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Wie die Pandemie Arbeitsabläufe verändert

Arbeitsschutz in Zeiten von Corona.
Wie die Pandemie Arbeitsabläufe verändert © freepik / jannoon028
 

Durch die Corona-Pandemie zeigt sich erneut, dass die Digitalisierung nicht unterschätzt werden darf, weil sie viele neue Arbeitsfelder erschließt. Auch im Bereich Arbeitsschutz schreitet der Prozess der Digitalisierung aktuell mehr denn je voran. Welchen Herausforderungen und Chancen die Branche während der Corona-Krise gegenübersteht, wissen Mike Warmeling, Speaker und Erfolgstrainer aus Osnabrück sowie Gründer von Warmeling Consulting, und Maik Petrich, Gründer und Geschäftsführer des Arbeitsschutz Zentrums Petrich in Hamburg.

Mitarbeiter schützen

Trotz der Lockerungen vieler Corona-Maßnahmen muss der Schutz der Mitarbeiter am Arbeitsplatz weiterhin an erster Stelle stehen. Wenn möglich, sollten Mitarbeiter deshalb aus dem Homeoffice arbeiten. Gibt es diese Alternative nicht, müssen organisatorische Maßnahmen ergriffen werden, um Schichtwechsel, Pausen und Anwesenheiten im Büro so gut es geht zu entzerren. Der Mindestabstand von anderthalb Metern zu anderen Personen gilt dabei auch in den Büroräumen. „Lassen sich Abstände nicht einhalten, kommen alternative Vorgehensweisen zum Einsatz. Technische Lösungen wie transparente Abtrennungen sind personenbezogenen Schutzmaßnahmen wie einem Mund-Nasen-Schutz allerdings immer vorzuziehen“, erklärt Maik Petrich. Um gut auf das weitere Infektionsgeschehen vorbereitet zu sein, sollte jeder Betrieb außerdem einen Pandemie- und Hygieneplan entwickeln, der beispielsweise einen Reinigungs- und Desinfektionsplan enthält und darlegt, wie im Falle einer bestätigten Infektion in der Belegschaft alle Personen sicher ermittelt und informiert werden, die ebenfalls einem Infektionsrisiko ausgesetzt waren.

Prozesse digitalisieren

Insbesondere im Rahmen der Corona-Pandemie setzt sich inzwischen ein digitalisierter Arbeitsschutz durch, denn wer keinen eigenen Spezialisten für diesen Betriebsbereich beschäftigt, war in der Vergangenheit oftmals auf den Besuch eines externen Fachmannes angewiesen. Allerdings lassen sich viele geeignete Bereiche wie Schulungseinheiten und theoretische Anteile der Ausbildungen − aber unter bestimmten Voraussetzungen auch Begehungen − inzwischen in digitaler Form umsetzen. Dadurch sparen alle Parteien Zeit und Kosten, denn lange Anfahrten sowie Hotelübernachtungen entfallen auf diese Weise. „Spätestens seit Corona befindet sich die Arbeitsschutzbranche im Umbruch. Um trotz fehlender Kundenbesuche handlungsfähig zu bleiben, mussten viele Firmen ihren Blick für neue Potenziale schärfen und waren gezwungen, ihr Leistungsspektrum als digitale Onlineangebote anzubieten. Die daraus entstandenen Veränderungen werden auch nach Corona noch nachhaltig Bestand haben,“ weiß Mike Warmeling.