichworten den Leuten, die sich dafür interessieren könnten, damit diese auf einem aufmerksam werden. Wenn die „Verfolgten“ dann nach einigen Tagen nicht zurückfolgen sollten, entfolgt man Ihnen einfach wieder – und startet das ganze Prozedere von Neuem!

Um den Prozess des Followings zu automatisieren, gibt es Tools wie http://www.refollow.com oder http://www.twollo.com – beide lassen sich mit eingeschränkten Funktionen testen. Es gibt auch eine Reihe an weiteren Programmen zum Aufbau eines umfangreichen und relevanten Followings, die lokal installiert werden müssen. Entsprechende Details siehe http://www.socialmediabuch.com/automation.

Um die eigenen Kontakte zu bereinigen und Leuten zu entfolgen, helfen dann http://www.manageflitter.com, http://dossy.org/twitter/karma/ oder http://www.justunfollow.com weiter. Wer gar „Tabula rasa“ machen will, kann mit http://unfollowall.com allen Accounts entfolgen.

Natürlich können Sie auch auf Twitter RSS-Newsfeeds einbinden. Dafür empfehlen sich die Dienste http://www.twitterfeed.com oder http://dlvr.it, welche sich auch mit Facebook verbinden lassen und verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten bieten (zum Beispiel Hashtags hinzufügen, Zeitintervall festlegen, mehrere RSS-Newsfeeds auf einem Account publizieren).

Auf Twitter selbst können Sie nicht festlegen, wohin Ihre Nachrichten verteilt werden sollen. Um Ihre Tweets also auch auf anderen Plattformen zu publizieren, müssen Sie sich auf den gewünschten Plattformen jeweils mit Ihrem Twitter-Konto authentifizieren und dann dort die Publikation einrichten. Alternativ gibt es übergreifende Tools, die wir uns nachher noch anschauen werden.

Nur wenig Automation bei XING und LinkedIn
Die Business-Netzwerke XING und LinkedIn bieten nur bedingte Automationsmöglichkeiten. Es gibt eine Handvoll an kostenpflichtigen Tools, welche das Auslesen von Kontakten, die Kontaktaufnahme über standardisierte Nachrichten oder den Aufbau von Gruppenmitgliedern ermöglichen. Alle Details finden Sie ebenfalls unter http://www.socialmediabuch.com/automation.

In den LinkedIn-Einstellungen oben rechts können Sie im Bereich „Profil“ zudem festlegen, dass alle Ihre Nachrichten von Twitter auch automatisch direkt auf LinkedIn veröffentlicht werden. Alternativ können Sie auch nur diejenigen Nachrichten veröffentlichen lassen, die mit dem Hashtag #li oder #in gekennzeichnet sind.

Bei XING lässt sich diese Publikation nur manuell tätigen. Wenn Sie einen Beitrag veröffentlichen, können Sie jeweils noch eine Checkbox markieren, damit dieser Status auch nach Twitter publiziert wird.

Videos: Wie Sie Ihre YouTube-Aktivitäten teilen
Im Bereich der Videos ist YouTube die führende Plattform. Dort können Sie in den Einstellungen festlegen, dass Ihre Aktionen auf YouTube (zum Beispiel neues Video hochladen, Videos als Favoriten markieren) auch direkt auf Facebook und Twitter publiziert werden.


Übergreifende Social Media-Management-Tools

Wenn Sie auf mehreren sozialen Netzwerken aktiv sind, müssen Sie auch regelmäßig Inhalte publizieren und diese aktiv vermarkten. Das Ziel ist es, die Inhalte bei möglichst vielen relevanten Leuten auf den Bildschirm zu bringen und diese im Gespräch zu halten.

Was eine Social Media-Management-Lösung ausmacht
Es gibt dafür eine Reihe an Tools, mit welchen Sie übergreifend mehrere Plattformen managen können. Für das Managen der eigenen Präsenz sind dabei folgende Aspekte wichtig:

Prozessunterstützung: Werkzeuge erleichtern das Handling der anfallenden Aktivitäten.

Automation: Wiederkehrende Abläufe werden automatisiert.

Monitoring: Eine Überwachung stellt sicher, dass Sie keine relevanten Inhalte verpassen.

Messen: Mit einer Messung der relevanten Kenngrößen (beispielsweise Klicks, Engagements, Fans, Follower, ...) können Sie die Zielerreichung laufend überprüfen.

Das sind die wichtigsten Vertreter, welche mehrere dieser Aspekte abdecken:

• http://www.tweetdeck.com
• http://www.seesmic.com
• http://www.postling.com
• http://www.hootsuite.com
• http://www.cotweet.com (primär für Firmen)


Das 1x1 des Reputationsmanagements

Zu Präsenz und Partizipation in den sozialen Medien gehört auch das Monitoring und Reputationsmanagement. Darunter fallen Erhebung und Analyse von Konversationen im sozialen Web. Damit können Sie Ihre eigene Reputation, aber auch Mitbewerber und Marken, im Auge behalten. Sie können dann zeitnah reagieren, Tendenzen erkennen, daraus lernen und Erkenntnisse in der eigenen Organisation platzieren.

Oftmals kommt dies in der Praxis zu kurz, weil es nicht genügend Ressourcen oder kein Budget dafür gibt. Oder weil es schlichtweg vergessen wird! Dabei liegt der Nutzen auf der Hand: Sie wissen, wer wo wann was über Sie sagt.

Darauf basierend, können Sie entscheiden, ob Sie passiv ein Auge darauf halten wollen oder aktiv mit den Leuten interagieren. Beobachten Sie also, was auf Ihren sozialen Präsenzen passiert. Dazu gehört natürlich auch, zu wissen, was außerhalb Ihrer eigenen Präsenz passiert. Fokussieren Sie sich dabei nicht nur auf soziale Netzwerke, sondern auf die sozialen Medien als Ganzes. Insbesondere in Blogs und Foren wird oftmals intensiv diskutiert.

Die genannten Plattformen unterstützen Sie beim Reputationsmanagement, sehr empfehlenswert dafür ist aber auch der Dienst http://www.google.com/alerts. Dort geben Sie einfach ein Stichwort ein, und erhalten dann automatisch eine Nachricht, wenn Google etwas Neues dazu findet.

Darüber erhalte ich zum Beispiel immer eine Nachricht, wenn jemand über mein Buch „Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter, XING und Co.“ (http://www.socialmediabuch.com) eine Rezension verfasst, einen Link setzt oder sonst darüber spricht.

Verteilen Sie Inhalte auf viele soziale Netzwerke
Wer seine Inhalte auf möglichst viele Plattformen verteilen will, der sollte sich die folgenden Dienste anschauen.

http://www.ping.fm hat sich einen Namen gemacht und bietet hilfreiche Features. Die Integration des Google Readers erlaubt es, favorisierte Beiträge automatisch mit seinem Netzwerk zu teilen. Neue Status-Updates lassen sich auch per E-Mail erfassen, indem die Nachricht einfach an eine spezielle Adresse gesendet wird. Sogar Skype, GTalk und andere Instant Messaging-Plattformen lassen sich integrieren. Sie müssen dann nur noch eine Nachricht an Ihren ping.fm-Kontakt senden, und die Meldung wird automatisch publiziert.

Ähnliche Möglichkeiten bieten auch http://www.hellotxt.com, http://www.onlywire.com und http://www.pixelpipe.com. Pixelpipe ist mit über hundert unterstützten Netzwerken unter anderem sehr gut für Fotos und Videos geeignet.

Wenn Sie ein Video automatisch auf viele Plattformen verteilen wollen, dann können Sie dafür http://www.tubemogul.com oder http://www.videocounter.com nutzen. Sie benötigen dazu lediglich das Video, Titel, Beschreibung, Keywords, Kategorie sowie einen entsprechenden Account bei jeder Plattform, auf der das Video erscheinen soll.

Sollten Sie Social Bookmarks auf verschiedenen Plattformen speichern wollen, dann können Sie den Dienst http://www.socialadr.com nutzen.

Weitere Tools, die Ihnen das Leben leichter machen
Im Kontext der genannten Plattformen gibt es noch weitere Tools, welche Ihnen dabei helfen, effizienter zu werden.

http://www.roboform.com ist ein Password-Manager, der Ihnen bei Bedarf alle notwendigen Felder auf einer Seite gleich ausfüllt. Damit lassen sich auch standardisierte Nachrichten erfassen, welche Sie zum Beispiel zur Beantwortung von Kontaktanfragen nutzen können.

Wenn Sie sich Daten aus verschiedenen Quellen und Social Networks aggregieren und ausgeben wollen, hilft Ihnen http://pipes.yahoo.com weiter.


Praxis: Effizienter dank virtuellen Assistenten

Eine Möglichkeit zur weiteren „Automatisierung“ und Effizienzsteigerung ist die Unterstützung durch virtuelle Assistenten. Dies ist ein sensibles Thema, denn alle Aktivitäten stehen in direktem Zusammenhang mit Ihrer Identität.

Wenn Sie jemanden außerhalb Ihrer Organisation damit beauftragen, Ihre Accounts zu betreuen, hat diese Person in der Regel nicht alle Interna und Informationen zur Verfügung. Das kann dazu führen, dass falsche Informationen kommuniziert werden oder dass Sie viele Rückfragen beantworten müssen.

Beziehungspflege lässt sich schlecht outsourcen. Deshalb gilt die Faustregel: Lagern Sie die Beziehungspflege und Interaktion nicht aus! Sie betreiben Social Networking ja nicht nur zum Spaß, sondern um damit eine Wirkung zu erzeugen und Beziehungen zu pflegen. Daher wissen Sie selbst, dass der erste Eindruck entscheidend ist.

Sie können in der Regel aber gut Dinge auslagern, die eher technischer Natur sind und keine oder wenig Interaktion mit anderen Menschen erfordern. Aufgaben, die jemand für Sie vorbereiten kann, damit Sie diese nur noch prüfen müssen, eignen sich auch gut.

Dazu gehören zum Beispiel einmalige Aufgaben wie Accounts in den sozialen Netzwerken erstellen und konfigurieren, Designs erstellen, Eintragen der Social Media-Präsenz in Verzeichnisse, relevante Diskussionen ausfindig machen et cetera.

Es gibt auch eine Reihe an wiederkehrenden Aufgaben, die von einem Partner erbracht werden können. Das sind zum Beispiel Vorerfassen und Terminieren von Status-Updates, Recherche zu relevanten News, Monitoring-Aktivitäten, Aufbau des Followings, Bestätigung von Kontakten, Spam-Management.

Das Ziel ist es also nicht, dass Sie sich komplett aus den Social Media-Netzwerken ausklinken und alles jemand anderem übertragen – ganz im Gegenteil! Es geht darum, dass Sie effizienter und effektiver agieren können.

So finden Sie virtuelle Unterstützung
Sie können auf folgenden Portalen eine Anzeige aufgeben, um die passende Unterstützung für einmalige Arbeiten zu finden.

• http://www.seojobboerse.de
• http://www.bloggerjobs.de
• http://www.couchjobber.de
• http://www.jobmensa.de
• http://www.webbyjobs.de
• http://www.my-hammer.de

International bieten sich folgende Möglichkeiten:

• http://www.elance.com
• http://www.odesk.com
• http://www.freelancer.com
• http://www.vworker.com
• http://www.guru.com

Wenn Sie an einer längerfristigen Partnerschaft und enger Zusammenarbeit mit einem virtuellen Assistenten interessiert sind, sollten Sie folgende Anbieter unter die Lupe nehmen. Diese betreuen den deutschen Markt:

• http://www.free-days.de
• http://www.mein-virtuellerassistent.com
• http://www.fernarbeit.net
• http://www.virtuelle-helfer.de
• http://www.strandschicht.de

Internationale Anbieter finden Sie hier:

• http://www.asksunday.com
• http://www.catchfriday.com
• http://www.bpovia.com
• http://www.taskseveryday.com

Weitere Informationen und aktualisierte Linkliste
Sie finden eine jeweils aktuelle Liste mit allen hier vorgestellten Links, weiterführenden Angaben und Videos unter http://socialmediabuch.com/automation. Sollten Sie Fragen haben oder Hilfe bei der Umsetzung benötigen, können Sie sich jederzeit mit mir unter support@retostuber.com in Verbindung setzen.


Literatur

[1] Quelle Icons: www.findicons.com
Stuber, R.: Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter, XING und Co. – 492 S., ISBN 9783815830635, Data Becker, 2011.