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Stimmung in der Marketing-Branche auf Talfahrt

Im zweiten Monat in Folge verschlechtert sich die Selbsteinschätzung der deutschen Marketingbranche in der Dezembererhebung deutlich.
DMV -ifo Marketing-Barometer © marketing-BÖRSE Redaktion
 

Nachdem die Branche im Sommer scheinbar die Corona-Krise überwunden hatte, verschlechtern sich nun in der Dezembererhebung des DMV-ifo Marketing Barometer nun zum Jahresende die aktuelle Lage und kurzfristigen Zukunftsprognosen wieder spürbar.

Das aktuelle Geschäftsklima wird von den deutschen Marketeers im Dezember auf einen Indexwert von 88,5 Punkten und damit 4,1 Punkte schlechter als im Vormonat eingeschätzt. Weniger deutlich geht der vergleichbare Wert für die deutsche Gesamtwirtschaft zurück. Der ifo Geschäftsklimaindex verringert sich vergleichsweise weniger stark um 1,9 Punkte auf 94,7 Punkte. Ebenso verschlechtert sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage, welche im Dezember bei 86,1 Punkten liegt eine Verschlechterung im Vormonatsvergleich um 4,2 Punkte. In die negative Entwicklung reiht sich auch der Geschäftserwartungsindex ein, welcher im aktuellen Monat mit einem Minus von 4,1 Punkten auf 91,0 Punkte eingeschätzt wird.

Mit Ausnahme der Preiserwartungen verschlechtern sich alle weiteren Indikatoren des DMV -ifo Marketing Barometers im Dezember. Am deutlichsten verringert sich die Einschätzung des Auftragsbestands auf einen Saldenwert von -16,4 (-10,9) Punkte. Ebenso verschlechtert sich die Einschätzung zu der voraussichtlichen Anzahl der Beschäftigten auf einen Saldo von 4,6 (-6,3) Punkten. Ähnlich stark gehen auch die Umsatzerwartungen im Dezember im Saldo auf 31,2 (-6,0) Punkte zurück. Lediglich die Preiserwartungen steigen im inflationären Umfeld leicht auf einen Saldenwert von 33,6 (+0,8) Punkten einem Fünfjahreshöchstwert.

Im Dezember 2021 verschlechtert sich sowohl das DMV-ifo Geschäftsklima der Marketingbranche als auch der ifo Geschäftsklimaindex der deutschen Gesamtwirtschaft. Marketeers schätzen das aktuelle Klima der Branche auf einen Indexwert von 88,5 (-4,1) Punkten ein. Im Vergleich dazu geht die Selbsteinschätzung der Gesamtwirtschaft ebenfalls, aber weniger stark, auf einen Wert von 94,7 (-1,9) Punkten zurück. Damit vergrößert sich die Lücke zwischen den beiden Indikatoren im Dezember auf 6,2 Punkte.

Die gesamte Auswertung inklusive Grafiken finden Sie hier.

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