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Der Gesundheits-Knigge

Von Niesern, Schnäuzern und Hustenanfällen.
Simone Leipersberger | 17.11.2006
Irgendwann erwischt es jeden von uns – jetzt in der Erkältungszeit. Knigge.de gibt Ihnen einige Tipps, wie Sie stilvoll mit den Körperattacken umgehen können.

Es kribbelt in der Nase, bald ist es soweit. Da kommt er gleich, der Rießennieser und Sie sitzen inmitten in einer Gesellschaft, was nun?

Zu aller erst sollten Sie wissen, dass das Niesen ein Schutzreflex unseres Organismus ist. Denn so bekommt er Fremdkörper aus unserem Riechorgan hinaus geschleudert. Dabei entstehen in der Nase Geschwindigkeiten in Orkanstärke, mit bis zu 150km/h. Sie sollten deshalb aus medizinischen Gründen das Niesen nicht komplett unterdrücken.
Was aber nun tun?
Wenn Sie von starkem Niesreiz drangsaliert werden, sorgen Sie dafür, dass Sie in ein Taschentuch hineinniesen. Wenn Sie keines parat haben, niesen Sie in die linke Hand. Das ist für den nächsten Gesprächspartner angenehmer, dem Sie zum Gruße Ihre rechte Hand reichen werden. Auf jeden Fall sollten Sie sich von Ihrem direkten Gesprächspartner aber abwenden.

Auch bei Hustenattacken verfahren Sie identisch. Linke Hand benutzen, vor den Mund halten, sich abwenden. So vermeiden Sie auch in diesem Fall zur Virenschleuder zu degenerieren.

Wenn es nun Ihren Nachbarn erwischt hat und dieser in regelmäßigen Abständen niesen muss, sollten Sie dieses Ereignis elegant übergehen.
„Gesundheit“, „Hatschi“, oder andere Genesungswünsche sind nicht angebracht. Denn mit dem Wunsch „Gesundheit“ wird nur zusätzlich die Aufmerksamkeit auf sein Niesen gelenkt und das könnte ihm darüber hinaus peinlich sein.

Läuft aber die eigene Nase vermeiden Sie auf jeden Fall lautes Trompeten. Das ist nicht nur unschick sondern auch ungesund. Tupfen Sie vielmehr lieber das Näschen, so belästigen Sie nicht phonstark Ihre Umwelt und schonen gleichzeitig die Nebenhöhlen. Denn diese stehen sonst, wie bei den Schnäuzern, nämlich in Gefahr zu verschleimen, da durch starkes Naseputzen das Sekret druckvoll dort hin befördert wird.
Benutzen Sie am besten Papiertaschentücher, die Sie nach Gebrauch wegstecken. Bei Gelegenheit versenken Sie diese dann in einem geschlossenen Papierkorb.

Am besten werden Sie natürlich erst gar nicht krank. Dafür können Sie durchaus einiges vorbeugend selber tun.
Trinken Sie viel, das bewahrt die Nasenschleimhäute vor dem Austrocknen und schwemmt Keime aus dem Körper. Da diese über Kontaktübertragung von Einem zum Anderen wechseln, waschen Sie sich die Hände, wenn Sie es mit einem infizierten Menschen zu tun gehabt haben. Und vermeiden Sie trockene, überhitzte Räume – frische Raumluft befeuchtet das Klima und lässt Ihre Nase aufatmen.
Und wenn das alles doch nichts gebracht haben sollte, dann wissen Sie ja jetzt, wie Sie am elegantesten durch die Zeit kommen.

Sollten noch Fragen offen geblieben sein: http://www.knigge.de