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Außenhandelsvereinigung rechnet mit Preissteigerungen

Im Zollkonflikt mit den USA erwartet die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels mittelfristig Preissteigerungen für US-Produkte.
Von Ausgleichszöllen betroffen: Amerikanische Erdnussbutter © Pixabay / Stevepb
 

Betroffen sind etwa Cornflakes, Erdnussbutter, Orangen- und Cranberrysaft, Bourbon und Tabakerzeugnisse, aber auch Jeans, Kosmetika, Motorräder und Boote. Gerade bei den Lebensmitteln ließen die niedrigen Margen den Händlern nicht viel Spielraum. „Für Verbraucher bedeutet das höhere Preise, für den Handel spürbare Umsatzeinbußen“, bemerkt AVE-Präsident Dr. Matthias Händle. Angesichts des harten Wettbewerbs im Handel könnten Unternehmen die erhöhten Importkosten aber nicht immer eins zu eins an die Verbraucher weitergeben. So würden einige Produkte auch durch Alternativen aus anderen Ländern ersetzt, die nicht durch die Zölle der EU belastet sind.

Die AVE sieht die Erhebung der Ausgleichszölle durch die EU kritisch und plädiert weiter für eine Deeskalation. Trotz der verbalen Muskelspiele der US-Regierung müssten die Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Handelsabkommen fortgesetzt werden. Anderenfalls sei bald mit immer neuen Eskalationsstufen im Konflikt zu rechnen. „In diesem Handelskrieg wird es keine Gewinner geben“, warnt Händle und ergänzt: „Es drohen unabsehbare Schäden für den Außenhandel und der Verlust von Wohlstand und Arbeitsplätzen.“