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ESG - Wo Dienstleister unterstützen

Gesellschaftliches Bewusstsein für Nachhaltigkeit hält Einzug in Wirtschafts- und Finanzwelt. ESG-Berichterstattung wird zur Pflicht für Unternehmen.
ESG - Wo Dienstleister unterstützen © Freepik / jcomp
 

Das Thema ESG (Environmental, Social, Governance) duldet keinen Aufschub mehr. Unternehmen begreifen ESG-Pflichten auch als Chance, das eigene Geschäftsmodell und eingespielte Wertschöpfungsprozesse zu hinterfragen. Wer sich
frühzeitig mit der Materie beschäftigt, ist klar im Vorteil, denn der Markt belohnt Nachhaltigkeitsbemühungen. Die Marktanalysten von Lünendonk & Hossenfelder widmen die aktuelle Ausgabe des Lünendonk-Magazins dem Trendthema ESG. Mit den Kapiteln Regulatorik, Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung, Digitalisierung, Lieferkette, Immobilienwirtschaft und nachhaltiger Erfolg fokussiert es auf die Herausforderungen bei der Umsetzung verpflichtender wie auch freiwilliger Maßnahmen. Als Autoren wurden neben eigenen Analysten erfahrene Führungskräfte von Serviceunternehmen gewonnen, die Lösungsansätze für die vielfältigen ESG-Anforderungen aufzeigen. Das Magazin steht ab sofort unter www.luenendonk.de zum kostenfreien Download bereit.

Zusammenarbeit über alle Bereiche erforderlich

ESG-Aufgaben dürfen nicht mehr als Bürde, sondern müssen als ökonomische Chance verstanden werden. Angesichts der zunehmenden regulatorischen Vorgaben ist abzuwarten,
ob der Hype vorbei geht, keine angemessene Strategie mehr. Der Aufwand und die Berührungspunkte mit verschiedensten organisatorischen Bereichen eines Unternehmens bei ESG sind so groß, dass es klarer Verantwortlichkeiten und auch Handlungsbefugnisse bedarf. Es müssen alle relevanten Bereiche, wie Unternehmensleitung, Personalwesen, Einkauf, Rechtsabteilung und viele mehr, eingebunden und entsprechende Governance-Strukturen geschaffen werden. Nur ein solches dauerhaftes Konstrukt kann die Basis für strategisches Nachhaltigkeitsmanagement bilden. Daraus können die notwendige Berichterstattung abgeleitet sowie aktuelle und zukünftige regulatorische Ansprüche laufend erfüllt werden, ist sich Viola Möller, Expertin in der Beratung rund um nachhaltige Unternehmensführung mit Schwerpunkt Stakeholder Management bei der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sicher.

Gebäude und technische Anlagen im Fokus

Gebäude und technische Anlagen zählen zu den wesentlichen CO2-Emittenten. In Deutschland müssen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent und bis 2040 um mindestens 88 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990 reduziert werden. Der Gebäudesektor ist dabei mit über 35 Prozent an den Gesamtemissionen beteiligt. Als ESG-Lösungspartner setzt beispielsweise der Multitechnik-Dienstleister SPIE auf die Initiative „Go! Green“, wie Rainer Hollang, Rüdiger Graf, Johannes Schochow und Dr. Johannes Werhahn von SPIE in ihrem Magazin-Beitrag darlegen. In ihr werden Lösungen für eine verbesserte Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien klug gebündelt, um Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen nachhaltig auszurichten. Hier sind auch FM-Dienstleister stark gefragt, um Unternehmen zu beraten und mit entsprechenden Services zu unterstützen.

Factory of the Future mit vielen Facetten

Bei der Fabrik der Zukunft spielen unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten viele Faktoren zusammen: Im Rahmen der Digitalisierung ermöglicht das Internet-of-Things (IoT) eine kontinuierliche Überwachung von Maschinen und Anlagen mit geringem Aufwand. Dadurch werden vorausschauende Wartung und Reparaturen möglich. Verschleiß wird rechtzeitig erkannt, so dass Totalschäden von Maschinen vermieden werden können. Gleichzeitig lässt sich durch eine Dekarbonisierung des Fabrikbetriebs der CO2-Ausstoß vermindern. Photovoltaik, Wärmerückgewinnung und Technologien wie LED-Beleuchtung sorgen dafür, dass der Strombedarf sinkt beziehungsweise aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Dabei ist darauf zu achten, dass zunehmend die kompletten Lieferketten ins Visier auch von ESG-Anstrengungen geraten und nicht an den Landes- oder EU-Grenzen Halt machen; für Zulieferer bekommen damit Nachhaltigkeitsinitiativen den gleichen Stellenwert.

Die Technologien dafür sind bereits vorhanden und warten darauf, mit innovativen Ideen ausgeschöpft zu werden. „Eine durchdachte Transformationsstrategie ebnet den Weg zum nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und unterstützt gleichzeitig die ökologische Nachhaltigkeit“, lautet das Fazit des Beitrags von Dinah Erdmann, Vice President Digital Strategy Consulting bei Materna.

Kreislaufwirtschaft unterstützt Nachhaltigkeit

Kreislaufwirtschaft ist unabdingbar, wenn weiteres Wirtschaftswachstum ermöglicht werden soll, ohne gleichzeitig die Klimakrise zu verschärfen. Die Transformation dahin ist jedoch eine komplexe und herausfordernde Aufgabe für unsere Gesellschaft. Unternehmen können sich dem Thema daher nicht entziehen. Stattdessen werden diejenigen Firmen, die sich bereits frühzeitig mit dem Thema beschäftigen, einen Wettbewerbsvorteil erlangen. Kreislaufwirtschaft ist somit ein Paradebeispiel für das Thema Nachhaltigkeit an sich: gut für die Gesellschaft, gut für die Umwelt und auch gut für den unternehmerischen Erfolg. Das bilanziert Tim Ballenberger, Senior Consultant bei ROI-EFESO, in seinem Artikel. Er verantwortet seit 2021 den Bereich Nachhaltigkeit-Services.