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Handels- und Vertriebs-Trends III - All about Digitalisierung, E-Comme

Entwicklungen, Trends und Strategien für heute und morgen 2020/25 im Konsumgüter-Vertrieb
Ulrich Eggert | 24.06.2015

Die Entwicklungen rund um Internet, E-Commerce & Co. überschlagen sich: das Handy ersetzt den PC, Social Marketing verdrängt klassische Werbung, Amazon, Zalando & Co. verdrängen nicht nur den stationären Handel sondern auch viele Start-ups, 3D-Druck stellt mittelfristig dann wieder alle Entwicklungen erneut in Frage.
Das sind bereits aktuell erkennbare Entwicklungsaspekte, aber das Moore´sche Gesetz gilt auch hier: alles wird immer schneller, disruptive Entwicklungen verdrängen Althergebrachtes, stellen gerade gewonnene Erkenntnisse wieder auf den Kopf.
Die Ulrich Eggert Consulting in Köln benennt mit ihrer neuen Studie HANDELS- und VERTIEBS-TRENDS III - All about Digitalisierung, E-Commerce, Internet & Co. auf mehr als 600 Seiten über 350 Trends und Entwicklungen rund um den Themenkomplex, kommentiert diese und entwickelt dazu Konsequenzen und Strategien für Industrie, Handel und Dienstleister für die nächsten Jahre, s. auch die Homepage www.ulricheggert.de.
Die erfassten Trends wurden in etwa 20 Hauptsegmente unterteilt und umfassen alle relevanten Problemfelder des Themas: + Digitalisierung + Arbeitswelten + Big Data und die Cloud + IKT und Webtrends + 3D-Technologie + RFID & QR-Technologie + Trends im E-Commerce + Management-Trends + Strategie-Trends + Ausgewählte Marketing-Trends + Logistische Trends + Customer Relationship Management (CRM) und Social Marketing + GAFA – die Vorherrschaft der amerikanischen Big X + Kooperative Trends + Vertikalisierung der Lieferanten und vertikale Kooperation + Trends in den Marktplätzen und Plattformen + Trends im Handel: Strukturwandel + Ausgewählte Trends im B2.

Im Feld „TRENDS IM E-COMMERCE“ wurden u.a. folgende Trends herausgearbeitet und in der Studie einer eingehenden Diskussion unterzogen:

1. Der Onlinehandel B2C verdrängt immer mehr den stationären Handel: Ende 2014 wurden etwa 10 Prozent des gesamten Handels mit Neuprodukten online getätigt, aufgrund der Schwäche im Lebensmittelhandel jedoch bereits ca. 16 % des Non-Food-Handels mit Ausschlägen bis in Richtung 50 % bei einzelnen Branchen.
2. Die Prognosen laufen zwar darauf hinaus, dass die stürmischen Zuwachsraten sich allmählich abflachen, aber es ist davon auszugehen, dass im Jahre 2020 um die 20 % des Neuprodukthandels online getätigt wird, im Jahre 2030 wahrscheinlich etwa 30 %.
3. Der Food-Handel wird ebenfalls online stürmisch zunehmen, jedoch erheblich zeitversetzt und mit geringeren Raten. Im Jahre 2020 könnte der Wert bei etwa 5 % liegen, im Jahre 2030 vielleicht bei 10 %. Es ist jedoch davon auszugehen, dass in einzelnen Lebensmittelsegmenten wie etwa Spirituosen, Wein usw. bereits in den einzelnen Jahren wesentlich höhere Werte erreicht werden.
4. Mobile wird absolute Pflicht – sowohl für den mobilen Einkauf wie auch für Mobile Payment.
5. Online goes offline. Wir kommen vom Cross- über den Multi- zum Omni-Channel, der Vertrieb über alle Kanäle wird Pflicht, da der Verbraucher jederzeit überall einkaufen können möchte. Das bedeutet ebenso, dass der Offlinehandel sich online aufstellen muss.
6. LBS – Location-based Services – werden eine Verbindung zwischen offline und online aufbauen helfen und diese unterstützen.
7. Markttreiber sind auf der einen Seite die ganz Großen wir Amazon, eBay, Zalando & Co., auf der anderen Seite jedoch die Neueinsteiger in den Markt. Die Mittelgroßen von der Rangfolge 100 – 1.000 werden nur ein schwaches Wachstum aufweisen.
8. Die Online-Händler kommen und gehen: Wir werden auch in diesem Segment starke Restrukturierungen erleben mit dem Verschwinden von Tausenden von Händlern und parallel von Tausenden von Neueinsteigern.
9. Zalando hat aufgrund des gelungenen Börsengangs und des Überschreitens des Break-even die Chance, durch weiteren Ausbau zu einem deutschen Amazon zu werden.
10. Alte und neue Marktplätze werden entscheidende Marktanteile an sich reißen können, vgl. separates Kapitel.
11. Lokale Marktplätze werden aller Orte entstehen, sie werden jedoch auf entscheidende Schwierigkeiten im Kampf gegen die universellen Marktplätze treffen, zumal auch Amazon und eBay versuchen werden, den lokalen Charakter immer mehr zu verstärken.
12. Immer mehr Zahlungstechnologien kommen auf den Markt, es werden sich jedoch nur einige wenige durchsetzen können – die Frage ist, ob die Ansätze deutscher Banken hier noch mithalten können.
13. Big Data, die Cloud und die Datenanalyse in Echtzeit treten in den Vordergrund, Predictive Analytics wird marktanteilsentscheidend werden.
14. Die Automatisierung der Prozesse und auch des Marketings rücken immer stärker in den Vordergrund.
15. Das Internet bleibt eine Preismaschine: Die Preise sind unten und bleiben unten, aber sie werden beweglicher durch mehrfache tägliche Anpassungen, auch nur für einzelne Zielgruppen, etwa bei getrennten Zugängen.
16. Die Emotionalisierung der Internetauftritte und des gesamten Onlinehandels werden weitere entscheidende Schritte für Vorteilsgewinnung darstellen.
17. Kundenbindung erfolgt durch immer stärkere Personalisierung.
18. Die zeitgenaue Lieferung dürfte die absolut schnellste Lieferung eher in den Hintergrund drängen.
19. À la long wird 3D-Druck erhebliche Teile des klassischen E-Commerce auf sich ziehen, so dass Software und Lizenzen anstatt Ware direkt „durch die Leitungen“ und ohne körperliche Logistik geliefert werden.
20. Getrieben durch die großen amerikanischen Anbieter und weitere Platzhirsche im Internet wird die Internationalisierung auch von andern Anbietern fortentwickelt: Internationale Gesellschaften wie Rakuten und Alibaba versuchen, langfristig immer mehr in Europa und Deutschland zu verkaufen, umgekehrt werden deutsche Unternehmen ebenso versuchen müssen, im Ausland zu verkaufen. Die Verbraucher sind grundsätzlich international orientiert; ihnen ist egal, wo der Lieferant sitzt, Hauptsache die Ware kommt dann, wenn er sie erwünscht. und das möglichst schnell.


Für Interessenten an den Trends und Entwicklungen gibt es als Service eine extreme Kurz-Fassung der 600 seitigen Hauptstudie von etwa 30 Seiten im kostenlosen Download mit dem Titel „TRENDS UND ENTWICKLUNGEN IN DIGITALISIERUNG UND INTERNET“ auf der Homepage des Autors unter  www.ulricheggert.de/kostenlosestudien.