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Konjunkturdelle in der Industrie

DIW Konjunkturbarometer September weist weiter auf eine sich abschwächende Dynamik hin.
© Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)
 

Im September weist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) weiter auf eine sich abschwächende Dynamik hin: Das Barometer ist seit dem Schlussquartal 2017 rückläufig und liegt für das nahezu abgeschlossene dritte Vierteljahr bei 104 Punkten. Allerdings fällt der Wert im September höher aus als noch im August; vor allem die gute Arbeitsmarktlage ist hier maßgeblich. Alles in allem signalisiert das Barometer einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal in Höhe von 0,4 Prozent. Im zweiten Quartal war das BIP um 0,5 Prozent gestiegen.

Die Lage in der Industrie hat sich bei rückläufigen Auftrags- und Produktionszahlen deutlich verschlechtert. Hierzu dürften zu einem guten Teil aber die Probleme der Autohersteller geführt haben, die aufgrund von Engpässen beim neuen Modell-Zertifizierungsverfahren zeitweise Produktions- und Lieferstopps in Kauf nehmen müssen. Dieser Effekt kann nur teilweise im Barometer abgebildet werden, so dass für den ausgewiesenen gesamtwirtschaftlichen Zuwachs Abwärtsrisiken bestehen.

In den Dienstleistungsbereichen verlangsamt sich die Dynamik indes nur graduell – die konsumnahen Bereiche profitieren nämlich weiter von den merklichen Einkommenszuwächsen der privaten Haushalte, die wiederum vor allem durch den anhaltend kräftigen Beschäftigungsaufbau und die spürbaren Lohnsteigerungen angeschoben werden.