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  |  21.06.2012

Kundendaten-Qualität von deutschen Unternehmen mangelhaft

Neu aufgelegte Studie der Deutschen Post Direkt deckt Fehler auf
In den Kundendatenbanken deutscher Unternehmen sind mehr Fehler zu finden als noch vor zwei Jahren: Der Anteil unzustellbarer Kundenadressen stieg von 12,8 auf 13,9 Prozent. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Kundendaten-Qualität 2012“ der Deutschen Post Direkt. Bereits im Jahr 2010 hat die auf Adressmanagement spezialisierte Tochter der Deutschen Post die Datenbankaktualität in zehn Branchen erhoben und präsentiert nun die neuen Ergebnisse im Zeitablauf.

Nur drei von zehn Branchen schneiden bei der Adresspflege besser ab als vor zwei Jahren. Versicherungen, Banken und Automobilunternehmen konnten die Qualität ihrer Kundendaten verbessern, alle anderen Branchen zeigten im Vergleich zu 2010 schlechtere Durchschnittswerte.

Die meisten Unternehmen wissen um die Bedeutsamkeit einer regelmäßigen Pflege ihrer Kunden- und Interessentendaten. Gut gepflegte Adressen der Kundendatenbanken sind nicht nur für das Dialogmarketing unverzichtbar, sondern auch Voraussetzung dafür, dass Geschäftspost und Pakete zugestellt werden können. Daher ist Adressmanagement wichtig – vor allem für die untersuchten Branchen Banken, Versicherungen, Einzelhandel, Versandhandel, Konsumgüter, Automotive, Verlagsgewerbe, Touristik sowie Gemeinnütziger und Öffentlicher Sektor.

Finanzdienstleister vorn, Verlage verlieren
Die aktuelle Studie zeigt deutliche Branchenunterschiede bei der Adresspflege. Hier sind die Versicherungen mit 91,4 Prozent zustellbaren Kundenadressen mit Abstand vorn. Die Nummer Zwei im Branchenranking sind die Banken: 89,9 Prozent ihrer Adressen sind korrekt. Den dritten Platz teilt sich der Versandhandel als ehemals Bester im Branchen¬vergleich mit dem Öffentlichen Sektor. In diesen Branchen erreichen 87,3 Prozent der Sendungen ihren Empfänger.
Vom zweiten auf den fünften Platz rutscht die Konsumgüterbranche. Waren im Jahr 2010 noch gut 90 Prozent der Anschriften in den Kundendatenbanken zustellbar, sind es in diesem Jahr nur 86 Prozent.

Schlusslicht im Branchenvergleich 2012 sind die Verlage: Jeder fünfte Brief würde hier seinen Empfänger nicht erreichen. 2010 belegte die Automotive Branche noch den letzten Platz und verbessert sich in diesem Jahr mit 86 Prozent korrekten Kundenanschriften auf Platz Sechs.

Millionen Adressdaten ändern sich jährlich
Die der Studie zugrunde liegenden Daten stammen aus einer Stichprobe der im Jahr 2011 von Deutsche Post Direkt durchgeführten Adressbereinigungsprojekte. Die Analyse erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität. Sie soll vielmehr einen Blick darauf ermöglichen, welche Unterschiede zwischen verschiedenen Branchen in Bezug auf Aktualität und Richtigkeit von Kundendaten existieren.

Wie wichtig eine regelmäßige Adresspflege ist, zeigen folgende Zahlen: 2011 änderten sich in Deutschland rund 1.850 Ortsnamen, 45.000 Straßen wurden neu angelegt, aufgeteilt oder umbenannt. Zudem veralten Adressen jährlich durch etwa acht Millionen Umzüge, 840.000 Todesfälle sowie 370.000 Hochzeiten und 190.000 Scheidungen, die zu Namens- und Adressänderungen führen können.

Unter www.addressfactory-web.de haben Unternehmen die Möglichkeit, die Qualität ihrer eigenen Kundenadressen kostenfrei zu testen und damit zu überprüfen, wie ihre Datenbankqualität im Branchenvergleich abschneidet.

Ein PDF der Studie befindet sich zum Download im Internet unter www.addressfactory.de/studie. Gedruckte Exemplare können per E-Mail an broschueren@postdirekt.de bestellt werden.

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