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Unzählige Angebote schreiben und keine Antwort erhalten!

Das ist der neue Stil vieler Unternehmen. Viel fordern, nichts bezahlen wollen und keine Antworten geben.
Holger Bartl | 14.12.2011

Es ist einfach unfassbar, wie inflationär mittlerweile Angebote angefragt werden. Idealerweise ausgearbeitet und ohne Honorar. Geht es Ihnen auch so? Was ist geschehen? Was ist der Grund für diese erst schleichende und nun vorherrschende Entwicklung?

Ist die „Es geht immer noch etwas“ – Generation mittlerweile am Ruder? Ist es die Unverbindlichkeit, die bei vielen im heutigen Mail- und iPhone-Zeitalter Fuß gefasst hat? Oder ist es schlicht und ergreifend der Druck von oben, der mehrere Angebote voraussetzt, obwohl man sowieso nur mit einem Partner zusammen arbeiten möchte? Macht sich wirklich keiner mehr Gedanken über den Aufwand, den man betreiben muss, will man ein ehrliches und machbares Angebot schreiben?

Egal. Es nervt, es kostet Zeit und vor allem Geld. Quintessenz? Keine Angebote mehr ohne Gegenrechnung.

Glaubt zudem jeder Anfrager, er könne bei jedem Angebot tatsächlich locker 20% runter handeln? Was ist nur aus unserer Kalkulationsstruktur geworden. Ein Angebot heißt zwar so, jedoch impliziert allein der Name doch nicht automatisch eine überzogene Forderung, die aufgebläht ist und geradezu darauf wartet, herunter gehandelt zu werden. Das ist doch Quatsch.

Ergo. Sind wir von nun an gezwungen dieses Spiel mitzuspielen oder sollten wir von vorneherein sagen, schaut her, das ist ein absolut ehrliches Angebot und wir rücken keinen Cent davon ab. Qualität kostet. Alles haben und nix dafür bezahlen wollen, so läuft das einfach nicht!

Was mich aber hauptsächlich ärgert ist die Tatsche, daß man einfach keine Antworteten mehr auf seine Angebote erhält. Alles muss schnell gehen, an einem festen Zeitpunkt geliefert sein, denn die entscheidenden Gespräche stehen an, und dann? Nichts. Funkstille. Keine Information. Dies ist ein dermaßen unsympathischer Zug bei Anfragern, da fehlen mir die Worte; oder auch nicht, aber die möchte ich hier besser nicht loswerden.

Fazit. Ich werde sehr genau prüfen, was ich rausgebe, für ein detailliertes Angebot Kosten in Rechnung stellen, nicht alle Anfragen bearbeiten und Menschen, die nicht antworten, anrufen und Ihnen klar machen, dass dies eine Unsitte ist, die mit Unternehmenskultur nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun hat.

Auf die Reaktionen bin ich gespannt. Sie auch?

Ihr Holger Bartl