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Standortmarketing in schwieriger Lage

Umfrage „Trends im Standortmarketing“ ergibt: immer mehr Aufgaben und Kommunikationskanäle, aber weniger Geld.
index Agentur GmbH | 20.05.2015
Wirtschaftsförderer in Deutschland sind in einer misslichen Lage: Obwohl die Aufgaben immer umfangreicher werden und mehr Kommunikationskanäle denn je bespielt werden müssen, ist das Budget im Vergleich zum Vorjahr knapp oder sogar teilweise gesunken. So lautet das zentrale Ergebnis der Umfrage „Trends im Standortmarketing 2015“ von der Berliner PR-Agentur index. index führte die Umfrage zum Standortmarketing bereits zum zweiten Mal durch.

Nach den wichtigsten Zielen für das Standortmarketing gefragt, gaben die Wirtschaftsförderer an, sie wollen Unternehmen ansiedeln, die Bekanntheit steigern, das Image verbessern und den Fachkräftemangel ausgleichen.



Fachkräfte spielen 2015 eine immer größere Rolle für Wirtschaftsförderer und im Standortmarketing. Während sich im Vorjahr bereits 34 Prozent ihrer Standortmarketingmaßnahmen an Fachkräfte richteten, sind es 2015 fast acht Prozent mehr.

Fast 50 Prozent der Teilnehmer (48,3 Prozent) haben keine Standortmarketing-Strategie, die jünger als zwölf Monate ist, stellt die Agentur index fest. Dabei ist diese dringend notwendig – auch um Fachkräfte in der Region zu halten oder sie in die Region zu holen bzw. zurückzuholen. Ebenso erstaunlich sind die Ergebnisse der Social-Media-Nutzung. Diese stieg im Vergleich zu 2014 zwar leicht an, aber die Zurückhaltung der Wirtschaftsförderer bei Social-Media-Plattformen ist immer noch sehr hoch – und das, obwohl sie als sehr wichtig erachtet werden. Denn die neuen Kanäle bieten Möglichkeiten, mit kleinen Budgets Großes zu schaffen: Bestimmte Zielgruppen können hier ideal erreicht werden.

„Das Wissen und das Tun klaffen weit auseinander. Sicher liegt dies auch daran, dass mit zwei Prozent nur ein kleiner Anteil der Befragten Social-Media-Kanäle von Dienstleistern pflegen lässt“, so Franziska Berge, Leiterin der Agentur index.

Die Umfrage „Trends im Standortmarketing 2015“

Die index-Expertenbefragung ermittelt jährlich Trends im Standortmarketing. Alle Antworten werden anonym erhoben. Insgesamt 182 Experten aus den Bereichen Standortmarketing und Wirtschaftsförderung beteiligten sich an der index-Expertenumfrage „Trends im Standortmarketing 2015“. Knapp ein Viertel der Teilnehmer sind Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, gut jeder fünfte teilnehmende Wirtschaftsförderer ist Sachbearbeiter. 17 Prozent der Befragten, die Auskunft gaben, sind Abteilungsleiter. In mehr als der Hälfte der Fälle (53 Prozent) unterliegt das Standortmarketing der öffentlichen Verwaltung. Bei einem Drittel (33 Prozent) der Gemeinden und Städte, die teilgenommen haben, ist das Standortmarketing in einer GmbH angesiedelt.

Die vollständige Auswertung der Umfrage zum Standortmarketing kann hier kostenlos bestellt werden: www.indexagentur.de/nc/publikationen/umfragen/