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Print: rtv, Stern und BamS führen vorläufiges Jahresranking

Im Oktober führte der Spiegel bei den Zeitschriften-Anzeigenumsätzen. RTV plus für 2018 nach Umsätzen von Januar bis Oktober nicht mehr einzuholen.
© VDZ Akademie GmbH Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V.
 

Zum ersten Mal seit Juli 2017 steht der Spiegel im Oktober 2018 wieder an der Spitze des Anzeigenumsatz-Rankings nach Nielsen. Mit einem Bruttoumsatz von 10,3 Millionen Euro platziert er sich vor RTV Plus (9,7 Millionen), dem Stern (9,8 Millionen) und Focus (9,1 Millionen). Im Jahr 2017 hatten auch viermal der Stern sowie je zweimal Focus und Brigitte den Monatssieg errungen. Damals war allerdings das RTV-Supplement noch in Ost- und Westausgabe aufgespalten. Dieses Jahr schaffte es bisher nur Brigitte im Monat März, das gesamtdeutsche RTV plus zu übertreffen. März und September sind die Monate, in denen große Mode-Labels ihre Frühjahrs- und Herbstkollektionen präsentieren. In diesem September lag die 14-tägliche Brigitte hinter RTV plus auf dem zweiten Platz, aber noch vor allen Wochenmagazinen. Jetzt, im Oktober, rangiert Brigitte knapp hinter Bild am Sonntag auf dem sechsten Platz.

Der Vorjahrsvergleich zeigt, dass rund ein Drittel der Top 30 mehr Bruttoumsatz als im Oktober 2017 erwirtschaften konnte. Und dass ein halbes Dutzend weitere Titel nur moderat unter Vorjahr liegen. Dem Spiegel verhilft ein Plus von 16,2 Prozent zur Spitzenposition. Mit Konkurrent Focus (+11,2 Prozent) und der Wirtschaftswoche (+12,2 Prozent) legen zwei weitere LAE-Magazine kräftig zu, während die Wochenzeitung Die Zeit (-11,7 Prozent) diesmal das Nachsehen hat. Die stärksten Prozentzuwächse verbuchen TV 14 und TV Spielfilm, die beide um mehr als 30 Prozent zulegen, sowie TV Movie und Elle, die rund ein Fünftel mehr Umsatz als im Vorjahr erzielen.

In der Kumulation der Umsätze von Januar bis Oktober 2018 (Tabelle oben) liegt RTV plus mit rund hundert Millionen Euro an der Spitze und wird in den beiden restlichen Monaten kaum noch einzuholen sein. Vorjahressieger Stern belegt nur Rang 2, obwohl er prozentual geringere Verluste als RTV plus aufweist. Das wäre nach Adam Riese gar nicht möglich, doch des Rätsels Lösung ist einfach: Das Programm-Supplement konnte den Stern deshalb überholen, weil es seine vormals nach Ost und West getrennten Ausgaben dieses Jahr zusammengelegt hat. Bild am Sonntag, vor Jahresfrist noch an sechster Position, rückt dank eines Umsatzwachstums von 5,5 Prozent auf den dritten Platz vor. Dank des starken Oktobers reduziert der Spiegel sein kumuliertes Minus im Vergleich zum Vormonat glatt um vier Prozentpunkte, zeigt im Jahresverlauf allerdings weiter eine schwächere Performance als die Segmentnachbarn Stern und Focus. Im Plus sind neben Bild am Sonntag auch Bunte, Bild der Frau, Wirtschaftswoche, Sport Bild, Glamour, TV 14 und Apotheken Umschau.