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Verbraucher informieren sich über Händlerplattformen

Internationale E-Commerce Studie zeigt Länderunterschiede. 75 Prozent der deutschen Verbraucher informieren sich über Händlerplattformen.
Pitney Bowes | 16.10.2017
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Für die Globale Pitney Bowes E-Commerce Studie 2017 wurden 1.200 Einzelhändler in acht Ländern sowie 12.000 Konsumenten in 12 Märkten weltweit zum E-Commerce befragt. Die Ergebnisse zeigen: E-Commerce boomt weiter und die Verbraucher kaufen längst nicht mehr nur noch im Inland ein, sondern gehen auch im Ausland online auf Shoppingtour. Einige der spannendsten Ergebnisse für Deutschland haben wir für Sie zusammengestellt:

• Wenn Deutsche im Ausland bestellen, dann am liebsten in Großbritannien (65%), den Niederlanden (62%) und Frankreich (58%). Im nicht-europäischen Ausland sind die populärsten Bestellorte die USA (57%) und China (52%). Die beliebtesten Produkte sind dabei Bekleidung/Schuhe (51%), Unterhaltungslektronik (39%) sowie Bücher, Musik und Medien (34%).

• 75% der deutschen Verbraucher informieren sich über Händlerplattformen wie Amazon, während nicht einmal die Hälfte direkt auf den Websites der Händler sucht - 66% kaufen auch bei Amazon & Co gegenüber nur 34% bei Onlinehändlern direkt. Auch damit ist Deutschland Spitzenreiter.

• 39% kaufen dort wegen der Möglichkeit zum One-Click-Bezahlvorgang, mit Abstand der höchste Wert europaweit - und das einzige Land, in dem das der Hauptgrund pro Plattform ist

• Für die Onlinehändler spricht dagegen die Markentreue - mit 31% das wichtigste Argument für die deutschen Verbraucher

• Verbraucher schauen genau auf den Preis - auch beim Versand: 75% wollen lieber kostenfreien Versand und warten dafür länger auf ihre Ware. In Deutschland beträgt die Rate der Sparfüchse sogar 85%. Was Versandkosten angeht, sind sie dann aber doch nicht so knauserig: Während hohe Versandkosten weltweit im Schnitt 58% der Verbraucher von einem Einkauf abhält, sind es in Deutschland nur 55%. Überdurchschnittlich hoch ist mit 33% dagegen die Angst, sich mit einer Retoure in ein anderes Land beschäftigen zu müssen.

• Der internationale Vergleich zeigt, dass deutscher Händler auch unter saisonalem Druck ordentliche Ergebnisse abliefern: Während global im Schnitt 47% im letztjährigen Weihnachtsgeschäft mit Problemen kämpften - in Indien sogar 73% - beschwerten sich in Deutschland nur 31% über Probleme bei Lieferung, Rückgabe und Service. Der Vorjahresvergleich relativiert das allerdings – im Weihnachtsgeschäft 2015 waren nur der Verbraucher 23% unzufrieden.

• Im internationalen Vergleich sind die deutschen Verbraucher mit 66%, die je länderübergreifend bestellt haben, eher zurückhaltend - dafür ist das Wachstum bei Bestellungen im Ausland im vergangenen Jahr um 8 Prozentpunkte gestiegen. Für Onlinebestellungen aus dem Ausland nutzen deutsche Verbraucher in der deutlichen Mehrheit (70%) Plattformen - weltweiter Spitzenwert.

Aus diesen Erkenntnissen hat Pitney Bowes drei Strategien für Onlinehändler abgeleitet, mit denen sie ihren Onlineshop auch international erfolgreicher gestalten:

Drei Strategien für Onlinehändler

1. Von Plattformen lernen:
• Lernen Sie den Versand zu schätzen. Günstiger, schneller, flexibler und akkurater Versand ist entscheidend für den Kundengewinn und seine Treue.
• Personalisierung hilft. Nutzen Sie Customer Information Management-Lösungen, die einen umfassenden Überblick über den Kunden bieten.
• Erweitern Sie Ihr Sortiment, bieten Sie saisonal passende Werbeaktionen an und vereinfachen Sie den Bezahlvorgang.

2. Überwinden Sie Grenzen, aber verlassen Sie sich nicht alleine auf die Marke.
• Regional angepasstes Marketing ist essenziell, da die Verbraucher in unterschiedlichen Ländern teilweise signifikant unterschiedliche Marketingkanäle bevorzugen.
• Wer sein Geschäft versteht, gewinnt – insbesondere in Nachbarländern. Verbraucher erwarten niedrige Preise, eine hohe Transparenz bei der Lieferung, regionalen Kundenservice sowie minimierte Abgaben und Zölle.

3. Seien Sie mutig und gehen Sie auf den Kunden zu.
Wenn Händler länderübergreifende Strategien umsetzen, neigen sie dazu, dort anzufangen, wo der Übergang am einfachsten ist – benachbarte Länder mit vergleichbarem rechtlichem Umfeld, in denen die Menschen die gleiche Sprache sprechen. Die größten Chancen für Wachstum und Erfolg im Ausland liegt allerdings häufig weiter weg von zuhause. Analysen von Pitney Bowes haben gezeigt, dass die Priorisierung von grenznahen Märkten zu einer Unterversorgung von Ländern führt, in denen eine höhere Begeisterung für länderübergreifenden Einkauf herrscht. Der Eintritt in neue Märkte mit anderen Kulturen, Sprachen und Rechten ist komplex – die Vorteile überwiegen aber die Investitionen und Herausforderungen deutlich.