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Online-Werbung noch immer hinter Print-Anzeigen

Paid Display und Social Ads lagen in Deutschland 2017 mit 7,5 Mrd. Dollar knapp hinter Print auf Platz 2. TV-Werbung legt weiter zu.
Criteo GmbH | 16.01.2019
Globale Werbeausgaben in Milliarden US-Dollar. © Criteo GmbH
 

Criteo, eine offene Advertising‑Plattform,hat den „State of Ad Tech 2019“‑Report für EMEA veröffentlicht. Zusammen mit Euromonitor International befragte Criteo für den Bericht 150 Marketingverantwortliche in EMEA nach ihren Herausforderungen beim digitalen Marketing und wie sie Konsumenten in digitalen Ökosystemen am besten ansprechen.

Der Report zeigt unter anderem, dass Marketer in ganz Europa mit stark fragmentierten Ad‑Budgets konfrontiert sind. Erhebliche Unterschiede gibt es bei Full‑Funnel‑Kampagnen und Re‑Engagement: Deutsche Marketer sind dabei im Vergleich zu ihren Kollegen in Großbritannien und Frankreich immer noch weit abgeschlagen.

Zentrale Ergebnisse des Reports:

Deutschland bei Online-Ads weit zurück


Auf welche Kanäle setzen die Marketer? Hier zeigen sich Unterschiede bei Online‑Ads zwischen EMEA und Deutschland. Während Paid Display gemeinsam mit Social europaweit bereits seit 2015 den Großteil ausmachen (2017: 37,1 Mrd. Dollar), liegen sie in Deutschland 2017 mit 7,5 Mrd. Dollar nur auf Platz 2 – knapp hinter Print (7,8 Mrd. Dollar). Insgesamt geht der Trend aber ganz klar in Richtung Online und absehbar werden digitale Kampagnen bald auch in Deutschland die Spitzenposition übernehmen – wie es etwa in GB schon seit Jahren der Fall ist. Gleichzeitig verliert Print als Kanal kontinuierlich (2017: EMEA: 20,3 Mrd. Dollar/DE: 7,8 Mrd. Dollar), TV legt insgesamt zu (2017: EMEA: 30,7 Mrd. Dollar/DE: 5,2 Mrd. Dollar).

Conversion‑Metriken unterscheiden sich je nach Unternehmen


Wie Marketer effektive Konversionen messen, kommt auf das Unternehmen an. In EMEA werden zahlreiche Ansätze genannt: Neue Umsätze (35 Prozent), Neukundenrate (33 Prozent) oder Cost per Action (30 Prozent) sind die beliebtesten, doch gibt es eindeutig mehr als einen Weg, Conversions zu messen.

Deutschland schwächelt beim App Re‑Engagement


Deutsche Marketer hinken beim Thema App Re‑Engagement hinterher: Während insgesamt 58 Prozent der Befragten in EMEA spezielle App-Kampagnen ausspielen, um über diesen Kanal wieder mit ihren Kunden ins Gespräch zu kommen, sind es in Deutschland lediglich 36 Prozent.

Frankreich und GB setzen bei integrierten Kampagnen Maßstäbe


Ein noch drastischeres Bild zeigt sich bei Full‑Funnel‑Kampagnen über alle drei Stadien der Shopper‑Journey hinweg: Nur 34 Prozent der deutschen Marketer spielen sie aus. Frankreich zeigt hier in EMEA die stärksten Werte (74 Prozent), aber auch Großbritannien erreicht fast 70 Prozent.

„Marketingverantwortliche wissen, dass die Conversion an jedem Punkt der Shopper‑Journey erreicht werden kann“, sagt Jaysen Gillespie, Vice President and Head of Analytics & Insights bei Criteo. „Wir haben herausgefunden, dass der Umgang mit fragmentierten Daten und den Tech‑Giganten sowie Personalisierung 2019 besonders im Fokus stehen.“


Methodik: Für den EMEA‑Report wurden 150 Manager und Executives aus dem digitalen Marketing befragt. Sie arbeiten für Händler, Markenhersteller, Reiseanbieter und andere Serviceunternehmen, die im Mai 2018 Online‑Absatzkanäle nutzten. Für den globalen Report wurden insgesamt 901 Verantwortliche befragt.