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Kampf gegen Mobile Fraud und Klickfarmen

13 bis 14 Prozent aller App-Downloads bei iOS und Android-Geräten wurden von Betrügern verursacht. Ad Fraud ist ein Milliarden-Geschäft.
AppsFlyer | 16.06.2017
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Eine auffällig hohe Anzahl an Downloads in kürzester Zeit ist ein Indiz für sogenanntes „Install Hijacking“


Wie gut die Betrüger mittlerweile ausgerüstet sind, zeigt der spektakuläre Fund der Polizei in Thailand, die kürzlich eine Klickfarm mit Hunderten Smartphones und Hundertausenden Sim-Karten hochgenommen hat.

Die Plattform AppsFlyer misst über 500 Milliarden In-App-Aktivitäten pro Monat mit einer Abdeckung von 98 Prozent der Smartphones weltweit, um Fraud wirksam zu bekämpfen. AppsFlyer hat in den letzten Monaten aufdecken können, dass ca. 13 bis 14 Prozent aller App-Downloads bei iOS und Android-Geräten von Betrügern verursacht wurden, die die Device ID vielfach zurücksetzen und dann gefälschte Klicks, Downloads und Interaktionen tätigen, für die Werbetreibende teuer zahlen sollen.

Regelmäßige Prüfung der Netzwerkpartner

Um den professionellen Betrugsmaschen wirkungsvoll etwas entgegenzusetzen, müssen alle Beteiligten im Markt an einem Strang ziehen. AppsFlyer kündigt deshalb als Novum in der Branche an, die mehr als 2.500 integrierten Werbenetzwerke regelmäßigen Audits zu unterziehen. Dabei wird geprüft, ob sie der Verantwortung gerecht werden, betrügerischen Traffic auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. „In den letzten beiden Jahren sind Umfang und Raffinesse von mobilem Betrug auf ein alarmierendes Ausmaß gestiegen. Wir haben beschlossen, das Ökosystem um AppsFlyer aktiv zu regulieren und notfalls auch Akteure von unserer Plattform zu verbannen, um Werbetreibende zu schützen. Das haben wir in der Vergangenheit bei gehäuftem Betrug in einem Netzwerk bereits getan und werden künftig integrierte Werbenetzwerke systematisch einer fortwährenden Prüfung unterziehen, um sicherzustellen, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tun, um betrügerischen Traffic zu bannen“, so Ben Jeger, Managing Director DACH von AppsFlyer.

Bislang kann es vorkommen, dass Werbenetzwerke kurzfristig profitieren, wenn sie weniger rigoros gegen Betrug vorgehen als vergleichbare Netzwerke. Das ist beschreibbar mit dem Modell des „Gefangenendilemmas“: Wenn kein Netzwerk Betrug aktiv bekämpft, verlieren alle, weil sich Werbetreibende aus dem Markt zurückziehen. Ergreift nur ein Netzwerk wirksame Maßnahmen, ist kurzfristig das andere Netzwerk im Vorteil, da es vermeintlich bessere KPIs wie mehr Klicks oder Downloads liefert. Engagiert sich jeder auf einem hohen Niveau und Betrüger werden vom gemeinsamen Tisch verbannt, profitieren langfristig alle von einem transparenten Markt und steigenden Werbeausgaben“, erklärt Ben Jeger.