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39 Prozent für Sonntagsöffnung

In einer YouGov-Studie geben 41 Prozent der Befragten an, gegen eine Sonntagsöffnung im Einzelhandel zu sein. Jeder Vierte kauft nach 20 Uhr ein.

Zu Randzeiten in den Supermarkt gehen, ist längst nicht mehr die Ausnahme. Flexibilität wird gerade für berufstätige Kunden immer wichtiger. Das zeigt sich auch daran, dass fast 40 Prozent keinen bestimmten Tag mehr haben, an dem sie ihren Einkauf erledigen. Das rund um die Uhr verfügbare Shoppingerlebnis durch den Online-Handel beeinflusst zusätzlich das Konsumverhalten. Letztlich ändert sich damit die Erwartungshaltung der Kunden an den stationären Einzelhandel, wie die Frage nach der 7-Tage-Woche belegt: Waren 2016 noch 54 Prozent der Deutschen gegen eine Sonntagsöffnung, sind es aktuell nur noch 41 Prozent. Der Widerstand wird geringer.

Bei den Befürwortern handelt es sich hier meist um Männer (54 Prozent), die sich eher als Nachtmenschen (44 Prozent) bezeichnen, beim Sport entspannen (21 Prozent) und das Geschäft wechseln, wenn es woanders schneller und einfacher geht (68 Prozent). Im Vergleich dazu sind die Kritiker der Sonntagsöffnung mehrheitlich Frauen (53 Prozent), die sich eher gesund ernähren (68 Prozent), denen ihr Glaube wichtig ist (48 Prozent) und die am liebsten beim heimischen Händler (69 Prozent) einkaufen.

Die Quote der Befürworter liegt in der Einkommensklasse „mehr als 2.500 Euro Nettoeinkommen“ mit 48 Prozent deutlich höher als bei geringerem Einkommen (36 Prozent). Sollte eine regelmäßige Sonntagsöffnung also in Zukunft möglich sein, gilt es für den Handel auszuloten, wie es um die eigene Kundschaft bestellt ist. „Die Gruppe der Befürworter ist eine attraktive Kundengruppe“, sagt Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov. „Es lohnt sich also für den Handel umso mehr, das Thema der Sonntagsöffnung auch auf der politischen Ebene zu adressieren – gerade jetzt, wo die Zahl der Ablehner sinkt“.


Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende YouGov-Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Die intelligente Vernetzung der Daten ermöglicht eine besonders detaillierte Analyse des Konsumentenverhaltens. Kombiniert wurde die Analyse mit einer zusätzlichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2.058 Personen, die vom 08.06.2017 bis 16.06.2017 durchgeführt wurde.