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Sicheres Internet 2020: In diese Fettnäpfchen sollten Sie nicht treten

Vier Dinge, die Computernutzer im kommenden Jahr unterlassen sollten.
ESET | 31.12.2019
© Pixabay / Pexels
 

Gute Vorsätze zum neuen Jahr sind so selbstverständlich wie die Antivirensoftware auf PC und Smartphone. Wer keine Lust darauf hat, schon wieder mit dem Rauchen aufzuhören oder mehr Sport zu treiben, der könnte sich in 2020 vielleicht dem sicheren Internet verschreiben. Und dafür muss er gar nicht viel tun, sondern nur vier Dinge einfach sein lassen, sagen die Security-Experten von ESET. Denn wer die Cyber-Fallen 2020 kennt, tappt erst gar nicht in sie herein.

"Weniger ist mehr: Damit hat der Volksmund insbesondere im Internet völlig recht. Die meisten Probleme handeln sich Surfer durch unbedachte Aktivitäten ein. Wer einfach mal den Finger still hält und nicht wahllos klickt, erhöht sein Sicherheitslevel enorm", sagte Thomas Uhlemann, Security Specialist bei ESET.

Verwenden Sie kein Windows 7 mehr

Am 14.1.2020 wird Microsoft den Support für das Betriebssystem beenden. Das bedeutet, dass selbst schwerwiegende Lücken und Schwachstellen nicht mehr per Update geschlossen werden. Noch immer setzen laut ESET-Daten rund 30 Prozent der Anwender auf das ergraute Betriebssystem. Unser Tipp: Ein Umstieg auf Windows 10 oder Linux lohnt sich mehr denn je.

Finger weg von "Tunern" und "Optimizern"

Auch wenn die Versprechen gut klingen: Auf modernen Betriebssystemen ist es nicht notwendig, Tools wie Tuner oder Optimizer einzusetzen. Und wenn es schon so sein soll, dann bitte nicht gleichzeitig anwenden! Das verlangsamt das System eher, als dass es schneller wird. Setzt man statt herkömmlichen Festplatten SSD-Speicher ein, schädigen mögliche Optimierungs- und vor allem Defragmentierungsversuche gar die Komponenten bis zur Zerstörung. Unser Tipp: Finger weg.

Lassen Sie dubiose Apps oder Webseiten sportlich links liegen

Sportereignisse haben sich in der Vergangenheit als das El Dorado für Cyberkriminelle erwiesen. So werden sie auch in 2020 die Big Events wie Olympia oder die Fußball EM mit fragwürdigen Apps, illegalen Streams oder angeblichen Webseiten mit exklusiven Hintergrundinformationen fluten. Und das perfide daran: Sie werden sogar Geld einfordern, um so den Schein der Seriösität zu wahren. Neben Phishing und Malware drohen nun auch teure Abofallen. Unser Tipp: Lieber auf renommierte Anbieter setzen.

Verstehen Sie nicht IT-Security als "die Aufgabe der anderen"

Unser Leben ist längst "smart" Dank Alexa, Smartphones und generell dem Internet der Dinge. Doch die Digitalisierung unseres Alltags bringt unangenehme Schattenseiten ans Licht: Lauschangriffe durch externe Mitarbeiter bei Sprachassistenten, Kinderuhren mit fragwürdigem GPS-Tracking, Router mit Standard-Passwörtern oder gar ungeschützte WLAN-Lampen. Informieren Sie sich vor dem Kauf, welche möglichen Stolpersteine drohen und wie die Geräte sicher betrieben werden können. Unser Tipp: trau, schau, wem!

Zu guter Letzt: Vier Basisregeln, die immer gelten

- Setzen Sie eine Internet Security Software ein, die neben E-Mails und Webseiten auch Wechselmedien wie USB-Sticks, die Netzwerkschnittstellen und den Arbeitsspeicher auf Malware überprüft.

- Spielen Sie Updates des Betriebssystems, von Software, Apps oder der Firmware automatisch ein. Geht dies nicht prüfen Sie regelmäßig, ob Aktualisierungen vorliegen.

- Öffnen Sie Mails immer mit Vorsicht - vermeiden Sie Klicks auf Links und auf Anhänge. Im Zweifel sollten Sie dubiose Nachrichten lieber löschen.

- Erstellen Sie Backups, damit Ihre digitalen Schätze nicht verloren gehen.