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Umsätze im Games-Markt steigen

Deutscher Games-Markt wächst im ersten Halbjahr 2020 um 27 Prozent.
Umsätze im Games-Markt steigen © Pixabay / Olya Adamovich
 

In den ersten Monaten des Jahres gab es aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht nur Rekord-Spielerzahlen auf vielen Plattformen, auch der Games-Markt ist in dieser Zeit deutlich gewachsen: Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland mit Games und Spiele-Hardware 3,7 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 27 Prozent, wie der game – Verband der deutschen Games-Branche heute auf Basis von Daten von GfK und App Annie bekannt gab. Besonders stark ist der Umsatz mit In-Game-Käufen gewachsen. Während im ersten Halbjahr 2019 hiermit noch rund 1,1 Milliarden Euro umgesetzt wurden, waren es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits knapp 1,5 Milliarden Euro – ein Plus von 35 Prozent. Zu In-Game-Käufen gehören sowohl kleine Geldbeträge – etwa für die bessere Ausstattung der eigenen Spiel-Figur – als auch teurere Inhalte wie ganze Zusatzkampagnen oder auch Season Passes.
 
„Vor allem in der Hochphase der Corona-Krise mit den zahlreichen Kontaktbeschränkungen haben Games Millionen Menschen geholfen: Ob zur Unterhaltung, um virtuelle Welten zu bereisen, wenn Urlaubsreisen ausfallen oder um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben“, sagt game-Geschäftsführer Felix Falk. „Das besonders starke Interesse an Games zeigt sich jetzt auch in einem Umsatzsprung, der selbst für den bereits in den Vorjahren wachstumsstarken deutschen Games-Markt außergewöhnlich ist. Bemerkenswert ist zudem, dass sich viele Menschen für den Kauf von Gaming-Hardware entschieden haben, obwohl diese Umsätze vor der Einführung einer neuen Konsolengeneration typischerweise eher zurückgehen. Das alles unterstreicht eindrucksvoll die große Bedeutung von Games nicht nur in Zeiten der Corona-Krise.“

Games-Hardware stark nachgefragt

Innerhalb der starken Entwicklung des Gesamtmarktes ist auch der Umsatz mit Spiele-Hardware im ersten Halbjahr 2020 deutlich gestiegen. Wurden in den ersten sechs Monaten von 2019 noch rund 1,1 Milliarden Euro mit Gaming-PCs, Spielekonsolen und entsprechendem Zubehör umgesetzt, waren es im gleichen Zeitraum dieses Jahres bereits 1,3 Milliarden Euro. Das ist ein Zuwachs von 21 Prozent. Dabei konnten alle vier Teilmärkte zulegen. Besonders stark ist der Umsatz mit Peripherie für Gaming-PCs gewachsen. Hierzu gehören unter anderem Gaming-Eingabegeräte wie spezielle Mäuse und Tastaturen sowie auf die Bedürfnisse von Gamern zugeschnittene Monitore und Grafikkarten sowie Virtual-Reality-Headsets.

Games helfen Menschen durch die Corona-Krise

Bereits im Vorfeld der diesjährigen gamescom hatte der game repräsentative Umfragedaten zum Spielverhalten der Deutschen während der Corona-Krise veröffentlicht. Dabei gab rund ein Drittel (35 Prozent) der Spielerinnen und Spieler an, während der Corona-Pandemie mehr als sonst gespielt zu haben; rund ein Viertel (27 Prozent) hat häufiger mit Familie und Freunden zusammengespielt als gewöhnlich. Insgesamt sagt mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Spielenden, dass ihnen Games geholfen haben, besser durch die Pandemie zu kommen.

Informationen zu den Marktdaten

Die verwendeten Daten basieren auf Erhebungen des GfK Consumer Panels, der GfK Entertainment und von App Annie. Die GfK verwendet Erhebungsmethoden zur Erfassung der Daten des deutschen Marktes für digitale Spiele, die weltweit und qualitativ einmalig sind. Hierzu gehören unter anderem eine für die gesamte deutsche Bevölkerung repräsentative laufende Befragung von 25.000 Konsumenten zu ihren Einkaufs- und Nutzungsgewohnheiten bei digitalen Spielen sowie ein Handelspanel. Die Datenerhebungsmethoden erlauben einen einmaligen Einblick in den deutschen Markt für Computer- und Videospiele.
 
Die verwendeten Umfragedaten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.027 Personen zwischen dem 27.07. und 01.08.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren.