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Black Friday 2021: Deutsche wollen nachhaltig auf Schnäppchenjagd gehen

Für 84 Prozent hat Nachhaltigkeit einen Einfluss auf ihr Einkaufsverhalten am Black Friday. Im Schnitt wollen sie fast 300 Euro ausgeben.
Black Friday 2021: Deutsche wollen nachhaltig auf Schnäppchenjagd gehen © freepik / alicephoto
 

Am Tag nach Thanksgiving, dem Erntedankfest in den USA, findet im Einzelhandel traditionell der „Black Friday“ statt. In diesem Jahr fällt das „Fest der Schnäppchenjäger“ auf Freitag, den 26. November. Die Händler übertreffen sich zu diesem Anlass mit speziellen Angeboten und Rabatten, die häufig bis zum darauffolgenden Cyber Monday gelten – sofern sie nicht früher vergriffen sind. 69 Prozent der deutschen Konsument:innen planen, in diesem Jahr bei Black-Friday-Angeboten zuzuschlagen. Dabei wollen sie deutlich mehr Geld ausgeben als im Vorjahr, achten aber auch immer stärker auf Aspekte der Nachhaltigkeit. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Befragung von 2.000 Bundesbürger:innen über 18 Jahren im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Fast jede:r Vierte hat in der Pandemie Geld gespart 

Weitere Gründe der Befragten, die im November 2021 höhere Ausgaben für Black-Friday-Angebote einplanen: Eine:r von drei Deutschen hofft auf eine größere Vielfalt an Schnäppchen während der Cyber Week. Ebenso viele möchten die Angebote nutzen, um ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke zu reduzieren. 

Black Friday gibt den Startschuss für das Weihnachtsgeschäft

Der Black Friday stellt für viele Verbraucher:innen eine gute Gelegenheit dar, um sich nach Weihnachtsgeschenken umzusehen: Zwei Drittel wollen den Anlass nutzen, um erste Präsente für das Fest zu besorgen. 29 Prozent gehen davon aus, bis zu einem Viertel der Weihnachtsgeschenke rund um den Black Friday zu kaufen. 24 Prozent planen, am letzten Novemberwochenende bis zur Hälfte der Geschenke zu erwerben. 

Im Durchschnitt wollen die Befragten 299 Euro in Black-Friday-Schnäppchen investieren – für den Black Friday 2020 planten die Konsument:innen noch mit Ausgaben in Höhe von 266 Euro, gaben letztlich nach eigenen Angaben im Schnitt aber nur 158 Euro aus. Männer wollen mit 340 Euro in diesem Jahr am Schnäppchentag fast 100 Euro mehr ausgeben als Frauen (254 Euro). 

Jede:r Zweite will nach Elektronikprodukten Ausschau halten 

Gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) hat sich bereits im Oktober oder in den ersten Novemberwochen Gedanken darüber gemacht, was sie genau kaufen wollen, während ein Viertel spontan nach Deals und Angeboten schauen will. Fest steht, dass die Konsument:innen das meiste Geld für elektronische Geräte ausgeben werden: 50 Prozent der Verbraucher:innen, die Interesse am Black Friday und Cyber Monday bekunden, wollen Artikel aus dem Elektronik- und Techniksegment kaufen. 34 Prozent haben vor, in erster Linie Kleidung, Schuhe und Accessoires zu shoppen. 

Wie im Vorjahr findet der Black November vor allem im Internet statt: 71 Prozent der Befragten wollen hauptsächlich online nach den besten Schnäppchen suchen. Dazu passt die bevorzugte Zahlungsmethode: Insbesondere für teurere Produkte wollen 43 Prozent am liebsten per PayPal bezahlen. Auf Platz zwei steht die Kreditkarte mit 17 Prozent.

Nachhaltigkeit beeinflusst das Kaufverhalten am Black Friday

Denn die Befragung belegt: Den Verbraucher:innen geht es längst nicht mehr nur darum, um jeden Preis ein Schnäppchen zu schlagen. 84 Prozent bestätigen, dass der Aspekt der Nachhaltigkeit ihr Einkaufsverhalten rund um den Black Friday beeinflusst. So wollen 41 Prozent nur Produkte kaufen, die sie auch benötigen. 31 Prozent versuchen bewusst, Retouren zu vermeiden; 29 Prozent achten nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität. 

Die Dos and Don’ts der Händler in der Black Week

Die Umfrage gibt weitere Hinweise darauf, worauf der (Online-)Handel achten sollte, um die Verbraucher:innen von sich und ihren Black-Friday-Angeboten zu überzeugen – und welche Fallen es zu vermeiden gilt: Jede:r fünfte Bundesbürger:in (18 Prozent) moniert, dass im Vorjahr zu wenig Artikel auf Lager und die Angebote zu schnell vergriffen waren. 16 Prozent hatten das Gefühl, dass sie durch spezielle Angebote dazu animiert wurden, zu viel Geld auszugeben oder unnötige Dinge zu kaufen. 15 Prozent waren unsicher, ob sie überhaupt einen guten Deal gemacht hatten.