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18. medienforum.nrw - der zweite Tag

Schlaglichter: Beginn des Konvergenzkongresses, erfolgreiche TV-Formate und Sport
marketing-BÖRSE | 24.05.2006
Das 18. medienforum.nrw ist um einen Kongressteil reicher: NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben eröffnete den Mobile Media Summit, der sich mit den Perspektiven von Handy TV und Mobile Content beschäftigte.

Auch der Internationale Fernsehkongress und der Filmkongress lockten mit ihren Veranstaltungen erneut mehr als 1.000 Besucher in die Rheinparkhallen.

Mobile Media Summit
Mobiles Fernsehen wird sich in Deutschland durchsetzen, das Handy TV steht vor einem Siegeszug. Darüber waren sich die Experten aus Telekommunikationsbranche und Politik beim Mobile Media Summit im Rahmen des 18. medienforum.nrw einig. "Die Menschen wollen es haben", brachte es Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, auf den Punkt. "Deshalb wird es auch kommen."

Das mobile Fernsehen verspricht in Deutschland ein enormes Wachstumspotenzial. Wissenschaftler und Medienkritiker warnen dagegen vor einer überzogenen Euphorie.

Event-TV
Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der TV-Zuschauer waren in letzter Zeit aufwändige Fernsehfilmproduktionen ein erfolgreiches Mittel. Doch die Finanzierung von Filmen wie "Dresden" oder "Die Sturmflut" ist stets aufs Neue riskant. Chancen zur Refinanzierung bietet der internationale Markt.

Real-History-Doku
Factual Entertainment statt langweiliger Informationsvermittlung, nachinszenierte Spielszenen voller Emotionen und computeranimierte Wirklichkeiten: Dokumentationen sollen zwar Wissen vermitteln, aber auch unterhalten.

Sportveranstaltungen im Fernsehen
Das Panel "Neue Inhalteanbieter und Sportrechtevermarktung" stand am ganz im Zeichen der Auseinandersetzung zwischen der Premiere AG und der Arena Sport Rechte und Marketing GmbH. Streitpunkt: die Auslegung der Rechte an der Fußballbundesliga. "Das Spiel hat noch nicht begonnen", kündigte Premiere-Chef Kofler an.

Sport gilt als eines der zugkräftigsten Programmangebote im Fernsehen. Doch mit den immer teurer werdenden Übertragungsrechten wird die Refinanzierung für die Programmanbieter zum Problem. Das wurde bei einer weiteren Experten-Runde zum Thema Sportrechte-Vermarktung deutlich.

Sender- und Programmtrends
Im Rahmen des Fernsehkongresses äußerten sich beim 18. medienforum.nrw in Köln TV-Produzenten und Programmanbieter zu gegenwärtigen und künftigen Programmentwicklungen. Der aktuelle Trend: Außer Sportsendungen dominieren zurzeit im Fernsehen Telenovelas und Coaching-Formate.

Regulierung in Europa
Die Novellierung der EU-Fernsehrichtlinie bietet beim 18. medienforum.nrw eine Menge Gesprächsstoff: "Die deutsche Position ist derzeit in Brüssel nicht mehrheitsfähig", hieß es beispielsweise. Auch das Thema Product Placement bleibt umstritten.

Internationaler Filmkongress: Perspektiven von Dokumentar- und Kurzfilm
Chancen und Risiken, Fördermodelle und Inszenierungen von Kino-Dokumentarfilmen diskutierten Filmemacher und Produzenten auf Einladung der Filmstiftung NRW und des Film- und Fernsehproduzentenverbandes NRW mit Moderatorin Tatjana Kimmel.

Kinobetreiber sollten mehr Engagement bei der Programmierung von Kurzfilmen zeigen, um dem Genre zu mehr Akzeptanz zu verhelfen. Dies war eine der zentralen Forderungen, die Teilnehmer des abschließenden Panels beim Internationalen Filmkongress der Filmstiftung NRW formulierten.

Sonderveranstaltung: German Chinese Workshop
Die Präsentation des TV-Films "The Losing" (Regie: Yixiao Zuo), der beim "German Chinese Workshop" im Rahmen des 18. medienforum.nrw für Aufmerksamkeit sorgte, steht für die Idee, Kontakte zum weltgrößten TV-Markt China aufzubauen und zu vertiefen - weniger um chinesische Filme ins Ausland zu verkaufen, sondern um ausländische Interessenten für den chinesischen Markt zu gewinnen.

Sonderveranstaltung: Wie viel Macht verträgt die Vielfalt?
Der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), Professor Dr. Dieter Dörr, fordert eine Abschaffung des Zwei-Stufen-Modells der Medienkonzentrationskontrolle. Dies sagte er im Rahmen des 18. medienforum.nrw bei der Sonderveranstaltung, die die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht gemeinsam mit dem Mainzer Medieninstitut durchführte.

Weitere Informationen unter:
> http://www.medienforum.nrw.de

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