print logo
- Anzeige -

Top-5 im Lebensmittelhandel mit 74 Prozent Marktanteil

Der Lebensmittelhandel konnte Umsatz 2016 um 0,8 Prozent auf 237,7 Milliarden Euro erhöhen. Die größten Fünf decken 73,8 Prozent des Marktes ab.
©
 

Der deutsche Lebensmittelhandel konnte seinen Umsatz 2016 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht erhöhen. So fiel die Steigerungsrate mit 0,8 Prozent um 2,0 Prozentpunkte niedriger aus als die des Vorjahres. Der Gesamtumsatz wuchs lediglich um 1,9 Milliarden Euro auf 237,7 Milliarden Euro, während der Food-Umsatz für das Jahr 2016 um knapp 2,6 Prozent von 191,9 Milliarden Euro (2015) auf 196,9 Milliarden Euro (2016) stieg. Das geht aus der Marktstudie TOP-Firmen Edition 2017 hervor, in der Nielsen Tradedimensions die jährliche Gesamterhebung der Jahreswerte 2016 für den Lebensmittelhandel in Deutschland veröffentlicht.

Die Top-5-Unternehmen decken 73,8 Prozent des Marktes ab
Die Edeka-Gruppe führt auch im Jahr 2016 die Gruppe der Top-5-Unternehmen an: Mit einem Umsatz von knapp 54,8 Milliarden Euro konnte Edeka seinen Marktanteil auf 23,0 Prozent ausbauen. Darauf folgt die Rewe-Gruppe mit einem um 1,9 Prozent auf 41,1 Milliarden Euro gewachsenen Umsatz, was einem Anteil am Gesamtmarkt von 17,3 Prozent entspricht. Auf Platz 3 sichert sich die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) ihren Platz unter den Spitzenunternehmen. Mit einem Plus von 3,7 Prozent erzielte sie einen Umsatz von 37,4 Milliarden Euro. Aldi und Metro tauschten die Plätze. Dieses Jahr konnte die Aldi-Gruppe eine Steigerung von 1,6 Prozent aufweisen, belegte somit Platz 4 und überholte die Düsseldorfer Metro-Gruppe. Die Metro-Gruppe (Metro, Real), jetzt auf Platz 5, verzeichnete wiederholt einen Umsatzrückgang, der nicht nur aus der Umstrukturierung bzw. der Abspaltung von Ceconomy (Media-Saturn) resultierte.

Für den Umsatz, der mit Gütern des täglichen Bedarfs erzielt wurde, zeigt sich ein ähnliches Bild: Auch hier führt Edeka das Ranking an, gefolgt von Rewe, der Schwarz-Gruppe, Aldi und Metro.

Biohändler verlangsamen ihr Wachstumstempo
Der Biohandel wächst nicht mehr ganz so stark wie in den letzten Jahren – ist aber immer noch das am stärksten wachsende Segment: Dennree führt mit einer Umsatzsteigerung von 12,1 Prozent, EBL folgt mit 9,9 Prozent auf Platz 2, Voll Corner behauptet Platz 3 mit 9,5 Prozent. Bio Company weist einen Zuwachs von 8,3 Prozent aus, gefolgt von SuperBioMarkt mit 6,8 Prozent. Der Bio-Großhändler Weiling wächst um 5,1 Prozent, Basic um 1,3 Prozent. Lediglich bei Alnatura ist das Umsatzwachstum mit einer Rate von 0,2 Prozent auf einem niedrigen Niveau.

Discounter gewinnen Marktanteile hinzu
Etwas stärker als 2015 (2,4 Prozent) wächst im Jahr 2016 das Discount-Segment mit 3,0 Prozent, was einem Umsatzanstieg von nahezu 2,3 Milliarden Euro entspricht. Damit beträgt der Anteil des Discount-Umsatzes am Gesamtmarkt rund 32,9 Prozent (2015: 29,6 Prozent).

Drogeriemärkte mit geringerem Wachstum
Die Ergebnisse von Nielsen Tradedimensions zeigen, dass der Drogeriehändler dm im Vergleich zum Vorjahr 6,6 Prozent (2015: 9,8 Prozent) an Umsatz gewonnen hat, der Wettbewerber Rossmann erzielte 5,4 Prozent (2015: 6,4 Prozent) im Vorjahresvergleich. Auch Müller und Budnikowsky verzeichneten mit 1,5 (2015: 4,0 Prozent) bzw. 1,4 Prozent (2015: 1,6 Prozent) Zuwächse. Allerdings fallen die Steigerungsraten bei allen Marktteilnehmern weniger deutlich aus als in den Jahren zuvor.

Prognose für 2017
Für das Jahr 2017 zeigten sich die befragten Unternehmen verhalten optimistisch. Sie prognostizierten insgesamt ein Umsatzwachstum von 5,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr, dies entspricht einem Anstieg von knapp 2,4 Prozent. Die TOP 5 werden laut Prognose mit durchschnittlich fast 3,3 Prozent deutlich stärker wachsen.


Die Nielsen Tradedimensions Studie TOP-Firmen Edition 2017 basiert auf direkten Befragungen der Handelsfirmen und wird durch sorgfältige Recherchen und Schätzungen ergänzt. Die Umsatzangaben beziehen sich dabei auf das Geschäftsjahr des jeweiligen Unternehmens, in die alle Handelsaktivitäten (Food und Nonfood) der befragten Unternehmen einfließen.