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E-Commerce-Frameworks vor allem für Payment wichtig

E-Commerce-Leitfaden des ibi Research: Nur jeder zweite Marketingverantwortliche in den Unternehmen kennt den Begriff "E-Commerce-Framework".
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E-Commerce-Frameworks, häufig auch als E-Commerce-Plattformen oder E-Commerce-Systeme bezeichnet, bieten im Vergleich zu klassischen Shop-Systemen eine hochgradige Flexibilität hinsichtlich der Integration von verschiedenartigen IT-Systemen. Durch ihren Einsatz versprechen sich Online-Händler eine höchstmögliche Individualisierung bezüglich der Abbildung von Geschäftsprozessen, der Interaktion zwischen User und Maschine sowie einer verbesserten Nutzung der vorhandenen Daten. Die Zielsetzung der vom E-Commerce-Leitfaden durchgeführten Befragung des ibi Research an der Universität Regensburg fokussierte sich darauf, inwieweit E-Commerce-Systeme in der Praxis bereits eingesetzt werden und welche Elemente bzw. Komponenten dieser Technologie für Händler von besonderer Relevanz sind.

Aus den Studienergebnissen geht hervor, dass der Begriff "E-Commerce-Framework" der Hälfte der Befragten bekannt ist. Insbesondere mittlere Unternehmen (79 Prozent) kennen E-Commerce-Frameworks. 36 Prozent der befragten Unternehmen, die wissen was ein E-Commerce-Framework ist, nutzen dieses bereits. Weitere 38 Prozent planen die Nutzung eines derartigen Frameworks in Zukunft.

Bei der Integration von System-Komponenten sind vor allem Bezahlsysteme, Marketingtools sowie Möglichkeiten zur Verwaltung und dem Management von Kundendaten (CRM) von Bedeutung. Zur Unterstützung von Multi-Channel-Konzepten bilden insbesondere Analyse- und Controlling-Tools sowie integrierte Reports zentrale Elemente. Des Weiteren stellt für Händler ein direkter Kundenkontakt mit dem Hersteller des Frameworks ein entscheidendes Kriterium dar. Als besonders wichtig wird die Nutzbarkeit von Schnittstellen (APIs) erachtet. Gerade im B2B-Kontext stellt die flexible Anpassbarkeit von Systemkomponenten eine entscheidende Funktionalität dar. So lassen sich unter anderem Benutzerkonten von externen Verzeichnissen (sog. föderiertes Identity-Management) in Prozesse einbeziehen.

Hinsichtlich der Art der Implementierung bzw. Nutzung eines E-Commerce-Frameworks wird die Installation auf einem selbst verwalteten Server von 34 Prozent bevorzugt. Die Installation auf einem extern verwalteten Server in der Private Cloud bevorzugen 22 Prozent. Die Installation in der Public Cloud sehen hingegen 11 Prozent der Befragten als relevant.

Aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Individualisierung von Shop-Systemen seitens der Online-Händler wird die Nutzung von E-Commerce-Frameworks weiterhin zunehmen. Insgesamt zeigt sich, dass E-Commerce-Frameworks vor allem für mittlere bis große Händler eine interessante Option darstellen, jedoch der Umstieg auf diese Technologie, insbesondere hinsichtlich der dafür notwendigen Ressourcen, gut geplant sein muss.