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Vertrauenswürdige Berichterstattung wichtiger denn je

Die Mediennutzung ist durch Covid-19 und Einschränkungen des täglichen Lebens gestiegen. Vertrauenswürdige Quelle ist das wichtigste Kriterium.
Das Gefühl, Medieninhalten vertrauen zu können, ist der wertvollste Aspekt in der Berichterstattung rund um COVID-19 © The Nielsen Company (Germany) GmbH
 

Seit Beginn der Ausbreitung von Covid-19 und den darauffolgenden Veränderungen des täglichen Lebens ist der Medienkonsum in Deutschland stark angestiegen. Fast zwei Drittel der Einwohner Deutschlands über 16 Jahren (65 Prozent) informieren sich mindestens einmal täglich zu landesweiten Nachrichten.

Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Studie zu Mediennutzung und Qualitätsjournalismus, die das weltweit tätige Mess- und Datenanalyse-Unternehmen Nielsen gemeinsam mit dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) durchgeführt hat.

Besonders gut informiert fühlen sich die Menschen danach von gedruckten und digitalen Zeitungen, dem Fernsehen und Zeitschriften. Dabei ist eine vertrauenswürdige Quelle das wichtigste Kriterium. „Digitale und gedruckte Zeitungen und Zeitschriften stehen hier für professionell recherchierte Inhalte und genießen insgesamt einen hohen Stellenwert in Bezug auf das Vertrauen der Konsumenten”, erklärt Dirk Reinbothe , Director Marketing Effectiveness bei Nielsen. Fake News zu erhalten, sei die größte Sorge der Befragten.

„Die Nielsen-Studie bestätigt unsere Erfahrungen der zurückliegenden Monate“, ergänzt BDZV-Geschäftsführerin Katrin Tischer . „Gestiegene Nachfrage und hohes Vertrauen in Zeitungsinhalte sind allerdings kein Selbstläufer. Die Folgen der Corona-Epidemie haben den Verlagen einen enormen digitalen Schub und unseren Leserinnen und Lesern binnen kürzester Zeit viele neue, kreative Angebote beschert. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los, damit wir auch morgen unser Publikum wie die werbungtreibende Wirtschaft mit genau den journalistischen Produkten überzeugen, die sie brauchen.“

Ein weiterer zentraler Punkt der Studie war auch die Frage nach der Bereitschaft, für journalistische Angebote zu bezahlen. Sie ist bei jedem Vierten gestiegen; bei Personen mit einem Netto-Haushalts-Einkommen über 2.000 Euro oder einem hohen Bildungsgrad sogar um 30 Prozent. Den stärksten Anstieg gibt es in der Altersgruppe 16 bis 29 Jahre: Hier sind 41 Prozent bereit, kostenpflichtige journalistische Angebote zu nutzen.

Über die Nielsen-Studie

Die Nielsen-Studie über Mediennutzung und Qualitätsjournalismus wurde in Abstimmung mit dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) erstellt. Sie wurde als Online-Befragung im Zeitraum vom 28.04.2020 bis zum 06.05.2020 durchgeführt. Befragt wurden 1.000 in Deutschland lebende Personen im Alter zwischen 16 und 69 Jahren, repräsentativ für Geschlecht, Alter, Nielsen-Gebiete, Einwohnergröße, Berufstätigkeit und Bildung.